Fußball

Bayern-Kader füllt sich langsam Isolierter Neuer darf Malediven bald verlassen

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Neuer bei seinem letzten Einsatz im Spiel gegen Wolfsburg.

(Foto: imago images/Schiffmann)

Zwischenzeitlich befinden sich neun Bayern-Spieler in häuslicher Isolation. Am Tag vor dem Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach sind es noch sieben. Am kommenden Montag wird auch Nationaltorhüter Manuel in München zurückerwartet. Die erste Welle ist gebrochen.

Bayern München kann schon bald wieder auf Nationaltorhüter Manuel Neuer zurückgreifen. Der Kapitän des Rekordmeisters wird nach seiner Coronainfektion am kommenden Montag in der bayrischen Hauptstadt zurückerwartet. Das bestätigte Trainer Julian Nagelsmann auf der Pressekonferenz vor dem mit Spannung erwarteten Rückrundenauftakt gegen Borussia Mönchengladbach, der trotz des Notkaders der Bayern stattfinden soll. Neuer war während seines Winterurlaubs auf den Malediven positiv getestet worden und befindet sich dort aktuell in häuslicher Isolation.

Neuer wird nicht der erste Spieler sein, der nach dem Corona-Ausbruch bei den Bayern zum Kader zurückkehrt. Bereits am Mittwoch wurden aus den zwischenzeitlich neun Spielern in häuslicher Isolation sieben. Der Engländer Omar Richards und Corentin Tolisso wurden freigetestet und unterziehen sich nun einem Lungentest, um zu schauen, wie belastbar die Spieler nach ihrer Infektion sind.

Der französische Nationalspieler Kingsley Coman wird in der Nacht von Donnerstag auf Freitag aus der häuslichen Isolation in Dubai entlassen und kann sich dann ebenfalls auf den Weg zurück nach München machen. Wie Richards und Tolisso ist der Flügelspieler jedoch keine Option für das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach. Die beiden französischen Innenverteidiger Hernández und Tanguy Nianzou müssen noch ein wenig länger warten. Sie können sich erst gegen Ende der kommenden Woche freitesten. Trainer Nagelsmann gestand, dass er in Sachen Corona und möglicher Rückkehrtermine ein wenig den Überblick verloren hat. "Ich bin ehrlich. Ich weiß jetzt nicht jedes Datum hundertprozentig auswendig. Ich habe eine Liste, es sind ja jetzt schon neun Spieler", gestand Nagelsmann, der wenig von seinem Optimismus verloren hat.

"Es geht um die Gesundheit der Spieler"

Während Nagelsmann sich zwischen den Zeilen durchaus für eine Absage des Auftakts aussprach, betonte er immer wieder, dass sein Aufgabenfeld als Trainer schlichtweg ein anderes als der Austausch mit der DFL sei. "Ich bin keiner, der rumheult", sagte er und sprach von einer "aus Trainersicht" extrem reizvollen Saison. "Spieler spielen auf Positionen, auf denen sie nicht ausgebildet sind."

Insgesamt müssen die Bayern am Freitag auf 13 Spieler verzichten. Das bedeutet auch: Die Rückkehrer Joshua Kimmich und Marcel Sabitzer sowie der angeschlagene Niklas Süle - sein Einsatz war ebenfalls lange fraglich - müssen womöglich über 90 Minuten gehen. Eine Tatsache, mit der sich Nagelsmann nicht anfreunden kann, aber muss. "Es geht mir um die Gesundheit der Spieler", betonte er mehrfach und verwies ebenso darauf, dass die Eingliederung der Franzosen Coman und Tolisso nach Verletzungen und anschließender Infektion nicht ohne Weiteres vonstattengehen werde. Der Mix mache es zu "einem größeren Thema als nur Corona", sagte der Bayern-Coach.

Nach dem Ausbruch bei den Bayern war es immer wieder auch zu Kritik an den Urlaubsreisen der Profis gekommen. "Ich bin kein Erzieher, sondern ich bin Fußballtrainer, und wir haben alles Spieler, die in einem mündigen Alter sind und natürlich eine gewisse Eigenverantwortung haben", verteidigte Nagelsmann seine Spieler. "Es gibt nicht die Option, und die würde ich auch niemals aussprechen, wenn sie nicht per Gesetz geregelt ist, dass man nicht in den Urlaub fahren darf."

Quelle: ntv.de, sue

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