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Nach dem Einbruch Wird auch Bargeld ersetzt?

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Oft ist die Haftung bei höheren Bargeldbeständen beschränkt.

(Foto: imago stock&people)

Schlagen Diebe zu, zahlt die Hausratsversicherung. Wenn denn eine vorhanden ist. Doch ob diese auch für entwendete Bargeldbestände aufkommt, ist eine andere Frage, die vor Gericht geklärt werden muss.

Neben geeigneten Sichererungsmaßnahmen des eigenen Besitzes gegen Einbrecher sollte auch eine Hausratsversicherung vorhanden sein. Denn diese kommt für den Wiederbeschaffungswert des gestohlenen Hausrats auf sowie für Schäden, die durch den Einbruch entstanden sind. Dabei sollte die Schadensmeldung zügig erfolgen, da bereits mehrere Wochen später der Versicherungsschutz zum Teil verloren gehen kann. Neben einer Anzeige bei der Polizei sollten auch die Schäden für die Versicherung durch Fotos dokumentiert werden.

Ob allerdings auch Bargeld zum entwendeten Hausrat gehört, hatte das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg zu klären (Az.: 5 U162/16).

In dem verhandelten Fall hatte ein Restaurantbesitzer nach einem Einbruch den Schaden seiner Versicherung gemeldet. Er hatte in seinen Privaträumen auch Trinkgelder aus dem Restaurantbetrieb in erheblicher Höhe aufbewahrt. Die Versicherung wies auf ihre allgemeinen Vertragsbedingungen hin, aus denen sich ergibt, dass Bargeld, wenn es nicht in einem Tresor aufbewahrt wird, nur bis zu einem Betrag von 1100 Euro ersetzt wird.

In Unkenntnis der Klausel hielt der Mann diese für nicht wirksam. Die Versicherung hätte ihn bei Vertragsabschluss gesondert auf eine solche Klausel hinweisen müssen, argumentierte er. Dies gelte umso mehr, als die Versicherung bei einem Restaurantbesitzer damit rechnen müsse, dass die Trinkgelder in bar aufbewahrt werden. Weil die Versicherung einen solchen expliziten Hinweis versäumt habe, könne sie sich nicht auf die Beschränkung der Schadenssumme beharren.

Das Gericht sah die Sache jedoch anders. Demnach habe die Versicherung keine gesonderte Hinweispflicht. Auch von einem Laien könne erwartet werden, mit einer Begrenzung der Einstandspflicht der Versicherung für Bargeldbeträge zu rechnen, die nicht in einem Tresor aufbewahrt werden. Die Klausel sei weder überraschend noch benachteilige sie den Versicherungsnehmer in unangemessener Weise. Hinzu komme im konkreten Fall, dass die Versicherung dem Mann im Rahmen eines zurückliegenden Versicherungsfalles unter Hinweis auf diese Klausel bereits einmal nur einen gekürzten Bargeldbetrag ersetzt hatte. Er hätte die Klausel also kennen müssen. 

Quelle: n-tv.de, awi

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