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Wirksame Antragstellung Kindergeldantrag per E-Mail geht in Ordnung

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Nach dem Einkommensteuergesetz ist das Kindergeld lediglich schriftlich bei der Familienkasse zu beantragen.

(Foto: imago/Sven Simon)

Amtliche Vordrucke können mitunter schwer verständlich sein. Und nicht immer sind sie wirklich notwendig. Wer zum Beispiel Kindergeld beantragen möchte, muss nicht zwingend das Formular ausfüllen.

Ein Antrag auf Kindergeld, der in Form einer E-Mail an die zuständige Familienkasse gestellt wird, ist grundsätzlich zulässig. Voraussetzung ist lediglich, dass die Mail alle für die Genehmigung notwendigen Angaben enthält. Auf ein entsprechendes Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz weist Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler hin.

In dem konkreten Fall hatte eine Mutter von zwei Kindern der zuständigen Familienkasse eine E-Mail geschrieben und sich erkundigt, warum sie seit Monaten kein Kindergeld mehr erhalten habe. Die Familienkasse teilte der Mutter mit, dass die Kinder nicht mehr im Haushalt des bisherigen Kindergeldberechtigten leben würden. Die Mutter habe einen Antrag zu stellen und einen Nachweis über die Aufnahme der Kinder in ihrem Haushalt zu erbringen.

Nach Ablauf der gesetzten Frist lehnte die Familienkasse den formlosen Antrag auf Kindergeld aus der E-Mail ab, da kein formeller Antrag auf amtlich vorgeschriebenem Vordruck eingereicht wurde. Das Finanzgericht erklärte das für unzulässig. Die Mail stelle bereits einen wirksamen Antrag auf Gewährung von Kindergeld dar. Auch die eigenhändige Unterschrift ist laut Finanzgericht entbehrlich.

Schriftlich bei Familienkasse beantragen

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"Nach dem Einkommensteuergesetz ist das Kindergeld lediglich schriftlich bei der Familienkasse zu beantragen", sagt Daniela Karbe-Geßler. Formvorgaben seien hingegen nicht geregelt. Darum genüge eine E-Mail. Die Familienkasse als Beklagte hat gegen die Nichtzulassung einer Revision Beschwerde beim Bundesfinanzhof eingereicht.

Kindergeld wird bis zum 18. Lebensjahr des Kindes gezahlt. Eltern können es unter bestimmten Voraussetzungen auch für volljährige Kinder bekommen. Voraussetzung: Diese befinden sich in einer Ausbildung. Für das erste und zweite Kind werden seit Januar 2021 jeweils 219 Euro gezahlt, für das dritte Kind 225 Euro und für jedes weitere Kind je 250 Euro. In bestimmten Fällen kann diese Leistung aber auch Großeltern zustehen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Großeltern ein Enkelkind in ihren Haushalt aufnehmen, entschied das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az.: 4 K 2296/15).

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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