Formel1

Formel 1 preist Cockpitschutz "Halo hat definitiv Lewis' Leben gerettet"

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Überfahren, aber nicht schwer verletzt: Der Halo rettet Hamilton.

(Foto: dpa)

Der Cockpitschutz Halo ist bei seiner Einführung in der Formel 1 äußert unbeliebt. Doch nun rettet er schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres Leben. Weltmeister Lewis Hamilton entgeht einem noch schlimmeren Drama nach dem Crash mit Herausforderer Max Verstappen. Die Erleichterung ist groß.

Das Sicherheitssystem Halo hat beim Unfall zwischen Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton und Max Verstappen am Sonntag in Monza Schlimmeres verhindert. Zum zweiten Mal in nicht mal einem Jahr erwies sich der Cockpitschutz damit womöglich als Lebensretter. "Ich muss mich sehr glücklich schätzen. Gott sei Dank gibt es den Halo. Er hat mich gerettet", sagte Hamilton nach dem Großen Preis von Italien.

Titelverteidiger Hamilton und Red-Bull-Herausforderer Verstappen waren eingangs der 26. Runde kollidiert. Beim Kontakt wurde Verstappens Bolide über Hamiltons Mercedes katapultiert, der rechte Hinterreifen traf den Briten am Kopf, der Cockpitschutz Halo schwächte den Einschlag ab.

"Ich habe ein bisschen Schmerzen im Nacken, die schlimmer werden, jetzt, wo das Adrenalin nachlässt", sagte Hamilton: "Es war ein harter Einschlag." Er stehe noch unter Schock.

Mercedes-Sportchef Toto Wolff lobte das System. "Der Halo hat definitiv Lewis' Leben gerettet. Es wäre ein Horror-Unfall gewesen. Ich will gar nicht darüber nachdenken, was gewesen wäre, wenn wir ihn nicht gehabt hätten", sagte er. Jean Todt fasste es in wenigen Worten zusammen: "Froh, dass Halo da war", schrieb der Präsident des Internationalen Automobilverbandes FIA.

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Der Halo - auf Deutsch Heiligenschein - war zur Saison 2018 eingeführt worden, um die Fahrer vor herumfliegenden Teilen zu schützen oder auch, wenn sich ein Wagen unter einen anderen schiebt, wie es vergleichbar in Monza passierte. Bei der Einführung hatte es seinerzeit auch kritische Stimmen gegeben, sowohl wegen der zunächst für manche gewöhnungsbedürftigen Optik, aber auch, weil das Sichtfeld der Fahrer eingeschränkt wird.

Nicht zum ersten Mal erwies sich Halo jedoch schon als richtige und wichtige Maßnahme, um die Sicherheit der Piloten weiter zu erhöhen. Ende November vergangenen Jahres war Romain Grosjean beim Feuerunfall in Bahrain mit hoher Geschwindigkeit in und sogar durch die Leitplanken gerast. Der Wagen war zerteilt worden, der Cockpitschutz aber hatte gehalten und der französische Pilot ist, bis auf Verbrennungen vor allem an den Händen, nicht schwerer verletzt worden.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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