Ratgeber

Gut geschützt Sehr gute Sonnencremes günstig zu haben

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Das Beste gegen Sonnenbrand? Ferien im Sauerland! Oder eben eincremen.

(Foto: imago/Westend61)

Die gute Nachricht lautet: Es ist Sommer. Weniger erfreulich für so manchen: Es muss sich wieder mit entsprechenden Produkten vor der Sonne geschützt werden. Denn ohne die Pampe auf der Pelle droht weit Schlimmeres als Falten. Warentest verrät, was geschmiert werden darf.

Sonnenlicht ist für Mensch und Natur lebenswichtig, kann aber auch eine Menge Schaden anrichten. Zum Beispiel Hautschäden durch die UV-Strahlen. Wobei eine vorzeitige Faltenbildung zwar nicht schön ist, aber auch nicht gefährlich. Bei Hautkrebs sieht die Sache jedoch anders aus. Oberstes Gebot für Sonnenanbeter lautet also: einschmieren - mit der richtigen Sonnencreme.

Die Stiftung Warentest hat sich der Thematik angenommen und die passende Untersuchung zum Wetter durchgeführt, also Sonnenschutzprodukte untersucht. Getestet wurden 19 Sprays, Cremes und Lotionen mit hohem und sehr hohem Lichtschutzfaktor ­­(LSF) von 30 bis 50+. Der LSF gibt an, um wie viel Mal sich die Eigenschutzzeit der Haut verlängert, wenn man das Mittel aufgetragen hat. Sonnenschutz muss reichlich und mehrfach am Tag auf der Haut verteilt werden. Insbesondere dann, wenn zuvor Wasserkontakt bestand.

Preiswert und sehr gut

Erfreuliches Ergebnis: 17 Produkte im Test wurden für "gut" oder "sehr gut" befunden, wobei erstklassiger Schutz bereits für unter 3 Euro pro Tube zu haben ist. Dass teuer nicht automatisch gut bedeutet, beweisen eindrucksvoll das hochpreisige "The Ritual of Karma Sun Protection Milky Spray" von Rituals (9,30 Euro/100 ml) und die mit 21,70 Euro pro 100 ml sehr teure "Speick Sun Sonnencreme". Denn die kassierten wegen Unterschreitung des angegebenen Sonnenschutzfaktors (UVB) als einzige ein "mangelhaft".

Deutlich geeigneter sind da beispielsweise die "Sundance Sonnenmilch mit LSF 30" von DM, die "Ombre Sun Ultra Sensitiv Sonnencreme" mit LSF 30 von Aldi (3,90 Euro/100 ml), die "Elkos Sun Sonnenmilch" mit LSF 30 von Edeka (1,10 Euro/100 ml) oder die "Sun Ozon Sonnenmilch" mit LSF 50 von Rossmann (1,63 Euro/100 ml). Sie alle wurden mit "sehr gut" bewertet.

Schmieren, schmieren, schmieren

Und noch mehr gute Nachrichten: Sonnencreme ist oft mehrere Jahre haltbar. Wenn das Mindeshaltbarkeitsdatum nicht ­­­mehr auszumachen ist, geben Aussehen und Geruch Hinweise darauf, ob das Mittel noch brauch­bar ist. Exemplarische Prüfungen der Stiftung Warentest ergaben: Sieht das Produkt noch so aus wie nach dem Kauf, hält es den Sonnen­schutz­faktor normaler­weise ein. Entsorgt sollten dagegen Produkte werden, deren Bestand­teile sich voneinander absetzen, die ausflocken oder komisch riechen.

Vollen Sonnen­schutz bieten die Produkte aber nur, wenn sie reichlich und regel­mäßig aufgetragen werden. Fast alle Anbieter bewerben ihre Produkte als "wasser­fest". Doch ein Teil des Schutzes kann beim Baden verloren gehen. Auch wer Sport treibt und schwitzt, sollte deshalb regel­mäßig nach­cremen. Grundsätzlich gilt hier: nicht kleckern, sondern klotzen.

Um den angegebenen Sonnen­schutz­faktor zu erreichen, braucht eine 1,80 Meter große Person etwa 40 Milliliter für den ganzen Körper, was etwa drei Esslöffeln entspricht. Wer kleiner ist, kommt mit etwas weniger aus. Bei einem Sonnenbad pro Tag reicht eine 200-Milliliter-Flasche also höchstens für etwa fünf Tage.

Aber vielleicht erhöht ja auch folgende Information die Motivation, ausreichend und regelmäßig zu schmieren: So ist der eine oder andere Experte der Meinung, dass Sonnencreme ein äußerst preiswertes Mittel gegen Falten ist. 

Quelle: n-tv.de, awi

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