Fußball

Schmerzgrenze bei 120 Millionen? Dembélé-Wechsel wird teuer - für den BVB

Eigentlich möchte Borussia Dortmund dem heftigen Werben um sein Supertalent Ousmane Dembélé gerne widerstehen. Doch es gibt Grenzen - und an die will der FC Barcelona offenbar gehen. Derweil sorgt der Spieler bei Instagram für Aufregung.

Vielleicht hat Ousmane Dembélé einfach nur aufgeräumt in seiner Social-Media-Welt und dabei laut "Bild"-Zeitung versehentlich ein paar BVB-Schlagworte gelöscht. Vielleicht aber bereitet sich der 20 Jahre alte Franzose auch einfach nur auf seinen Abgang von Borussia Dortmund vor. Wobei "einfach" natürlich eine gigantische Untertreibung ist. Denn sollte der heftig um den Außenstürmer buhlende FC Barcelona tatsächlich den Wechsel forcieren, würden wohl 120 Millionen Euro fällig. Der Mann, der vergangene Saison im schwarzgelben Trikot so großartig aufgespielt hat, wäre auf einen Schlag der zweitteuerste Spieler der Welt, nach dem Pariser 222-Millionen-Herzensmensch-Schnäppchen Neymar.

Ob die bereits gestern vom "Kicker" als Schmerzgrenze aufgerufene Summe für den Youngster allerdings tatsächlich der Realität entstammt? Durchaus denkbar. Beim BVB will man sich zu den Zahlen nicht äußern, entsprechend schmallippig fällt die Antwort von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf eine Anfrage des Sportinformationsdienstes aus. Sein Kommentar: "Kein Kommentar."

Fakt ist: Der FC Barcelona hat nach dem Abgang von Neymar Geld im Überfluss - und sucht dringend hochwertigen Ersatz. Dass Dembélé nach 30 Torbeteiligungen (10 Tore/20 Vorlagen) in seiner Premierensaison beim BVB ein Kandidat (oder bereits mehr) ist, keine Frage. Laut der französischen Sportzeitung "L'Équipe" haben die Katalanen und der Spieler sogar schon eine Einigung erzielt. Das letzte Wort haben trotzdem die Dortmunder.

Ein Deal, drei Gewinner

Für die Spanier wäre der Deal folglich sportlich klasse, für den BVB finanziell der mit Abstand beste der Vereinsgeschichte - und für Stade Rennes ein irres Geschenk. Denn die Dortmunder müssen einen erheblichen Teil der Ablöse für Dembélé an den französischen Klub weiterreichen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Demnach würde der französische Ausbildungsverein des 20-Jährigen vertragsgemäß mit 30 Millionen Euro partizipieren - im Falle des 120-Millionen-Euro-Deals. Vor einem Jahr hatte Rennes 15 Millionen Euro vom BVB als Ablöse kassiert.

Dass sich Vereine bei Transfers an Weiterverkäufen beteiligen lassen, ist heutzutage durchaus üblich. So erhielt zuletzt 1899 Hoffenheim nach dpa-Informationen vom 1. FC Köln 5 Millionen aus dem 35-Millionen-Weiterverkauf von Anthony Modeste zu Tianjin Quanjian.

Die Aussicht auf den Rekordtransfer hat die Aktie des BVB am Mittwoch übrigens auf ein 16-Jahres-Hoch getrieben. Das Papier kletterte zwischenzeitlich auf über 6,60 Euro. So viel kostete die Aktie zuletzt Anfang September 2001.

Quelle: ntv.de, tno

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