Formel1

"Rot" schielt auf Pole-Comeback Vettel düpiert Silberpfeile im Mercedes-Reich

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Fix im Ferrari: Sebastian Vettel dominiert die ersten Trainings in Sotschi.

(Foto: REUTERS)

Sebastian Vettel macht da weiter, wo er in Bahrain aufgehört hat. Er ärgert die Silberpfeile und macht die eigene Ferrari-Crew glücklich. Im russischen Sotschi dominiert er das Training. Dabei war die Strecke bisher immer als Mercedes-Revier bekannt.

Mit einer ultraschnellen Runde auf den ultrasoften Reifen hat Sebastian Vettel sich auf den Kampf gegen die leicht schwächelnden Russland-Regenten von Mercedes eingestimmt. Der viermalige Formel-1-Weltmeister fuhr beim Freien Training die schnellste Runde des Tages. Als Zweiter bestätigte Teamkollege Kimi Räikkönen zum Auftakt des Großen Preises von Russland die starke Form von Ferrari. Mit überraschend deutlichem Rückstand folgten die beiden Rivalen von Mercedes: Valtteri Bottas war 0,670 Sekunden langsamer als WM-Spitzenreiter Vettel.

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Der WM-Zweite Lewis Hamilton hatte immer wieder zu kämpfen auf dem Kurs und benötigte 0,709 Sekunden mehr. Für Max Verstappen auf Platz fünf endeten die zweiten anderthalb Stunden auf dem Sotschi Autodrom sogar vorzeitig, der Niederländer musste seinen Red Bull wegen eines Defekts vorzeitig abstellen. Nico Hülkenberg wurde in der schnelleren zweiten Einheit im Renault Achter, Pascal Wehrlein landete im Sauber auf dem 18. und damit drittletzten Platz.

Das erste Freie Training zur frühen Mittagszeit mit Räikkönen auf der eins vor Bottas war nur ein Vorspiel im Kurort am Schwarzen Meer gewesen. Ernst machten die WM-Rivalen in den zweiten 90 Minuten. Jetzt galt es. "Diese Bedingungen werden die gleichen wie in der Qualifikation und im Rennen sein, daher wird das das nützlichste Training sein", twitterte Reifenhersteller Pirelli. Und dann ging es los. Als Erster ließ sich Räikkönen die ultrasoften Reifen aufziehen. Die Gummis mit der lilafarbenen Markierung sind die schnellsten, die Pirelli zu bieten hat, und erstmals in Russland im Einsatz.

Hamilton hat Kurvenproblem

Räikkönen unterbot die bis dahin beste Rundenzeit durch Hamilton auf den supersoften Reifen um eine Sekunde. Dann kam Vettel, den ersten Versuch brach er ab, der Motor stotterte etwas. Beim zweiten schob sich der 29 Jahre alte Heppenheimer vor den 37 Jahre alten Finnen. Der WM-Spitzenreiter und der WM-Vierte, die noch vor dem ersten Training am Morgen neu Turbolader in ihrer Ferraris eingebaut bekommen hatten, forderten den WM-Zweiten Hamilton und den WM-Dritten Bottas heraus.

Vor allem Hamilton versuchte es, kam aber nicht ran. Während er mit der Box funkte, qualmten bei einem harten Bremsmanöver hinter dem deutschen Sauber-Piloten Pascal Wehrlein mächtig die Reifen. Vor allem der mittlere Sektor der 5,848 Kilometer langen Strecke und die beiden letzten der insgesamt 18 Kurven machten dem Sotschi-Sieger von 2014 und 2015 diesmal Probleme.

Was das für die Qualifikation zu bedeuten hat an diesem Samstag (14 Uhr bei RTL und im n-tv.de-Liveticker), ist noch nicht ganz klar. Bisher erwies sich Mercedes im Kampf um die eine schnelle Runde noch immer als die Nummer eins, sicherte sich durch Hamilton in Australien und China sowie Bottas in Bahrain die besten Startpositionen in diesem Jahr. Seit der Rückkehr der Turbos zur Saison 2014 stand 59 von 62 Malen ein Mercedes auf der Pole.

Vettel wartet hingegen seit dem 19. September 2015 in Singapur auf Platz eins in der Qualifikation. Die Pole in Russland wäre umso wichtiger, als dass die taktischen Varianten durch eine Einstopp-Strategie deutlich geringer sind beim Rennen an diesem Sonntag (14 Uhr bei RTL und im n-tv.de-Liveticker). Vor dem vierten Saisonlauf hat Vettel sieben Punkte Vorsprung auf Hamilton, 30 auf Bottas und 34 auf Räikkönen.

Quelle: ntv.de, Jens Marx, dpa