Fußball

Schalke siegt dank Herthas Toren FC Bayern kantert frühen Schreck furios weg

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Startelf-Debütant Ivan Perisic traf zum zwischenzeitlichen 3:1 für den FC Bayern.

(Foto: imago images / Nordphoto)

Nach sechs Minuten liegt der FC Bayern im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 zurück - diesen Schreck kontern Benjamin Pavard und David Alaba noch vor der Pause sehenswert. Besonders skurril ist der erste Liga-Sieg des FC Schalke 04. Der 1. FC Köln dreht sein Spiel in Freiburg spät und spektakulär.

FC Bayern München - 1. FSV Mainz 05 6:1 (2:1)

Der "kleine Magier" zeigte dem verwöhnten Münchner Publikum erste Kostproben seiner Zauberkunst, doch bei seiner Heimpremiere stahlen Philippe Coutinho zwei andere Neuzugänge die Show. Auch dank der Treffer von Benjamin Pavard und Ivan Perisic hat Bayern München den Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga, den FSV Mainz 05, nach Startproblemen noch souverän 6:1 (2:1) bezwungen und den ersten Saisonsieg in der Allianz Arena gefeiert. Coutinho durfte wie Perisic nach den Joker-Einsätzen auf Schalke (3:0) erstmals von Beginn an ran und zeigte bis zu seiner Auswechslung vielversprechende Ansätze. An einem Tor war der Brasilianer, der den Platz von Thomas Müller in der Anfangsformation eingenommen hatte, aber nicht beteiligt. Müller kam für ihn, Perisic wurde von Alphonso Davies abgelöst (beide 67.). Jean-Paul Boetius (6.) brachte mutige und defensiv lange geschickte Gäste überraschend in Führung. Die Bayern brauchten eine halbe Stunde, bis sie sich von diesem Schock erholt hatten. Dann wendeten Pavard auf Perisic-Vorlage (36.) und David Alaba (45.) per Traumfreistoß das Blatt. Perisic sorgte per Kopf für die Vorentscheidung (54.). Mainz mit dem in der 56. Minute eingewechselten Rückkehrer Adam Szalai blieb aber gefährlich. Erst Kingsley Coman (64.) brach den Widerstand endgültig. Robert Lewandowski mit seinem sechsten Saisontor (78.) und Davies (80.) stellten den Endstand her.

FC Schalke 04 - Hertha BSC 3:0 (1:0)

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Guido Burgstaller feiert den Schalker Sieg.

(Foto: imago images / Pakusch)

Hertha BSC hat die Torlos-Serie von Schalke 04 beendet und den Königsblauen zum ersten Liga-Sieg in verholfen. Ein Eigentor von Niklas Stark (38.) bescherte den Gelsenkirchenern nach 217 Minuten den ersten Treffer der Spielzeit, dann traf auch Karim Rekik ins eigene Tor (48.) - am Ende stand ein 3:0 (1:0) der Schalker, für die noch Jonjoe Kenny (85.) erfolgreich war. Die Knappen feierten den ersten Heimerfolg seit dem 20. Januar (2:1 gegen den VfL Wolfsburg). Innenverteidiger Stark schoss den Ball nach einer Hereingabe von Daniel Caligiuri ins eigene Netz. Sein Abwehrkollege Rekik lenkte einen Schuss von Guido Burgstaller, der sein Ziel verfehlt hätte, ins Tor. Schalke kletterte nach dem ersten Bundesliga-Sieg des neuen Trainers David Wagner ins Tabellenmittelfeld, Ante Covic muss dagegen als Hertha-Coach auch nach drei Spieltagen noch auf seinen ersten Dreier warten.

