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Ruheständler aufgepasst Rentenversicherung hilft bei der Steuer

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Wer eine Einkommensteuerklärung abgeben muss, muss nicht in jedem Fall Steuern zahlen.

(Foto: imago stock&people)

Unter gewissen Umständen müssen Rentner eine Steuererklärung anfertigen. Wenn sie damit überfordert sind, sorgt ein Dokument der Rentenversicherung für Erleichterung.

Viele Rentner sind mittlerweile verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben. Dies ist immer dann der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen den jährlichen Grundfreibetrag überschreitet. Grundsätzlich gilt: Eine Einkommensteuererklärung wird immer dann verlangt, wenn der Rentner mit seinen Einkünften über dem Grundfreibetrag liegt. Dieser lag 2017 für Alleinstehende bei 8820 Euro und für Verheiratete bei 17.640 Euro. Allerdings kommt es nicht nur auf die Höhe der Rente an, sondern auch darauf, wann jemand in den Ruhestand gegangen ist. Denn Renten werden erst seit 2005 teilweise besteuert.

Wer 2005 in Rente gegangen ist, muss 50 Prozent der Rente versteuern. Ein lediger Rentner kann in diesem Fall nach Angaben des Bundes der Steuerzahler insgesamt 17.892 Euro Rente pro Jahr beziehen, ohne dass er steuerpflichtig wird. Wer hingegen erst 2015 in den Ruhestand ging, muss schon 70 Prozent der Rente versteuern. Hier liegt die höchste steuerfreie Jahresbruttorente bei 14.567 Euro. Kommen weitere Einnahmen wie zum Beispiel eine Betriebsrente oder eine private Rentenversicherung hinzu, muss noch einmal neu gerechnet werden.

Wer unsicher ist, ob er eine Einkommensteuererklärung machen muss, sollte sich Hilfe suchen, zum Beispiel bei einem Lohnsteuerhilfeverein oder einem Steuerberater.

Damit das Finanzamt den steuerpflichtigen Anteil der gesetzlichen Rente korrekt ermitteln kann, müssen Rentner ihrer Steuererklärung die ausgefüllten Steuervordrucke "Anlage R" und "Anlage Vorsorgeaufwand" beifügen. Hierbei hilft ihnen eine kostenlose Bescheinigung der Rentenversicherung: die "Mitteilung zur Vorlage beim Finanzamt".

Die Bescheinigung enthält alle steuerrechtlich relevanten Beträge mit Hinweisen, in welchen Zeilen der Steuervordrucke die Werte einzutragen sind. Wer sie einmal beantragt hat, erhält sie in den Folgejahren automatisch zugesandt. Soweit die Rentenbezugsmitteilung erstmalig benötigt wird, kann sie per Brief, Fax, Telefon oder Internet angefordert werden. Wichtig: Bei der Anforderung ist die persönliche Rentenversicherungsnummer anzugeben. Wer die Bescheinigung für eine Hinterbliebenenrente benötigt, gibt die Versicherungsnummer des Verstorbenen an.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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