Fußball

Torschützen-Kuriosum in 2. Liga Blums Sensationstreffer düpiert den HSV

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Bochum obenauf, der HSV am Boden: Die Hamburger musste die erste Saisonniederlage hinnehmen.

(Foto: imago images/Metelmann)

Der Hamburger SV verliert am 8. Spieltag zum ersten Mal in dieser Zweitliga-Saison. Gegen den VfL Bochum ist der Tabellenführer klar unterlegen, hat zunächst Mega-Dusel und wird dann durch ein Traumtor düpiert. In einer überragenden Form ist weiterhin Greuther Fürth.

Hamburger SV - VfL Bochum 1:3 (0:1)

Der Hamburger SV hat in der 2. Fußball-Bundesliga einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Der Tabellenführer unterlag dem VfL Bochum mit 1:3 (0:1) und kassierte die erste Niederlage der Saison. Nach zuletzt zwei Unentschieden war es die dritte Partie der Hamburger nacheinander ohne Sieg. Robert Zulj (35.) per Strafstoß, Danny Blum mit einem sensationellen Lupfer (78.) und Raman Chibsah (82.) trafen für die Bochumer, die damit bis auf drei Punkte an den HSV (17 Zähler) heranrückten. Torjäger Simon Terodde hatte für die Norddeutschen mit einem verwandelten Foulelfmeter zwischenzeitlich ausgeglichen (65.). Der HSV hatte gegen einen mutig agierenden VfL von Beginn an Probleme. Selbst der Ausgleich gab der Mannschaft von Trainer Daniel Thioune nicht die erforderliche Sicherheit. Immer wieder stellten die Bochumer die Norddeutschen vor Probleme, HSV-Keeper Sven Ulreich musste immer wieder eingreifen.

Erzgebirge Aue - SV Darmstadt 98 3:0 (1:0)

Trainer Dirk Schuster von Erzgebirge Aue hat im Duell mit seinem Ex-Verein Darmstadt 98 einen wichtigen Sieg gefeiert. Im Heimspiel am Sonntag gewannen die Sachsen mit 3:0 (1:0) und beendeten ihre Serie von zuletzt drei Spielen ohne Erfolg. Pascal Testroet (7./56., Handelfmeter) und Dimitrij Nasarow (90.+3) trafen für die Mannschaft von Schuster, der Darmstadt jeweils von 2012 bis 2016 und 2017 bis 2019 betreut hatte. Gleich mit der ersten großen Torchance jubelten die Gastgeber. Nach einer Hereingabe von John-Patrick Strauß köpfte Testroet aus rund acht Metern ein. Darmstadt blieb jedoch unbeeindruckt und drückte auf den Ausgleich. Die größte Gelegenheit für die Gäste hatte bis dato Marvin Mehlem (15.), der nach Chip-Vorlage von Serdar Dursun knapp rechts am Tor vorbeischoss. In einem unterhaltsamen Spiel suchten beide Teams ihr Heil in der Offensive. Nach der Pause verstrickten sich die Mannschaften zunächst in Zweikämpfe, ehe Darmstadts Lars Lukas Mai einen Auer Schuss auf der Strafraumlinie mit der Hand klärte. Testroet verwandelte den folgenden Elfmeter sicher in die linke untere Ecke. Nach dem Tor hatte Darmstädter sichtlich Probleme, offensiv in letzter Konsequenz gefährlich zu werden.

Würzburger Kickers - Hannover 96 2:1 (0:1)

Schlusslicht Würzburger Kickers hat bei der Premiere des Trainers Bernhard Trares ein Lebenszeichen gesendet. Im ersten Spiel mit dem neuen Coach holten die Mainfranken gegen Hannover 96 nach Rückstand ein 2:1 (0:1), bleiben aber mit vier Zählern Tabellenletzter. Marvin Ducksch (17.) unter gütiger Mithilfe von Ridge Munsy sorgte für die Führung der Niedersachsen, die kurzfristig ohne Trainer Kenan Kocak auskommen mussten. Der Fußballlehrer erlitt am Sonntagvormittag einen Hexenschuss und musste im Hotel bleiben. Pechvogel Munsy (53.) zeichnete dann aber auch für den Ausgleich verantwortlich. David Kopacz (74.) erzielte das 2:1 für die Hausherren. Trares ist nach Michael Schiele und Marco Antwerpen bereits der dritte Coach in dieser Saison beim Aufsteiger aus Würzburg. Beide Teams agierten in der Anfangsphase sehr vorsichtig, vertrauten eher auf eine kompakte Spielweise.

Nach dem aus Sicht der Kickers unglücklichen 0:1, als Munsy den Kopfball von Ducksch mit dem Knie ins lange Eck verlängerte, mussten die Kickers ihre vorsichtige Spielweise aufgeben. Die Gastgeber wurden aktiver, ohne aber zunächst Gefahr im gegnerischen Strafraum heraufbeschwören zu können. Allerdings fassten die Würzburger im weiteren Spielverlauf immer mehr Mut, der belohnt wurde. Hannover hatte kurzfristig aufgrund des Ausfalls von Kocak umdisponieren müssen. "Die Vorbereitung haben wir ja noch komplett gemeinsam durchgezogen - von daher weiß die Mannschaft, was zu tun ist", sagte Hannovers Sportdirektor Gerhard Zuber vor Spielbeginn bei Sky.

SpVgg Greuther Fürth - SSV Jahn Regensburg 3:1 (1:1)

Trotz eines Eigentores hat die SpVgg Greuther Fürth ihre Siegesserie fortgesetzt und ist auf einen Aufstiegsplatz geklettert. Die Franken setzten sich mit 3:1 (1:1) gegen Jahn Regensburg durch und feierten den vierten Dreier in Folge. Mit 15 Punkten ist das Kleeblatt jetzt der erste Verfolger des Spitzenreiters Hamburger SV. Zunächst spielte Paul Jaeckel die Hauptrolle. Mit einem Kopfball brachte der Abwehrspieler die Franken mit einem Kopfball in Führung (3.), dann traf er ins eigene Tor (33.) und bestrafte sein deutlich überlegenes Team dafür, dass es mehrere hochkarätige Chancen nicht genutzt hatte. Doch Paul Seguin (56.) und Jilian Green mit einem sehenswerten Freistoß in den Winkel (63.) sorgten in der zweiten Halbzeit für die Entscheidung. Schon vor der Pause hatte Fürth das Spiel in fast allen Phasen bestimmt. Das einzige Manko: Die Torchancen wurden nicht genutzt. Unter anderem traf Branimir Hrgota die Latte (28.). Nach dem Seitenwechsel münzten die Gastgeber ihre Überlegenheit auch in Tore um.

Quelle: ntv.de, tno/sid