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Öko-Test schleckt Das beste Schokoladeneis ist ...

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(Foto: imago/Westend61)

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Schokoladeneis sollte aromatisch, kräftig nach Schokolade und süß schmecken und sich im Mund cremig, glatt und geschmeidig anfühlen. Nebenbei sollten die Inhaltsstoffe unbedenklich sein. Die Messlatte liegt also hoch. Öko-Test verrät, welche Produkte diese genommen haben.

Bereits in der Antike erfreuten sich wohlhabende Griechen und Römer an Eiscreme. Heutzutage ist die Leckerei glücklicherweise für jedermann erschwinglich. Grund genug für Öko-Test, bei Haushaltspackungen mit Schokoladeneis einmal genauer nachzuschmecken.

Zu diesem Zweck wurde 20-mal Schokoladeneis eingekauft, darunter Eigenmarken der Discounter und Supermärkte, Bio-Produkte und bekannte konventionelle Marken wie Mövenpick, Cremissimo, Landliebe und Ben & Jerry’s sowie Produkte der Tiefkühllieferdienste Eismann und Bofrost. Zu Preisen zwischen 0,90 und 6,98 Euro pro 500 Milliliter. Da Schokoladeneis sehr häufig Einlagen wie Schokoraspeln oder -soße bis hin zu Gebäckstückchen enthält, handelt es sich nur bei einem Viertel der Produkte im Test um klassisches Eis ohne Extras.

Mehr als nur Geschmack entscheidend

Damit sich ein Eis "Eiscreme" nennen darf, muss es mindestens zehn Prozent Fett aus Milch enthalten. Das hat ein Labor für Öko-Test über eine Messung der im Milchfett enthaltenen Buttersäure überprüft. Einige Hersteller geben ihren Produkten Kokosfett als günstigen Ersatz für Vollmilch und Sahne zu, was sie dann natürlich in der Zutatenliste deklarieren müssen.

Die meisten Test-Produkte tragen besondere Auslobungen, beispielsweise "mit frischer Sahne" oder "mit belgischer Schokolade". Im Sensoriktest prüften geschulte Prüfer nicht nur, ob das Eis gut schmeckt und den Grunderwartungen an die Sorte Schokolade gerecht wird, sondern auch, ob sich die ausdrücklich beworbenen Geschmacksrichtungen wenigstens leicht herausschmecken lassen.

Ein spezialisiertes Labor untersuchte das Eis außerdem auf Mineralölbestandteile, mit denen viele Fertiglebensmittel belastet sind. Insgesamt sind die Ergebnisse der Schadstoffprüfung erfreulich. So sind die Fettschadstoffe 3-MCPD und Glycidol im getesteten Schokoladeneis kein Problem. Im Produkt des Tiefkühllieferdiensts Eismann (Schoko-Split Eis 6857, "mangelhaft") hat das Labor jedoch Mineralölbestandteile gefunden, darunter auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH). Zu dieser Stoffgruppe gehören auch krebserregende Verbindungen. Die mit 6,51 Euro hochpreisige "Häagen-Dazs "Belgian Chocolate Eiscreme" weist Gehalte an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH/MOSH-Analoge) auf, welche die Tester als "erhöht" bewerten ("ausreichend"). MOSH reichern sich im menschlichen Körper an. Die gesundheitlichen Auswirkungen sind noch nicht erforscht.

Zwei "sehr gute" für unter einem Euro

Die Latte für ein gutes Schokoladeneis liegt hoch. Viele Marken bestehen aber im Test und schneiden "sehr gut" ab. Darunter auch zwei sehr günstige. Unter anderem sind dies: "Alnatura Schoko Eiscreme mit frischer Sahne" (2,99 Euro pro 500 Milliliter), "Bio Cool Schokoladen Eis" von Ökofrost (2,50 Euro), "Dennree Schoko Eis, Naturland" (2,95 Euro), "Bofrost Dolce do Cioccolata Schokoladen-Eiscreme 1562" (4,30 Euro), "Rios Premium Schokolade Eiscreme" von Lidl (0,95 Euro) und "Romanza Schoko Eiscreme mit Schlagsahne" von Netto für ebenfalls nur 0,95 Euro.

Kleiner Wermutstropfen: Eis ist sehr süß und zu viel Zucker ungesund. Also die Süßigkeit besser maßvoll genießen.

(Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 19. Mai 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, awi

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