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Unfallversicherung im Finanztest Guter Schutz muss nicht teuer sein

Eine gebrochene Schulter kann viel Probleme bereiten. Eine Unfallversicherung kann zumindest die finanziellen Folgen Für Betroffene Mindern. Foto: Andrea Warnecke

Die Versicherungen zahlen nur, wenn tatsächlich ein dauerhafter Schaden entstanden ist, also zum Beispiel ein Arm steif bleibt.

(Foto: dpa)

Eine Unfallversicherung kann helfen, die finanziellen Folgen eines Unfalls abzufedern. Ein Test zeigt: Viele Tarife sind empfehlenswert. Kunden müssen aber auf einen Punkt besonders achten.

Es passiert schnell: Ein unachtsamer Moment, ein Sturz und die Gesundheit leidet dauerhaft unter der erlittenen Verletzung. In solchen Fällen kann eine Unfallversicherung hilfreich sein, um die finanziellen Folgen abzufedern. Die Experten der Stiftung Warentest bewerteten für die Zeitschrift "Finanztest" (7/2021) 112 Tarifangebote. 13 davon wurden mit "sehr gut" bewertet.

Wichtig zu beachten: Die Versicherungen zahlen nur, wenn tatsächlich ein dauerhafter Schaden entstanden ist, also zum Beispiel ein Arm steif bleibt. Damit die finanziellen Folgen in einem solchen Fall abgesichert sind, müssen die Versicherungssummen hoch genug sein. Getestet wurden daher nur Tarife, die bei Vollinvalidität mindestens 500.000 Euro und bei einer Invalidität von 50 Prozent mindestens 100.000 Euro auszahlen.

Gute Policen können günstig sein

Ein Ergebnis des Tests: Guter Versicherungsschutz muss nicht teuer sein. Die günstigste gute Police beginnt laut "Finanztest" ab 77 Euro pro Jahr. Bei den leistungsstärksten ist der günstigste Tarif ab 189 Euro jährlich für die niedrige Gefahrengruppe zu haben. Bei den günstigsten Policen startet der einzige sehr gute Tarif bei 105 Euro jährlich für die niedrige Gefahrengruppe.

Für Kunden in gefahrenträchtigen Jobs ist der Beitrag bei den meisten Tarifen höher. Das trifft auf viele Handwerkerberufe zu, aber beispielsweise auch auf Musiker. Einige Versicherer erheben zwar keine Zuschläge für risikoreiche Berufe, klammern aber Unfälle während der Ausübung der Jobs aus oder reduzieren die Leistungen im Schadensfall.

Ob eine Police gute Leistungen bringt, hängt allerdings noch von mehr ab: Die sogenannte Gliedertaxe ist ebenfalls ein wichtiger Faktor. Sie legt in Prozentzahlen fest, welcher Invaliditätsgrad beim jeweiligen Tarif gilt, wenn ein Körperteil nicht mehr funktionsfähig ist oder gar verloren geht - also zum Beispiel 55 Prozent beim Verlust einer Hand. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) liefert hier zwar Richtlinien, ihre Gliedertaxe legen Versicherer aber selbst fest. Hat eine Vorerkrankung zur Invalidität beigetragen, wird deren Grad in der Regel gemindert.

Die drei besten günstigen Tarife im Test sind: Manufaktur Augsburg/Element Premium, Jahresbeitrag für Erwachsene (niedrige Gefahrengruppe) 105 Euro, Note: 1,2, Waldenburger Premium (ohne Reiten, Ski- und Motorradfahren), Jahresbeitrag für Erwachsene (niedrige Gefahrengruppe) 91 Euro, Note: 1,9 und Degenia/Waldenburger Optimum T18, Jahresbeitrag für Erwachsene (niedrige Gefahrengruppe) 104 Euro, Note: 2,0.

Fragen im Antrag ehrlich beantworten

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Die Anhänger von Risikosportarten wie zum Beispiel Motorradfahren oder Bergsteigen müssen teilweise ebenfalls Zuschläge in Kauf nehmen. Hier lohnt es sich aber genau hinzuschauen: Einige Versicherer decken etwa Gokart-Fahren oder Fallschirmspringen ab, andere nicht. Fragen zum Hobby sollten im Versicherungsantrag auf jeden Fall wahrheitsgemäß beantwortet werden. Schummeleien können im Ernstfall den Versicherungsschutz kosten.

Wer seine Unfallversicherung schon länger hat, kann über einen Wechsel nachdenken. Ein Wechsel kann entweder Geld sparen oder zu höheren Auszahlungen im Schadensfall führen - im besten sogar Fall beides.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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