Fußball-WM 2019

Harter Kampf um Tokio 2020 Olympia-Traum setzt DFB-Elf unter Druck

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Bei der DFB-Elf steht auch Trainieren für den Traum von Olympia auf dem Plan.

(Foto: picture alliance/dpa)

Europa dominiert die Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich. Die USA sind der einzige Viertelfinalist, der nicht diesen Kontinent vertritt. Auch die DFB-Elf spielt noch mit um den Titel – und kämpft um die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020.

"Wir wollen die Olympia-Qualifikation schaffen", sagen die deutschen Fußballerinnen immer wieder angesprochen auf ihr Ziel bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich. Nicht der WM-Titel ist das erste Ziel, sondern ein Turnier, das noch zwei Jahre entfernt liegt. Klar, schließlich ist Deutschland Titelverteidiger nach dem Sieg in Rio de Janeiro 2016. Denn ein Freiticket gibt es für die DFB-Elf nicht, das bekommt lediglich der Gastgeber. In diesem Fall also Japan, da die Olympischen Spiele 2020 in Tokio stattfinden.

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Doch der Kampf um die Qualifikation ist hart, nur drei europäische Teams dürfen in Tokio teilnehmen. Und die Tickets werden eben bei dieser WM ausgespielt. Die drei Besten können also nicht nur eine gute WM-Platzierung feiern, sondern auch die Olympia-Ehre. "Dafür müssen wir das Halbfinale erreichen", hatte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg schon vor WM-Beginn prognostiziert. Sie war also schon zuvor von einer starken Konkurrenz ausgegangen. Doch nun spitzt sich die Lage weiter zu.

"Empfinde gar nicht so viel Druck"

Sieben von acht Viertelfinalisten kommen aus Europa, einziger "externer" Vertreter ist der Titelverteidiger USA. Deutschland tritt im Viertelfinale gegen Schweden an (Samstag, 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de). Das bedeutet auch: Mindestens drei europäische Teams werden das Halbfinale erreichen. Verlieren die USA ihr Duell mit dem Gastgeber Frankreich, sind es sogar vier Europäer. In diesem Fall würde das Halbfinale plötzlich nicht mehr ausreichen, um sicher nach Tokio zu reisen. "Dann wäre es weiterhin spannend und immer noch nicht save", sagte Voss-Tecklenburg. Dann hätte das Spiel um Platz drei eine immense sportliche Bedeutung, so besagt es die Regelung der Uefa.

Dennoch ist die 51-Jährige bemerkenswert entspannt: "Ich empfinde gar nicht so viel Druck. Ich glaube das hat viel damit zu tun, dass ich der Mannschaft vertraue", sagte sie. "Ich bin sehr stolz auf diese Entwicklung, die wir bisher hier gehen und glaube, das gibt mir eine gewisse Ruhe." Doch das ausgegebene Ziel ist noch mindestens einen Sieg entfernt. Und so hat die Bundestrainerin auch noch Verbesserungsideen für ihr Team: "Wir sind hochgradig kritisch, vielleicht manchmal zuviel." Aber: "Wir haben vier Mal zu null gespielt." Dennoch müssten ihre Spielerinnen noch cooler werden, es schaffen, eine Situation noch besser zu erkennen. "Von daher wäre es echt wichtig, wenn wir uns für Olympia qualifizieren würden", sagte sie. Es wäre ein nächster Schritt für diese junge Mannschaft, die die Chance bekäme, sich weiterzuentwickeln. Gegen Schweden zählt es also gleich doppelt.

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Quelle: n-tv.de

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