Bayer Leverkusen - TSG Hoffenheim 0:0

Keine Tore im niederländischen Trainerduell: Bayer Leverkusen hat die ersten Punkte abgegeben, bleibt aber ungeschlagen. Die Werkself von Trainer Peter Bosz kam im lange unspektakulären Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim nicht über ein 0:0 hinaus - damit blieb auch das erste Aufeinandertreffen zwischen den Landsmännern Bosz und TSG-Coach Alfred Schreuder ohne Sieger. In den vergangenen vier Partien beider Teams waren noch jeweils mindestens vier Treffer gefallen, nun endete das erste von insgesamt 23 Bundesliga-Duellen vor 26.506 Zuschauern erstmals torlos. Die Gastgeber mit den Ex-Hoffenheimern Kerem Demirbay und Kevin Volland besaßen zwar Spielkontrolle, Hoffenheim hielt die Räume durch großen läuferischen Aufwand aber dicht. Auch sechs Leverkusener Ecken in den ersten 30 Minuten brachten keine Gefahr. Weder Hoffenheim noch das auffälligere Leverkusen wollten zu sehr ins Risiko gehen. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel scheiterte Belfodil auf der rechten Seite am souveränen Lukas Hradecky im Bayer-Tor (47.). Die Fehlerquote auf beiden Seiten blieb hoch, Bayer fing sich nach einem verschlafenen Wiederbeginn und kam nach Abschlüssen durch Bailey (57.) und Volland (59.) zu zwei Chancen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem ab der 63. Minute in Nadiem Amiri auch der dritte ehemalige Kraichgauer auf Seiten der Gastgeber mitmischte. Zwei Minuten später verfehlte der U21-Nationalspieler aus kürzester Distanz knapp das Tor, Leverkusen war nun klar stärker.

SC Freiburg - 1. FC Köln 1:2 (1:0)

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Anthony Modeste erzielte den wichtigen Ausgleich für den Effzeh.

(Foto: imago images / eu-images)

Der 1. FC Köln ist in der Liga angekommen. Der Aufsteiger holte dank eines späten Treffers mit einem 2:1 (0:1) am 3. Spieltag beim SC Freiburg seine ersten Punkte. Auch der neue FC-Trainer Achim Beierlorzer durfte sich zum ersten Mal über etwas Zählbares freuen. Die Freiburger stehen trotz der Pleite mit sechs Punkten auf dem Konto gut da. Anthony Modeste (52.) und Ellyes Skhiri (90.+2) trafen für die Kölner, die zuvor sechs Partien in Folge im Breisgau verloren hatten. Es war der erste FC-Sieg im Breisgau seit mehr als 23 Jahren. Daran änderte auch das Eigentor des Kölners Rafael Czichos (40.) nichts. Bis zur 30. Minute wurde das Spiel von verschiedenen Phasen geprägt. Mal kontrollierten die Freiburger, mal die Kölner. Insgesamt litt das Niveau unter der Hitze. Hitzige Diskussionen gab es in der 37. Minute nach der vermeintlichen Führung der Kölner durch Kingsley Schindler. Der Treffer wurde nach Videobeweis zurückgenommen, da Vorlagengeber Dominick Drexler den Freiburger Robin Koch gefoult hatte. Kurz darauf wurde es ganz bitter für die Rheinländer. Der Klärungsversuch von Innenverteidiger Czichos nach einer Flanke von Christian Günter landete im eigenen Tor. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste ihre erste Chance zum Ausgleich. Modeste traf per Kopf. Das Tor gab den Kölnern Auftrieb. Das Team spielte auf Sieg. Das öffnete den Freiburgern Räume für Konter. Der Ausgang des Spiels war in dieser Phase völlig offen. Nils Petersen vergab die große Möglichkeit zur SC-Führung (73.). Simon Terodde (90.) verpasste für die Kölner, ehe Neuzugang Skhiri doch noch der Lucky Punch gelang.

VfL Wolfsburg - SC Paderborn 1:1 (0:1)

Der SC Paderborn hat mit furchtlosem Offensivfußball einen Rekordstart des VfL Wolfsburg verhindert. Das Team von Coach Steffen Baumgart verdiente sich in Niedersachsen beim 1:1 (1:0) einen Punkt und schnupperte lange sogar am ersten Sieg nach dem Aufstieg. Die Wölfe um Trainer Oliver Glasner bleiben durch eine Steigerung in der zweiten Hälfte mit sieben Punkten ungeschlagen in der Spitzengruppe. Es bleibt aber dabei: Noch nie konnte ein VfL-Team alle ersten drei Spiele zum Saisonauftakt in der deutschen Topliga gewinnen. Die meisten der 23.750 Zuschauer hatten sich mehr erhofft. Cauly Oliveira Souza nutzte die erste Chance des SCP mit echter Präzisionsarbeit (12.) und befeuerte die Hoffnung auf den ersten Erstliga-Erfolg seit Mai 2015 (2:1 in Freiburg). Der 23-Jährige traf per Fernschuss genau ins Eck, Koen Casteels im Wolfsburger Tor streckte sich vergebens. In der 56. Spielminute sorgte Josip Brekalo für die bis dahin nicht überzeugenden Wolfsburger per Gewaltschuss für den Ausgleich.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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