Fußball

Heidenheim überholt Paderborn Kopfstoß und Rot verschlimmern St. Paulis Krise

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St. Paulis Betim Fazliji flog mit glatt Rot vom Platz.

(Foto: dpa)

Mit dem vierten Sieg in Folge rückt Fortuna Düsseldorf ganz nah an die Aufstiegsplätze der 2. Bundesliga heran - der FC St. Pauli dagegen fällt in Richtung der Abstiegsränge. Der SC Paderborn das nächste Topspiel, diesmal in Heidenheim. Für den Karlsruher SC gibt es derweil nichts zu holen.

Fortuna Düsseldorf - FC St. Pauli 1:0 (1:0)

Fortuna Düsseldorf hat nach einer Minikrise zurück in die Erfolgsspur gefunden und nimmt in der 2. Fußball-Bundesliga wieder die Aufstiegsplätze ins Visier. Nach zwei Niederlagen nacheinander in der ersten Oktoberhälfte feierten die Rheinländer mit 1:0 (1:0) gegen den FC St. Pauli den dritten Sieg in Folge.

Während die Düsseldorfer bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heranrückten, wird die Lage für die Hamburger nach nur einem Sieg in den letzten elf Spielen immer ernster. Die Abstiegszone ist nur einen Zähler entfernt. Rouwen Hennings (22.) erzielte das Siegtor für die Fortuna, bei den Gästen sah Betim Fazliji nach einem Kopfstoß gegen Dawid Kownacki die Rote Karte (58.).

Hennings, erstmals seit dem 20. August wieder in der Startelf, schlug gegen seinen Ex-Klub mit einer sehenswerten Direktabnahme ins kurze Eck zu - nach einem Abschlag von Torhüter Florian Kastenmeier und einer Kopfballverlängerung von Kownacki. Es war bereits sein achtes Tor gegen seine "alte Liebe".

Zuvor hatte St. Pauli die beste Chance zur Führung gehabt, doch Jackson Irvine scheiterte mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Kastenmeier (12.). Mit der Führung im Rücken bekam die Fortuna das Spiel besser in den Griff, Hennings vergab bei einem mustergültigen Konter die große Chance zum 2:0 (40.). Nach dem Seitenwechsel verhinderte St. Paulis Torhüter Nikola Vasilj nach einem abgefälschten Schuss von Kristoffer Peterson mit dem Fuß den zweiten Gegentreffer (52.).

Karlsruher SC - Holstein Kiel 1:4 (0:2)

Die Talfahrt des Karlsruher SC hat sich fortgesetzt. Die Badener verloren gegen Holstein Kiel mit 1:4 (0:2) und kassierten die vierte Pleite in Folge. Ein Eigentor durch Tim Breithaupt (16.) und ein Treffer von Kwasi Okyere Wriedt (30.) sorgten für einen beruhigenden Vorsprung der Norddeutschen, die sich mit 23 Punkten auf den siebten Tabellenplatz verbesserten.

Fabian Reese (67.) erhöhte auf 3:0, nachdem in der 56. Minute sein Schuss von Marcel Franke noch auf der Linie geklärt wurde. In der 72. Minute gelang Simone Rapp das Ehrentor für den ehemaligen Bundesligisten. Erneut Wriedt (90.+2) stellte den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. In den letzten fünf Spielen schaffte der KSV Holstein den dritten Sieg. Den letzten Dreier hatte der KSC dagegen am 7. Oktober durch das 2:1 bei Arminia Bielefeld gefeiert.

Die Gastgeber wirkten durch die letzten Negativergebnisse stark verunsichert. Schon in der fünften Minute hatte Fin Bartels mit einem Fernschuss die erste gute Gelegenheit, doch der Ball ging knapp neben den Pfosten. Die Störche bestimmten auch in der Folgezeit das Geschehen, wirkten leichtfüßiger und konsequenter in der Zweikampfführung. Kiel agierte sehr kompakt, machte die Räume eng und versuchte immer wieder, durch schnelles Umschaltspiel für Gefahr zu sorgen. Die erste große Chance für Karlsruhe hatte Fabian Schleusener auf dem Fuß (40.), doch traf er nur das Außennetz.

1. FC Heidenheim - SC Paderborn 3:0 (1:0)

Der 1. FC Heidenheim hat sich auf den dritten Tabellenplatz verbessert. Die Baden-Württemberger gewannen das Verfolgerduell gegen den SC Paderborn mit 3:0 (1:0) und haben jetzt 27 Punkte auf dem Konto.

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Der FCH schob sich an den Ostwestfalen (26 Zähler) vorbei, die Rang vier belegen. Jan-Niklas Beste (35.) erzielte das Führungstor für die Gastgeber, Denis Thomalla (76.) und erneut Beste (90.+1) erhöhten in der Schlussphase. Im Duell zwischen der besten Abwehr der 2. Liga und dem besten Angriff setzten sich die Defensiv-Qualitäten der Heidenheimer durch.

Paderborn hatte große Schwierigkeiten, in der Offensive Akzente zu setzen. Es gab viele Fehlpässe und wenig konstruktive Aktionen in Richtung des gegnerischen Tores. Die Hausherren spielten dagegen schnörkelloser und effektiver. Immer wieder wurde Paderborn durch aggressives Pressing zu Ballverlusten gezwungen - und verlor so nach dem 2:3 gegen HSV in der Vorwoche das zweite Topspiel in Folge.

Quelle: ntv.de, tsi

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