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Mobilfunk auf Reisen So günstig im Urlaub telefonieren

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Kaum jemand möchte im Urlaub auf sein Smartphone verzichten. Doch außerhalb der EU kann Mobilfunk enorme Kosten verursachen.

(Foto: imago/Christian Ohde)

Extragebühren fürs mobile Telefonieren im EU-Ausland sind schon lange Geschichte. Und ab morgen werden auch noch die Kosten für Gespräche von daheim in die Netze anderer EU-Länder gedeckelt. Außerhalb der EU bleibt das Smartphone aber oft ein Kostenrisiko.

Wer Urlaub in Indonesien macht, zahlt je nach Anbieter und Tarif bis zu 6,70 Euro pro Gesprächsminute. Und das Verschicken eines ein Megabyte großen Fotos kann in den USA mehr als 26 Euro kosten, wie die Stiftung Warentest in einem Vergleich erhoben hat ("Finanztest" 6/19).

Es gibt zwar auch Provider und Tarife, die für dieses Gespräch und diese Datennutzung in den gleichen Ländern nur jeweils knapp 1 Euro verlangen - aber allein für eine Urlaubsreise wird wohl niemand seinen Mobilfunktarif wechseln.

Auch wenn die Preise für eingehende Anrufe international unter denen für ausgehende Gespräche liegen, raten die Experten davon ab, sich auf Reisen außerhalb der EU häufig anrufen zu lassen. Besser sucht man sich ein WLAN und telefoniert über eine Messenger-App. Das sei auch eine gute Lösung für Prepaid-Kunden, für die Roaming in bestimmten Ländern nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.

Den Smartphone-Speicher füllen

Wichtig ist es den Angaben nach zudem, unmittelbar vor der Reise in Länder außerhalb der EU die Mailbox abzuschalten, weil dort eingehende Anrufe Kosten verursachen. Im gleichen Zug gelte es, sich vor der Reise bei seinem Anbieter über die Bedingungen im Zielland zu informieren - insbesondere wenn man sein Smartphone stark nutzen möchte. Die Tarif-Info-SMS, die man nach der Landung oder beim Überqueren der Grenze erhält, reiche nicht.

Beim Thema mobile Datennutzung raten die "Finanztest"-Experten schon daheim im WLAN den Smartphone-Speicher mit allem zu füllen, was man unterwegs benötigt - also etwa Offlinekarten, Musik, Videos, Serien oder Filme.

Für Anrufe ins EU-Ausland gab es bisher keine Kosten-Obergrenzen. Ab dem 15. Mai kosten Telefonate von Deutschland in ein anderes EU-Mitgliedsland nur noch maximal 19 Cent pro Minute - unabhängig davon, ob das Gespräch vom Festnetz- oder Mobiltelefon geführt wird. Zudem werden die Kosten für das Versenden von SMS-Kurznachrichten dann bei 6 Cent gedeckelt. Die neue EU-Regelung folgt auf die Abschaffung der Roaming-Gebühren, die bereits seit Sommer 2017 entfallen.

Quelle: n-tv.de, awi/dpa

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