Ratgeber

Hausmittel und PömpelRohr frei! So werden Sie Verstopfungen in der Spüle los

16.01.2026, 19:13 Uhr
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Hausmittel wie Natron, Essig und heißes Wasser helfen, leichte Verstopfungen im Abfluss zu beseitigen und sind eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Reinigern. (Foto: picture alliance / dpa)

Haare, Nudeln, feste Fette: Sie alle verstopfen gern den Abfluss. Wie man das Dauerbrennerproblem im Haushalt einfach löst.

Das Wasser steht in der Dusche oder im Waschbecken – und will einfach nicht mehr abfließen? Verstopfte Abflüsse sind ein häufiges und nerviges Haushaltsproblem. Mit chemischen Reinigern sollte man ihnen dennoch nur als "letzte Option" begegnen, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Denn diese können Materialien angreifen und Dichtungen beschädigen.

Die Verbraucherschützer empfehlen stattdessen, den Verstopfungen mit dem Pömpel oder einer Rohrspirale zu Leibe zu rücken. Der Pömpel löst Blockaden durch Unterdruck, mit der Spirale lassen sich tief sitzende Verstopfungen mechanisch entfernen. Ist der Abfluss direkt unterhalb des Waschbeckens verstopft, kann man den Verbraucherschützern zufolge aber auch einfach einen Eimer unters Waschbecken stellen, den Siphon vorsichtig abschrauben und dann per Hand (mit Handschuh) reinigen.

Mit Backpulver und Essig gegen Verstopfungen

Sie wollen doch gern ohne Pömpel und Co. auskommen? Dann können Sie es mit einfachen Hausmittelchen probieren: Die DIY Academy in Köln empfiehlt, die Verstopfung im Abfluss mit Essig, Natron und heißem Wasser zu lösen.

  • Dafür gibt man etwa drei bis vier Esslöffel Natron oder Backpulver direkt in den Abfluss und gießt 100 bis 150 Milliliter Essig langsam nach.

  • Die Mischung nun bei geöffnetem Fenster etwa eine Viertelstunde einwirken lassen und anschließend ein bis zwei Liter kochendes Wasser langsam in den Abfluss gießen.

  • Das sollte die gelösten Ablagerungen wegspülen.

Gut zu wissen: Abflussverstopfungen beugt man am besten mit Abflusssieben vor. Sie verhindern, dass lange Haare oder Essensreste beim Spülen in die Abwasserleitungen gelangen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät zudem, einmal wöchentlich kochendes Wasser in die Abflüsse von Bad und Küche zu kippen. Dies hilft, Fett- und Seifenreste zu lösen und wegzuspülen.

In einigen Fällen führt aber kein Weg an professioneller Hilfe vorbei. "Insbesondere wenn die Arbeiten die Wasserzuleitungen, also das Frischwasser, betreffen", sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). Hier dürfen nur eingetragene Fachinstallateure ans Werk.

Quelle: ntv.de, awi/dpa

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