Formel1

Presse zum Ferrari-Desaster "Der Übeltäter heißt Leclerc"

Das nächste Formel-1-Debakel für Sebastian Vettel: Ein Crash mit seinem Ferrari-Stallrivalen Charles Leclerc beim zweiten Saisonrennen sorgt für Riesenfrust. Lewis Hamilton dominiert derweil in Spielberg. Die internationale Presse changiert zwischen Mitleid und Bewunderung.

Großbritannien

"Daily Mail": Lewis Hamilton kick-startete seine Titelverteidigung und gewann den Großen Preis der Steiermark spielend. Das Rennen kontrollierte er vom Start bis ins Ziel. Hamilton feierte seinen Sieg, indem er im Kampf gegen den Rassismus auf dem Podium die Faust reckte.

"The Sun": Lewis Hamilton schipperte zum Sieg beim Großen Preis der Steiermark, indem er von der Poleposition bis zur Zielfahne in den österreichischen Bergen führte. Der regierende Weltmeister war eine Klasse für sich, als er seine sensationelle Darbietung im Qualifying in seinen ersten Rennsieg der Saison verwandelte.

"The Guardian": Hamilton gewinnt den steirischen Grand Prix und Ferrari implodiert. Er verwandelt seine Poleposition in seinen ersten Sieg seit dem Neustart nach einer Kollision zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc.

Italien

"Gazzetta dello Sport": Rotes Desaster. Leclerc versenkt Vettel mit einem verrückten Manöver und stürzt Ferrari in eine tiefe Krise. Maranello erlebt einen Albtraum. Der SF1000 ist langsam und perspektivlos. Chaos herrscht im Team, Ferraris Ambitionen für die Meisterschaft sind bereits verraucht."

"Tuttosport": Ferrari-Desaster beim Großen Preis der Steiermark. Eine Berührung zwischen Charles Leclerc und Sebastian Vettel zum Auftakt des Rennens verdammt beide Piloten zum Rückzug, zum Abschluss eines rabenschwarzen Wochenendes.

"Corriere della Sera": Vom Phänomen zum Problem: Leclerc, ein Pilot mit Talent und Intelligenz, verliert den Kopf und reißt die Scuderia mit sich in den Abgrund. Damit geht ein Albtraum-Grand-Prix zu Ende, den Ferrari am liebsten schnell vergessen möchte. Ferrari hatte sich in der Steiermark Punkte und Zukunftsaussichten erhofft, doch alles ist von Leclercs unberechenbarem Verhalten zerstört worden."

"Corriere dello Sport": Krise im Hause Ferrari. Schwarzes Wochenende für die Scuderia von Maranello. Mit den beiden Ferraris gleich zu Beginn außer Gefecht, holt sich Weltmeister Lewis Hamilton, aus der Poleposition gestartet und die ganze Zeit in Führung, einen leichten Sieg.

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Spanien

"Marca": Ein zweites Rennen auf derselben Strecke nur sieben Tage später hat auf dem Papier schon die Möglichkeit von Überraschungen ausgeschlossen, und so ist es auch gekommen. Auf einen außerordentlich Großen Preis von Österreich folgte ein nerviger Großer Preis der Steiermark, bei dem Lewis Hamilton im Spaziergang von der ersten Runde bis zur Zielfahne fuhr. Es ist der 85. Sieg Hamiltons, dem nur noch 6 zu den 91 Michael Schumachers fehlen.

"As": Hamilton verweist alle auf die Plätze. Aus der Poleposition brachte Lewis Hamilton das Desaster der vergangenen Woche in Ordnung und gewann den Großen Preis der Steiermark ohne Widerstand vor seinem Kameraden Valtteri Bottas.

Frankreich

"L'Équipe": Die Ferrari von Leclerc und Vettel sind am Sonntag schon in er ersten Runde ausgeschieden und versenken die Scuderia in einem Tunnel, dessen Ausgang Tag für Tag in weiterer Ferne liegt. Für Hamilton existierte Ferrari schon nicht mehr, oder höchstens, um sich darüber lustig zu machen.

Österreich

"Kronen Zeitung": Ein Crash, zwei verdutzte Ferrari-Piloten, und das Fiasko in Rot war perfekt. Schlimmer hätte das Rennen für die Scuderia in Spielberg nicht starten können.

Schweiz

"Blick": Die Krise bei Ferrari wird immer schlimmer! Die Schuldfrage hinter dem Fiasko ist indes schnell geklärt. Der Übeltäter heiß Leclerc.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid