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Warentest füllt auf Mit Streuhaar gegen die Glatze

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Allzu groß sollten die lichten Partien nicht sein, sonst wirkt das Streuhaar unnatürlich.

Die wenigsten Menschen nehmen eine blanke Birne gelassen hin. Stattdessen greifen von Haarausfall Betroffene zu allerlei Mittelchen gegen den Schwund. Meist vergeblich. Wer kahle Stellen verstecken will, kann dies auch mit Haaren tun. Aus der Puderdose.

Kahlköpfige Männer sind ja nicht selten Ziel so manchen Spottes. Im Gegenzug werden ihnen dann aber auch eine starke Durchsetzungsfähigkeit und eine erhöhte Potenz nachgesagt. Sowohl für den Schwund der Haarpracht als auch die vermeintliche Heldentaten, wird das Hormon Testosteron verantwortlich gemacht. Was aber so nicht stimmt. Vielmehr beendet ein Stoffwechselprodukt dessen, das sogenannte Dihydrotestosteron (DHT), den Lebenszyklus des Haares frühzeitig, bei einer entsprechenden erblichen Veranlagung.

Testosteron kann also bis zum Anschlag vorhanden sein, ohne das zwangsläufig die Haare rieseln. Und auch die Mär vom potenten glatzköpfigen Liebhaber ist damit passé. Aber vielleicht gelten von Haarausfall Betroffene ja auch deshalb als besonders begehrenswerte Bettgefährten, weil sich deren Gespielinnen beim Liebesakt so schön in den blanken Birnen spiegeln können. Wer weiß? Abgesehen davon sind auch Frauen vom genetisch bedingten Haarausfall betroffen. Auch wenn dieser bei ihnen meist weniger verheerend verläuft als beim Mann.

Der oftmals als Malus empfundene Schwund wird nun mit einer Vielzahl an Mittelchen oder auch operativen Eingriffen zu bekämpfen versucht - mit unterschiedlichem Erfolg.

Der verklebte Schopf hält Wind und Wetter stand

Wer darauf keine Lust oder auch schon alles versucht hat, greift nicht selten zu Perücke oder Mütze - oder aber zum Streuhaar. Hierbei handelt es sich um ein Microfaser-Puder, der einfach auf die kahlen Stellen gestreut wird und diese dadurch optisch auffüllt. Neues Wachstum wird so allerdings nicht erzeugt, sondern es werden lediglich die lichten Partien kaschiert. Und allzu groß sollten diese dann auch nicht sein, damit die Täuschung gelingt, wie die Stiftung Warentest berichtet.

Und die muss es wissen, schließlich hat sie ein Produkt vom Drogeriemarkt DM, "Cover Hair Color" (9,95 Euro), an 20 Frauen und Männern getestet und ist mit dem Ergebnis zufrieden. Zunächst wurde für die Untersuchung das Puder auf das Haar der Probanden aufgetragen - auf frisch gewaschenem Haar hält er besser als auf fettigem - und anschließend mit dem dazugehörigen Spray (4,90 Euro) fixiert.

Das Streu­haar gibt es in vier Farbtönen von schwarz bis blond. Die Probanden und zwei Friseu­rinnen ­beurteilten das Ergebnis. Ihr Fazit: Die optische Verdichtung der Haare gelingt gut und wirkt natürlich, das Haar bekommt Volumen und Fülle. Alternativ kann der Puder wohl auch mit gewöhnlichem und preiswerterem Haarspray zum haften gebracht werden.

Der so aufgefüllte und verklebte Schopf hält Wind und Wetter stand. Auch verrinnt und verschmiert das Puder kaum, wie anhand von den Kopfkissenbezügen der Testpersonen festgestellt wurde. Nur allzu starker Regen dürfte zum Problem werden. Genau wie die nächste Haarwäsche. Denn die beendet den Zauber dann mit Sicherheit.      

Quelle: n-tv.de, awi

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