Fußball

Favre weg, Eberl "sautraurig" Schubert trainiert Gladbachs Borussia

imago21133879h.jpg

"Die Fußstapfen, die Lucien Favre hinterlassen hat, sind sehr groß": André Schubert.

(Foto: imago/Revierfoto)

Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl will sich nicht hetzen lassen - und bei der Suche nach einem Nachfolger überraschend zurückgetretenen Trainer Lucien Favre nichts überstürzen. Erst einmal übt U-23-Coach André Schubert mit dem Team.

Nach dem Rücktritt von Lucien Favre wird U-23-Coach André Schubert als Übergangslösung vorerst den Fußball- Bundesligisten Borussia Mönchengladbach trainieren. "Wir sind der Meinung, da ein Stück weit einen Impuls zu geben, einen unverbrauchten Mann an der Linie zu haben", begründete Sportdirektor Max Eberl den Entschluss zwei Tage vor der Partie gegen den FC Augsburg.

Der frühere Paderborner Schubert hatte im Sommer das Regionalliga-Team der Borussia übernommen. Er wird unter anderem mit Ko-Trainer Frank Geideck die Profis des Tabellenletzten führen. Ein "Zeitfenster" für die Suche eines langfristigen Favre-Nachfolgers hat sich Eberl nicht gesetzt. "Wir werden nicht in Hektik oder Sorglosigkeit verfallen. Wir wollen versuchen, das Bestmögliche für Gladbach zu tun."

Favre habe bereits vor seinem endgültigen Entschluss am Sonntag und der aktuellen Krise mit fünf Liga-Niederlagen zum Saisonstart mehrfach intern von Rücktritt gesprochen. "Es gab Momente in der Vergangenheit, als wir diese Thematik das ein oder andere Mal so besprochen hatten", berichtete Eberl. Er betonte, dass es bereits am Mittwoch wieder um Punkte gehe. "Wir können uns nicht zu sehr einigeln und dürfen uns nicht in Schockstarre begeben. Wir können uns jetzt nicht in den Armen liegen und weinen." Allerdings räumte Eberl auch ob zahlreicher Nachfragen leicht genervt ein: "Ich bin sautraurig."

Quelle: ntv.de, sgi/dpa/sid