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Betrunken auf dem E-Tretroller Wann ist der Führerschein in Gefahr?

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Nach Paragraf 8 des Straßenverkehrsgesetzes ist die verschuldensunabhängige Haftung dann ausgeschlossen, wenn ein Fahrzeug auf ebener Strecke nicht mehr als 20 km/h erreicht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wer es nach zwei, drei Gläsern Bier oder Wein nicht mehr zu Fuß nach Hause schafft, sollte stattdessen nicht den E-Tretroller nehmen. Denn auch hier droht bei zu viel Promille im Blut der Führerscheinentzug.

Wer einen E-Tretroller nutzen will, muss sich an dieselben Promillegrenzen halten wie beim Fahren eines Autos. Wer mit zu viel Alkohol im Blut angehalten wird, kann im Einzelfall aber dennoch seinen Führerschein behalten. Dabei kommt es darauf an, dass von der Rollerfahrt keine Gefahr ausgeht, wie ein Urteil des Amtsgerichts Dortmund zeigt, auf das der ADAC hinweist.

In dem verhandelten Fall (Az.: 729 Ds 060 Js 513/19-349/19) ging es um einen Mann, der nachts um 0.30 Uhr mit einem E-Scooter durch eine leere Fußgängerzone gefahren war. Eine Polizeistreife hielt ihn an und stellte Alkoholgeruch fest. Die Alkoholkontrolle ergab 1,4 Promille, allerdings waren keine Ausfallerscheinungen festzustellen. Eine Anzeige wegen Trunkenheit im Straßenverkehr folgte.

Fahrverbot ja, Entzug der Fahrerlaubnis nein

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Das Gericht verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe und vier Monaten Fahrverbot. Vom eigentlich ab 1,1 Promille üblicherweise folgenden Entzug der Fahrerlaubnis sahen die Richter dagegen ab - mit der Begründung, der Mann sei nachts in einer menschenleeren Fußgängerzone unterwegs gewesen, was keine Gefahrensituation bedeutet habe, wie es bei einer Autofahrt oder einer Rollerfahrt auf der Straße der Fall gewesen wäre. Außerdem gab es keine Auswirkung auf den fließenden Verkehr, der Mann war ohne Ausfallerscheinungen und zudem einsichtig.

Grundsätzlich gilt: Die als Elektrokleinstfahrzeug geltenden E-Scooter dürfen maximal 20 Kilometer je Stunde schnell sein. Die Fahrer müssen mindestens 14 Jahre alt sein und dürfen nur auf Radwegen fahren - oder auf der Straße, wenn es keinen Radstreifen gibt. Gehwege sind hingegen tabu. Vorgeschrieben ist eine selbstklebende Haftpflicht-Versicherungsplakette, die hinten angebracht werden muss. Anders als bei Fahrrädern oder E-Bikes gelten für E-Scooter die strengeren Promillegrenzen für Kraftfahrzeuge. Das heißt, für Fahranfänger gilt die 0,0 Promillegrenze, für alle anderen Fahrer ist mit 0,5 Promille Alkohol im Blut Schluss. Ansonsten drohen Bußgeld und Fahrverbot.

Quelle: ntv.de, awi/dpa