Formel1

F2-Showdown mit F1-Aufstieg? Schumachers Warten hat endlich ein Ende

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Der Plan für 2021 ist klar. Aber geht er auch auf?

(Foto: imago images/Sven Simon)

Ein Ort, vier Rennen: Die Formel 2 reist wie auch die Formel 1 nach Bahrain, Mick Schumacher führt die Gesamtwertung der höchsten Nachwuchsklasse an. Im Wüstenstaat wird die F2-Meisterschaft entschieden - und damit wohl auch die Zukunft des 21-Jährigen. Zumindest, wenn es so läuft wie erhofft.

Schier endlose zwei Monate war Mick Schumacher zum Zuschauen verdammt. Während in der Formel 1 die Titel vorzeitig vergeben wurden und Lewis Hamilton zum Rekordweltmeister neben Micks Vater Michael aufstieg, standen in der Formel 2 und damit auch für den großen Titelanwärter die Räder still. Unentwegt spekuliert wurde allerdings über die Zukunft des meistbeobachteten Motorsporttalents der Welt. Passiert ist seither: nichts.

Damit wird die Entscheidung über Titelgewinn und Formel-1-Aufstieg für Mick Schumacher zu einem Showdown, komprimiert auf die letzten vier Saisonrennen in Bahrain (bis 6. Dezember). "Die Pause war sehr lang. Sie war aber auch gut, um die Batterien wieder aufzuladen, hart zu trainieren. Ich fühle mich bereit und freue mich", sagte Schumacher, der in dem Wüstenstaat allerdings nur bedingt Einfluss auf sein Schicksal hat.

Im Cockpit seines Prema-Boliden ist Schumacher der Gejagte. 88 Punkte sind maximal noch zu gewinnen, der Vorsprung des 21-Jährigen auf seinen ärgsten Verfolger Callum Ilott (England) vor den Rennen am Samstag (10.10 Uhr MEZ) und Sonntag (11.00/jeweils bei Sky) beträgt 22 Punkte. Damit "kann man arbeiten", sagte Schumacher, "aber es ist noch nicht genug, um sich auszuruhen." Der Titel in der Formel 2, es wäre seine zweite wichtige Meisterschaft nach dem Formel-3-Triumph 2018, ist nur das eine Ziel. Entscheidender für Schumachers Karriereweg ist die Frage, ob er 2021 zur Elite der 20 Formel-1-Piloten zählt.

Der Titel beantwortet alle Fragen - oder?

In diesem Punkt liegt die Entscheidung bei Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, der einen Nachwuchsfahrer der Scuderia beim Kundenteam Haas unterbringen will. Für Schumacher spricht selbstredend die Ausstrahlung seines Namens, doch mit seinen diesjährigen Leistungen auf der Strecke hätte er auch sportlich die Berufung in die Formel 1 vollauf gerechtfertigt. Ilott und der Russe Robert Schwarzman scheinen derzeit wenige Argumente auf ihrer Seite zu haben.

"Ich denke nicht, dass wir die letzten Formel-1-Rennen in Bahrain und Abu Dhabi abwarten", sagte Binotto Ende Oktober und fügte an, "in den kommenden Wochen" entscheiden zu wollen. Haas-Teamchef Günther Steiner öffnete zuletzt bereits die Tür für die große deutsche Motorsport-Hoffnung. "Es wäre eine Ehre für uns. Ein Schumacher in der Formel 1, das wäre für Deutschland und für die Formel 1 gut", sagte der Südtiroler bei ntv. Der Weg scheint bereitet.

Doch Zweifel bleiben. Denn Ferrari hätte die Personalie lange vor dem Großen Preis von Bahrain (Sonntag, 15.10 Uhr/RTL und im ntv.de-Liveticker) verkünden können, jeder hätte die Entscheidung verstanden. Sollte Schumacher aber den Titelgewinn in der Formel 2 noch verfehlen und trotzdem berufen werden, wäre der Frust im Lager von Ilott oder Schwarzman unnötig groß. Für Schumacher selbst darf der Weg im Falle des Titels ohnehin nur in die Königsklasse führen: Gemäß Reglement ist der Formel-2-Meister in dieser Klasse nicht mehr startberechtigt.

Quelle: ntv.de, Marco Heibel, sid

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