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Formel 1 in Bahrain Ferrari dominiert, Mercedes pokert

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Ferrari dominierte das erste Training im Wüstenstaat Bahrain.

(Foto: REUTERS)

Die Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel tanken für das Rennen in Bahrain Selbstbewusstsein. Dabei sticht der Finne den Deutschen aus - doch wie viel das Wert ist, wird sich im Qualifying zeigen. Denn die Silberpfeile pokern.

Ferrari überrascht mit einer starken Leistung beim Wüstentraining von Shakir. Die beiden Piloten Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel belegen die ersten beiden Plätze. Die Silberpfeile liegen deutlich zurück: Weltmeister Lewis Hamilton landet auf Platz 16, Nico Rosberg beendete das Training direkt davor auf Rang 15. Doch vielleicht ist die schlechte Platzierung der beiden Mercedes-Piloten auch nur Taktik. Konstrukteurs-Weltmeister Mercedes ließ sich bei der ersten Session vor dem Rennen am Sonntag (ab 17 Uhr im n-tv.de-Live-Ticker) noch nicht in die Karten schauen.

Mercedes absolvierte zwar mit die meisten Runden im Feld, verfolgt in der Vorbereitung auf den vierten Grand Prix der Saison aber offenbar ein ganz anderes Testprogramm als die Konkurrenz. Während Hamilton und Rosberg für gewöhnlich gleich zum Auftakt der Rennwochenenden ein Ausrufezeichen setzen, verzichtete das Duo dieses Mal darauf. Ein Grund dafür könnte sein, dass Qualifying und Rennen erst jeweils am Abend stattfinden und dabei auch bei deutlich kühleren Temperaturen herrschen.

Die Temperaturen werden auch ein entscheidender Faktor für den Rennverlauf werden. Im Golfstaat herrschen Außentemperaturen von bis zu 37 Grad, der Asphalt heizt sich auf 53 Grad auf. Für Hamilton ist das ein Grund zur Vorsicht: "Ich denke, unter heißeren Bedingungen sind wir nicht so stark wie vielleicht im letzten Rennen. Aber wir werden alles tun, unsere Lehren aus dem Rennen in Malaysia zu ziehen und sehen, dass wir mit diesen Jungs kämpfen können."

Im letzten Rennen, in Shanghai, konnte Mercedes einen Doppelsieg einfahren - doch der Weltmeister rechnet im Wüstenrennen  mit deutlichen Angriffen von Sebastian Vettel im Ferrari: "Ich bin sicher, dass es enger wird als im letzten Rennen". Der Heppenheimer stapelt aber mit Blick auf seinen überraschenden Sieg vor drei Wochen in Malaysia tief. "Vielleicht haben uns die Bedingungen näher herangebracht, als wir in Wahrheit sind. Denn  realistisch gesehen sind beide sehr stark", sagte der 27-Jährige: "Lewis und Nico machen einen großartigen Job, was sie zu starken Gegnern und schwer zu schlagen macht."

Quelle: n-tv.de, sgu/sid

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