Fußball

Last-Minute-Sieg gegen Kiel Schipplock beflügelt Arminias Aufstiegstraum

d357681489ff3adda50cfe24e98b4d0d.jpg

(Foto: xim.gs)

Dank eines ganz späten Treffers von Joker Sven Schipplock stößt Arminia Bielefeld das Tor zur 1. Fußball-Bundesliga ganz weit auf. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung der Ostwestfalen nun bereits auf den Relegationsplatz. Im Abstiegskampf erleidet Nürnberg einen Rückschlag.

Holstein Kiel - Arminia Bielefeld

Spitzenreiter Arminia Bielefeld hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga den nächsten Schritt gemacht. Die Ostwestfalen gewannen am 29. Spieltag 2:1 (1:0) bei Holstein Kiel und holten damit nach zuletzt zwei Unentschieden ihren ersten Sieg nach der Corona-Zwangspause. Jonathan Clauss (23.) und Sven Schipplock (90.+2) trafen für die nunmehr seit zehn Spielen unbesiegten Bielefelder (56 Punkte), deren Vorsprung auf den Hamburger SV auf Relegationsplatz drei vorerst zehn Zähler beträgt. Alexander Mühling (51.) erzielte den Ausgleich für die Kieler (38), die weiter Richtung Tabellenmitte rutschen. Die Arminia, die unter der Woche spielfrei hatte, übernahm gleich die Spielkontrolle und ließ die Gastgeber kaum zur Entfaltung kommen. Per Linksschuss vom Elfmeterpunkt münzte Clauss die Überlegenheit in eine frühe Führung um. Auch danach blieb die Arminia am Drücker, Kiel kam erst kurz vor der Pause zu ersten Chancen. Die Pause verlieh den Störchen neuen Mut. Nach Vorarbeit des gerade eingewechselten Fabian Reese köpfte Mühling aus kurzer Distanz ein, Kiel spielte anschließend beherzt auf Sieg.

1. FC Nürnberg - VfL Bochum 0:0

Der 1. FC Nürnberg taumelt dem Abstieg entgegen. Auch im vierten Spiel nach der Saisonunterbrechung gelang den Franken kein Sieg, durch das müde 0:0 gegen den VfL Bochum liegen die Gastgeber weiterhin nur zwei Punkte vor Relegationsplatz 16. Während die seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs ungeschlagenen Bochumer mit jetzt 36 Punkten im Mittelfeld stehen, droht dem Club (32) weiter der zweite Abstieg aus der 2. Liga. 1996 hatte sich Nürnberg für ein Jahr in die Regionalliga Süd verabschiedet. Nach einer ereignislosen ersten Hälfte tat sich auch in Durchgang zwei zunächst herzlich wenig. Bei der ersten etwas besseren Gelegenheit scheiterte VfL-Stürmer Manuel Wintzheimer mit einem Fernschuss an Christian Mathenia im Nürnberger Kasten (64.). Auch danach passierte wenig, bei der besten FCN-Chance traf Robin Hack die Querlatte (84.). Nürnberg wartet damit seit Ende Februar (1:0 beim Karlsruher SC) auf einen Sieg.

Karlsruher SC - FC St. Pauli 1:1 (0:0)

Der Karlsruher SC hat es im Abstiegskampf verpasst, einen wichtigen Sieg einzufahren. Im Heimspiel gegen den FC St. Pauli kam der KSC nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und bleibt damit auf dem Relegationsplatz. Die Hanseaten haben durch den Punkt weiter fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Dimitrios Diamantakos (56.) brachte die Gäste sehenswert in Führung. Nach einem Fehler von KSC-Verteidiger Daniel Gordon stand der Stürmer allein vor Keeper Benjamin Uphoff und traf per Lupfer. Die Antwort der Hausherren ließ aber nicht lange auf sich warten. Quasi im Gegenzug egalisierte Mittelfeldmann Jerome Gondorf nach Flanke von Lukas Grozurek (57.). Der KSC konnte sich zu Beginn der Partie leichte Vorteile erspielen und hatte mehr Ballbesitz, kam aber nur zu einer richtigen Chance. Marvin Wanitzeks Freistoß aus 25 Metern konnte St. Paulis-Keeper Robin Himmelmann parieren (15.). Nach Wiederbeginn gab es für die Karlsruher die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Nach Foul von Pauli-Verteidiger Jamie Lawrence an Stürmer Philipp Hofmann zeigte Schiedsrichter Markus Schmidt auf den Punkt. Änis Ben-Hatira trat für den KSC zum Elfmeter an, doch Himmelmann erahnte die Ecke und hielt den Ball (49.).

SV Sandhausen - Hannover 96 3:1 (0:0)

Der SV Sandhausen hat gegen Hannover 96 einen wichtigen 3:1 (0:0)-Sieg im Kampf gegen den Abstieg erzielt. Julius Biada (50.), Gerrit Nauber (56.) und Philipp Türpitz (82.) markierten die Tore für den SVS, John Guidetti sorgte für den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer (58.). Sowohl die Hausherren als auch die Niedersachsen hatten zunächst Alu-Pech. Mit dem Heimdreier zog Sandhausen mit nun 36 Zählern mit Hannover gleich. Gleich sechs Wechsel nahm Gäste-Trainer Kenan Kozak in seiner Startformation vor, doch der Beginn ging an Sandhausen. Erst traf Denis Linsmayer den Pfosten (5.), danach vergaben Alexander Schirow und Kevin Behrens jeweils per Kopf (15./27.). Auch auf der anderen Seite wackelte das Aluminium nach Marcel Frankes wuchtigen Kopfball (28.). Im zweiten Durchgang markierte dann Biada nach schöner Vorarbeit von Behrens das 1:0 für Sandhausen, Nauber erhöhte kurz darauf auf 2:0 per Kopf. Guidettis schneller Anschlusstreffer sorgte für eine spannende Schlussphase, in der Hannover aber nicht mehr gefährlich vor das Tor der Gastgeber kam. Türpitz machte dann alles klar.

Quelle: ntv.de