Ratgeber

Corona-Regeln zum Jahreswechsel Was ist an Silvester erlaubt?

imago0108552892h.jpg

Geht da was?

(Foto: imago images/Fotostand)

Wenig überraschend steht auch das Jahresende im Zeichen der Corona-Pandemie. Ist normalerweise zu Silvester Party und Böllern angesagt, ist nun Zurückhaltung gefragt. Das gilt am 31.12. im harten Lockdown.

Gemeinsam mit Freunden oder der Familie das alte Jahr ausklingen lassen und das neue mit einem satten Knall oder Feuerwerk begrüßen? Nee, diesmal besser nicht. Das Corona-Jahr 2020 geht zwar zu Ende, aber darum schert sich das Virus nicht. Noch mindestens bis zum 10.01.2021 gilt es in Deutschland noch, die Füße stillzuhalten. Stichwort: Harter Lockdown. Fragen und Antworten zum Thema:

Darf man also Silvester gar nicht feiern?

Die gute Nachricht lautet: Gefeiert werden darf. Aber eben nur im ganz kleinen Kreis. Während zunächst Lockerungen für Weihnachten und Silvester angekündigt waren, gilt im harten Lockdown nun wieder eine Beschränkung auf private Treffen von maximal fünf Personen aus maximal zwei Haushalten. Kinder unter 14 Jahren sind hiervon ausgenommen. Das gilt auch für Silvester. Feiern mit Freunden ist also nur beschränkt möglich. Das war die schlechte Nachricht.

Ist Böllern erlaubt?

Jein. Der Verkauf von Pyrotechnik wird dieses Jahr vor Silvester generell verboten. An Silvester und Neujahr herrscht außerdem ein An- und Versammlungsgebot. Die jeweiligen Kommunen haben zumeist auch außerdem Feuerwerksverbote für "publikumsträchtige" Plätze in der Öffentlichkeit ausgesprochen. Auch wenn noch Raketen von letztem Jahr übrig sein sollten, rät die Bundesregierung in ihrem Beschluss dringend vom Zünden von Feuerwerk ab, denn dabei entstehende behandlungsnotwendige Verletzungen könnten das stark strapazierte Gesundheitssystem noch zusätzlich belasten.

Ganz eindeutig ist die Regelung zum privaten Feuerwerk zum Jahreswechsel aber nicht. Der Verkauf von Feuerwerk und Pyrotechnik der Kategorie F2 ist in diesem Jahr in Deutschland zwar verboten. Ausnahmen gelten nur für Kleinstfeuerwerk wie Knallerbsen, Tischfeuerwerk und Wunderkerzen (Kategorie F1), das ganzjährig verkauft werden darf.

Dürfen noch alte Böller und Feuerwerk verwendet werden?

Tatsächlich ist nicht so ganz klar, was verboten ist und was nicht. Manche Bundesländer haben ausdrücklich nur den Verkauf von Feuerwerk verboten. Das Zünden bliebe damit faktisch erlaubt. In anderen Bundesländern ist beides verboten. Oder manchmal auch nur an bestimmten Plätzen. Allerdings sind die Regelungen auch in einzelnen Städten unterschiedlich. Feuerwerksfreunde sollten sich also in ihrem jeweiligen Ort schlaumachen, ob Knallen erlaubt ist.

Darf man sich Böller aus dem Ausland besorgen?

Über die Grenze nach Polen zu fahren und sich dort mit Feuerwerk einzudecken, ist grundsätzlich keine gute Idee. Den Böllern dort fehle häufig die CE-Kennzeichnung, die in Deutschland erforderlich ist. Ohne die fallen die Böller unter das Sprengstoff-Gesetz und wenn man damit erwischt wird, drohen empfindliche Strafen. Schon der Kauf von illegalen Feuerwerkskörpern kann mit einer Freiheitsstrafe von drei Jahren bestraft werden - egal ob man sie zündet oder nicht. Wer Feuerwerk über die Grenze bringen will, muss das außerdem dem Zoll melden. Zudem sind auch Einkaufsausflüge nach Polen gerade nicht ohne Weiteres möglich. Auch wer kürzer als 24 Stunden im Nachbarland war, muss sich nach der Einreise in Deutschland erst einmal zehn Tage in Quarantäne begeben. Erst nach fünf Tagen in der Isolation kann man sich gegebenenfalls mit einem Corona-Test wieder freitesten.

Auch wer CE-gekennzeichnete Feuerwerkskörper auf dem Schwarzmarkt erwirbt, muss je nach Bundesland mit einem Bußgeld rechnen, im schlimmsten Fall bis zu 25.000 Euro. Bei allem, was unter Feuerwerk oder Pyrotechnik fallen würde, ist in diesem Jahr besondere Vorsicht angebracht.

Mehr zum Thema

Ist Alkohol in der Öffentlichkeit erlaubt?

Auch das Anstoßen draußen fällt in diesem Jahr aus: Im öffentlichen Raum ist das Konsumieren alkoholischer Getränke vom 16. Dezember bis zum 10. Januar verboten. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld. Na dann prost.

Quelle: ntv.de, awi

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.