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Reis im Öko-Test Hiervon sollten Sie besser die Finger lassen

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Geschälter Reis ist meist weniger mit Arsen belastet.

(Foto: imago/Westend61)

Rund 5 Kilogramm Reis verzehrt jeder Deutsche pro Jahr. Das ist eine Menge, wenn auch deutlich weniger als der Pro-Kopf-Verbrauch in China. Hier werden rund 91 Kilogramm jährlich davon geschaufelt. Aber auch wenn Reis als gesund gilt, weisen manche Sorten doch eine bedenkliche Belastung mit Arsen auf.

Reis gehört zum Leben. Im asiatischen Teil der Welt ist er das Grundnahrungsmittel Nr. 1. - hier werden die Getreidekörner in rauen Mengen verzehrt. Und auch, wenn Reis nicht zuletzt wegen seines geringen Fettgehalts als bekömmlich gilt, sollten Verbraucher bei der Wahl der Sorte aufpassen, denn so mancher hier zu erwerbende Reis ist schwer mit Arsen belastet, wie eine aktuelle Untersuchung von Öko-Test zeigt.

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Hier haben die Tester Basmati-, Parboiled-Langkorn- und Vollkornreis von jeweils sieben Marken im Labor analysieren lassen. Ergebnis: zum Teil beunruhigend.

Während Basmatireis meist durch geringe Schadstoffbelastung und gute Qualität überzeugen konnte, sah dies beim Vollkornreis ganz anders aus. Denn in den Randschichten des Korns der Pflanzenarten Oryza sativa und Oryza glaberrima stecken neben Vitaminen und Mineralien auch Giftstoffe wie anorganisches Arsen.

Über Trinkwasser in die Pflanze

Diesen Stoff, der Krebs erregen kann, entdeckte das beauftragte Labor in sechs Marken – sogar in "stark erhöhter" Menge. Zudem sind einige Vollkornreise mit Mineralöl und Pestiziden, teilweise auch noch mit dem Schwermetall Cadmium belastet. Arsen kommt natürlicherweise in den Gesteinsschichten der Erde vor, gelangt zumeist über Trinkwasser in die Reispflanze und lagert sich dort vor allem in der Schale ab. Auch Cadmium kommt natürlich im Boden vor und gelangt über die Wurzeln in die Körner.

Bei Langkornreis sieht das Ergebnis etwas besser aus: Zwei Produkte wurden mit "gut" bewertet. In einigen anderen aber waren jedoch ebenfalls anorganisches Arsen und Pestizide zu finden.

Arsen, Pestizide, Mineralöl

Womit wir bei den empfehlenswerten Produkten wären: Den Testsieg beim Basmatireis konnten sich der "Satori Asian Style Basmati Reis" von Netto ("sehr gut/1 Euro pro 500 g) und der "Tilda Pure Original Basmati" ("sehr gut/2,25 Euro pro 500 g) teilen. Beim weißen Langkornreis lagen der "Alnatura Langkorn Reis parboiled" ("sehr gut/1,35 Euro pro 500 g) und der "Uncle Ben‘s Original-Langkorn-Reis" ("sehr gut/1,99 Euro pro 500 g) vorn. Beim Vollkornreis reichte bereits ein "befriedigend", um hier aufgelistet zu sein. Gelungen ist dies unter anderem dem "Dm Bio Langkornreis Natur" und "Reis-Fit Natur-Reis, 4 Kochbeutel" (1,17 bzw. 1,59 Euro pro 500 g). Allerdings ist auch in diesen Produkten die Arsenbelastung erhöht. Insgesamt betraf dies 12 Artikel.

Definitiv die Finger lassen sollten Reisfreunde von den beiden nachfolgenden Produkten: Beim "Globus Parboiled Natur-Reis" wurde eine sehr starke Belastung mit Arsen, und beim "Gepa Bio Basmatireis" mit Pestiziden und Mineralstoffen festgestellt (beide "ungenügend").

Quelle: ntv.de, awi