Reise

Hilft mehr Überwachung? Paris soll für Touristen sicherer werden

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Fanmeile am Eiffelturm in Paris im Juli 2016: Trotz EM erlitt Frankreich im vergangenen Jahr einen Einbruch bei den Besucherzahlen.

(Foto: dpa)

In den vergangenen zwölf Monaten kamen 1,5 Millionen Touristen weniger nach Paris als zuvor - trotz der Fußball-Europameisterschaft. Die Stadt leidet unter den Folgen der Terrorserie in Frankreich. Nun will Paris mehr für die Sicherheit seiner Gäste tun. Nur wie?

Paris ist eine der meistbesuchten Städte der Welt. Im "Global Destination Cities Index 2016" liegt die französische Hauptstadt auf Platz drei. Doch in den letzten Monaten lief es nicht so gut, die Kurve mit den Besucherzahlen ging deutlich nach unten.

Nach einer Sommersaison mit deutlich weniger Besuchern will Paris nun mehr für die Sicherheit seiner Gäste tun. Das ist der Kern eines neuen Konzepts, mit dem der Fremdenverkehr in der französischen Hauptstadt angekurbelt werden soll, wie die Stadt Paris mitteilte. Laut ergänzenden Medienangaben sollen unter anderem zusätzliche Überwachungskameras installiert werden.

Elf Prozent weniger Besucher

Seit vergangenem November kamen nach Angaben der Stadt 1,5 Millionen Touristen weniger nach Paris als zuvor - trotz der Fußball-Europameisterschaft. Laut Jean-François Martins, Stellvertreter der Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo und für Tourismus zuständig, ging die Besucherzahl 2016 von Januar bis Oktober um elf Prozent zurück. (Mit etwa 24 Millionen ist sie allerdings immer noch sehr hoch.) Die Metropole an der Seine mit weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie dem Eiffelturm und dem Louvre-Museum leidet unter den Folgen der Terrorserie in Frankreich.

Islamistische Terroristen brachten vor einem Jahr in der Hauptstadt 130 Menschen um. Zudem wächst die Angst vor Überfällen. Auch ein prominentes Opfer gab es in jüngster Zeit: Maskierte Räuber bedrohten im Oktober den US-Medienstar Kim Kardashian und erbeuteten nach deren Angaben Schmuck im Wert von rund neun Millionen Euro.

Laut Medienberichten bettet sich die neue Strategie für Paris in einen nationalen Tourismusplan ein. Dafür will die Regierung des Sozialisten Manuel Valls rund 40 Millionen Euro in die Hand nehmen. Frankreich will unbedingt seinen Platz als weltweites Tourismusland Nummer eins halten. Im vergangenen Jahr hatten die Behörden 84,5 Millionen ausländische Besucher gezählt.

Quelle: ntv.de, abe/dpa

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