Ratgeber

Preisaufschläge um 120 Prozent Paketdienste im Vergleich

Früher brachte man Pakete ganz einfach zur Post. Heute kann der Weg auch in den nächsten Zeitungskiosk oder zum Bäcker führen, wenn dieser mit einem Paketdienstleister kooperiert. Wahlweise kann man das Päckchen aber auch von einem Kurier abholen lassen. Vorher sollte man sich aber über die Preise informieren, denn die sind - je nach Anbieter, Paketgröße und Zielgebiet - ganz unterschiedlich.

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Kurz vor Weihnachten herrscht Hochkonjunktur in den Logistikzentren.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Rund sechs Millionen Pakete werden in Deutschland täglich auf die Reise geschickt. Ob Geschenke an die Lieben, Ebay-Käufe oder eine Flasche Wein für den Geschäftspartner – alle Sendungen sollen ihre Empfänger unversehrt erreichen und das Ganze möglichst auch preiswert und schnell. Pünktlich zum vorweihnachtlichen Päckchen-Boom hat das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) im Auftrag von n-tv die acht wichtigsten Paketdienstleister unter die Lupe genommen und geprüft, wie es um Versandqualität, Service und Preise im Privatkundenbereich steht.

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Insgesamt ist das Ergebnis recht erfreulich: Die Branche zeigte insgesamt eine gute Servicequalität und punktete durch Schnelligkeit beim Versand. 82 Prozent der Sendungen erreichten nach einem Tag den Empfänger. Doch nicht jedes Paket kam unbeschadet an: Rund 22 Prozent der Testpakete wurden während des Transports starken Stößen ausgesetzt, verschmutzt oder sogar beschädigt. Geprüft wurde das unter anderem mit einem Stoßindikator an den 80 Test-Paketen.

Preisvergleich lohnt sich immer

Wer sich im Internet oder per Telefon über die Versandbedingungen informieren will, findet meist schnell, was er sucht. Meistens dürfte es dabei um die Preise gehen. Hier zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Logistikern.  Im Vergleich der teuersten und günstigsten Angebote ergaben sich durchschnittliche Preisaufschläge von 123 Prozent bei Sendungen innerhalb Deutschlands. Einen absolut günstigsten Anbieter gab es hier aber nicht, die Preise variierten je nach Versandart und Größe der Sendung. Mit Hermes kann man im Allgemeinen nicht viel falsch machen, kleine Sendungen sind aber auch bei DPD und GLS preiswert, schwere Kisten hingegen versendet DHL am günstigsten. Auch im internationalen Versand machten je nach Zielland und Paketgröße unterschiedliche Anbieter das Rennen."Vergleichen lohnt sich allemal, besonders bei schweren Sendungen übersteigen die höchsten Preise die des günstigsten Angebot bis zu fünf Mal", resümiert DISQ-Chef Markus Hamer.

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Das Gesamtranking.

Gesamtsieger der Studie und damit "Bester Paketdienst 2011" wurde DHL. Die Leistungen des Post-Paketdienstleisters waren sowohl bei der Serviceanalyse als auch bei der Preisanalyse überzeugend. Platz zwei belegte GTS und zeigte die besten Preise bei der Paketabholung durch einen Kurier. Der drittplatzierte DPD punktete mit guten Serviceleistungen und günstigsten Paketpreisen bei Selbstabgabe. UPS setzte sich im Servicebereich an die Spitze und wurde sowohl bei dem Versand- als auch bei dem Telefon-Test Erster.

Quelle: ntv.de, ino

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