Formel1

Chaos in Istanbul-Qualifikation Vettel ist bei Stroll-Sensation nur Zuschauer

Im 13. Rennen der Formel-1-Saison 2020 endet die Qualifying-Dominanz von Mercedes. Sensationell fährt Lance Stroll im Racing Point auf die Pole Position, der designierte Weltmeister Lewis Hamilton bleibt weit zurück. Für Sebastian Vettel gibt es in der Enttäuschung zumindest ein wenig Positives.

Die schwierigen Bedingungen beim Qualifying zum Großen Preis der Türkei haben im Kampf um die besten Startplätze für reichlich Aufregung gesorgt. Die beste Runde auf dem Kurs in Istanbul erwischte Lance Stroll, der im Racing Point zum ersten Mal überhaupt in seiner Formel-1-Karriere die Pole Position eroberte. Im 13. Rennen der Saison verpasste es das sonst so dominante Mercedes-Team erstmals, am Samstag das schnellste Auto auf die Strecke zu stellen. Der 22-jährige Kanadier überragte in 1:47,765 Minuten sensationell. "Mir fehlen die Worte, so etwas konnte man nicht erwarten", sagte Stroll.

Die erste Startreihe komplettiert am Sonntag (11.10 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de) Max Verstappen (+0,290 Sekunden) im Red Bull. Von Platz drei startet Strolls Teamkollege Sergio Perez (+1,556), der zur kommenden Saison sein Cockpit im künftigen Aston-Martin-Rennstall an Sebastian Vettel verliert. Der deutsche Vierfach-Weltmeister, der heute vor zehn Jahren seinen ersten Titel gewann, stieg in Istanbul nach dem zweiten Qualifying-Abschnitt einmal mehr ernüchtert aus dem Ferrari. "Wir sind viel rumgerutscht, wir haben einfach keine Temperatur in die Reifen bekommen", sagte Vettel. Mehr als Platz zwölf war nicht drin, immerhin aber ließ er Charles Leclerc im zweiten Ferrari zum erst zweiten Mal in diesem Jahr im Qualifying hinter sich - der Monegasse startet von Platz 14.

Der amtierende Titelträger Lewis Hamilton, der in der Türkei zum vierten Mal nacheinander die Weltmeisterschaft gewinnen kann, landete mit 4,795 Sekunden Rückstand auf Stroll überraschend nur auf Rang sechs. Sein einzig verbliebener Konkurrent, Stallgefährte Valtteri Bottas, war als Neunter (+5,493) sogar noch langsamer und verpasste es damit, den Druck auf den Briten zu erhöhen. Bottas muss mindestens acht WM-Punkte mehr einfahren als Hamilton, wenn er verhindern möchte, dass dieser mit seinem siebten Titel mit Rekordchampion Michael Schumacher gleichzieht.

Wie schon die Trainingseinheiten war auch die Qualifikation geprägt von schwierigen Streckenverhältnissen. Der neue und rutschige Asphalt im Istanbul Park stellte die Fahrer bereits im Trockenen vor große Probleme, anders als am Vortag kam diesmal allerdings auch noch Regen dazu. Im dritten Freien Training hatte kaum jemand eine ernstzunehmende schnelle Runde zustande gebracht, das Qualifying wurde dann bereits im ersten Abschnitt für rund 40 Minuten unterbrochen. Der Niederschlag war zu heftig, die Boliden rutschten auf dem seifigen Untergrund von einer kniffligen Situation in die nächste. Danach meisterte Lance Stroll die Herausforderung am eindrucksvollsten.

Quelle: ntv.de, tsi

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