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Zwei sind "mangelhaft" Die meisten Kindersitze sind okay

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In den meisten Sitzen können die Kinder ganz unbesorgt schlafen.

(Foto: imago/blickwinkel)

Viele Eltern unternehmen mit ihren Kindern in den Ferien längere Autofahrten in die Ferne. Der ADAC und die Stiftung Warentest haben in einem Gemeinschaftstest aktuelle Kindersitzmodelle unter die Lupe genommen.

Wer eine neue Babyschale oder einen Kindersitz fürs Auto braucht, kann bei vielen Modellen bedenkenlos zugreifen. Das zeigt ein Gemeinschaftstest von ADAC und Stiftung Warentest von 31 Modellen.

Mehr als Zweidrittel (23) haben mit "gut" abgeschnitten, berichtet die Zeitschrift "test" (Ausgabe 6/2019). Einzig "sehr gut": die Babywanne "Maxi-Cosi Jade + 3wayFix" (420 Euro). Drei Kindersitze sind "befriedigend", zwei nur "ausreichend".

Zwar muss Qualität dabei nicht immer teuer sein. Denn auch preisgünstigere Modelle wie der "Nania Beone SP" (50 Euro), der "Britax Römer Adventure" (80 Euro) und der "Cybex Aton 5" (130 Euro) schneiden wie 20 weitere Modelle "gut" ab. Doch der ADAC bemängelt, dass der Großteil der aktuell getesteten Modelle nicht unter 200 Euro zu haben sei. Das teuerste Modell kostet 570 Euro ("gut").

Eigenes Auto mitbringen

Mit "mangelhaft" fallen zwei Sitze durch. In einem Modell für 230 Euro haben die Tester im Bezug das Flammschutzmittel TCPP in einer zu hohen Konzentration gefunden. Es stehe im Verdacht, Krebs zu erzeugen.

Vor dem anderen Modell warnten die Tester schon Anfang April. Beim Crashtest des "Chicco Oasys i-Size Bebecare + i-Size Base" (400 Euro) riss das Gurtschloss aus der Sitzschale. Der Hersteller bietet den Quellen zufolge nur noch eine überarbeitete Version und den Austausch des anfälligen Gurtschlosses für Kunden an.

Zum Kauf sollten Eltern das eigene Auto und die Kinder zum Geschäft mitbringen, um Einbau und Passform zu prüfen. Denn nicht jeder Sitz passt gleich gut in jedes Auto, erklärt der ADAC.

Unter allen Möglichkeiten, einen Kindersitz im Auto zu montieren, ist der Platz hinter dem Beifahrer in der Regel der optimale. Hier gebe es kaum Einschränkungen bei der Bedienung, die Tür öffnet zum Bürgersteig, und man kann meist auf Isofix-Befestigungen zurückgreifen. Allerdings muss dazu der Fahrersitz entsprechend weit nach vorne geschoben werden. Der schlechteste Platz ist der hintere Mittelsitz. Dieser ist meist zu schmal, ohne Isofix und steht oft wackelig auf einer Wulst, so der ADAC.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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