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"Wäre großartig für die Liga" Klopp träumt von Messi beim FC Liverpool

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"Wer würde Messi denn nicht gern in seiner Mannschaft haben?", fragte Jürgen Klopp.

(Foto: AP)

Wenn der wohl beste Spieler des Planeten zu haben ist, dann hat auch der vielleicht beste Trainer der Welt ein Wort mitzureden: Jürgen Klopp hätte Lionel Messi jedenfalls sehr gerne in seiner Mannschaft, aber es fehlt dem FC Liverpool wohl an Geld. Im Supercup wartet nun Arsenal London - ohne Mesut Özil.

Jürgen Klopp hätte nichts dagegen, wenn Superstar Lionel Messi nach seinem angekündigten Abschiedswunsch vom FC Barcelona zum FC Liverpool wechseln würde. Auch, wenn ein Engagement beim englischen Fußballmeister als unrealistisch gilt. "Wer würde Messi denn nicht gern in seiner Mannschaft haben?", fragte Klopp bei einer Pressekonferenz. "Aber da gibt es keine Chance. Trotzdem ein guter Spieler, na klar."

Als Topkandidat für eine mögliche Verpflichtung des 33-jährigen Argentiniers gilt Liverpools Ligarivale und Vizemeister Manchester City. "Es würde Man City natürlich helfen und es schwerer machen, sie zu schlagen", sagte Klopp. "Für die Premier League wäre das großartig. Aber ich bin mir nicht sicher, ob die Liga überhaupt noch einen weiteren Schub braucht." Der Liverpool-Coach würde den Wechsel dennoch begrüßen. "Messi hat noch nie in einer anderen Liga (als der spanischen) gespielt", so Klopp. "Fußball ist anders hier. Ich würde das gern sehen. Ich bin aber nicht sicher, dass es dazu kommt."

"Hart kämpfen" im Supercup gegen Arsenal

Klopp sprach auf der Pressekonferenz zum Supercup zwischen Meister Liverpool und Pokalsieger FC Arsenal am Samstag (ab 17.30 Uhr im ntv.de Liveticker). Eigentlich kommt der Supercup zu früh für den englischen Fußballmeister. Kaum mehr als einen Monat nach dem letzten Saisonspiel kämpft Klopps Team am Samstag um den ersten Titel der Saison. Die Vorbereitungszeit der Reds war minimal. "Will ich nach nur zwei Wochen Vorbereitung ein richtiges Match spielen? Nein!", sagte Klopp. "Aber wir wussten das ja schon eine Weile."

Einen hohen Stellenwert hat der Supercup, der in England Community Shield heißt, nicht. Er gilt eher als besseres Freundschaftsspiel und als letzter Formcheck vor dem Premier-League-Start. Auch wenn die Beteiligten das jedes Jahr wieder abstreiten - so wie Klopp. "Mich interessiert nicht, was andere Leute darüber denken", bekräftigte er. "Wir müssen in dem Spiel einfach liefern. Es geht darum, hart zu kämpfen und sich voll reinzuhängen. Wir sollten das echt versuchen. Wir wollen das wirklich."

Die unmittelbare Vorgeschichte der beiden Supercup-Kontrahenten ist beinahe gegensätzlich. Liverpool sicherte sich in einer überragenden Premier-League-Saison vorzeitig die lang ersehnte erste Meisterschaft seit 30 Jahren. Klopps Mannschaft scheiterte aber in allen anderen Wettbewerben. In der Liga werden die Reds, die ein Jahr zuvor die Champions League gewonnen hatten, jetzt vom Jäger zum Gejagten.

Özil spielt keine Rolle mehr

Arsenal erlebte hingegen eine völlig verkorkste Spielzeit in der Premier League, die im vergangenen Dezember zum Trainerwechsel von Unai Emery zu Mikel Arteta führte. Dem gelang es zwar nicht mehr, sich mit Arsenal über die Tabelle für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren, er schaffte aber durch den FA-Cup-Triumph noch den Sprung in die Europa League. Den Aufwind der vergangenen Wochen will Areta mit seinem Team, in dem der deutsche Ex-Weltmeister Mesut Özil wohl keine Rolle mehr spielt, nun im Supercup bestätigen.

"Es ist kein Freundschaftsspiel, es ist ein echtes Match gegen Arsenal", betonte Klopp. Aber ohne eine vollständige Vorbereitung und ohne Fans, die wegen der Coronavirus-Krise auch weiterhin nicht dabei sein dürfen, könnte es im menschenleeren Wembley-Stadion schwer werden, das Gefühl eines Freundschaftsspiels abzuschütteln.

Quelle: ntv.de, dbe/dpa