Fußball

Boateng räumt auf, Reus staubt ab Schweinsteiger führt DFB-Elf zum Sieg

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Angeführt von Kapitän Bastian Schweinsteiger spielte das DFB-Team einen souveränen Part gegen Georgien.

(Foto: dpa)

Pflichtsieg zum Jubiläum: Deutschland hat sein 900. Länderspiel in Georgien mit 2:0 gewonnen. Durch den Sieg hält das Team Kontakt zu Tabellenführer Polen. Angeführt von den beiden Torschützen wurde der souveräne Erfolg rausgespielt. Die Einzelkritik.

Es dauerte lange, bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit, ehe Marco Reus (39.) und Thomas Müller (44.) im Hexenkessel von Tiflis die erlösenden Treffer für die Gäste erzielten. Löw stellte im Jubiläumsspiel die Experimente für seinen Masterplan wie erwartet hintenan.

Der 55-Jährige kehrte zur Viererkette zurück und beorderte in Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Mats Hummels, Toni Kroos, Müller und dem erstmals offiziell als Kapitän fungierenden Bastian Schweinsteiger alle sechs beim 2:2 gegen Australien geschonten Weltmeister zurück in die Startelf. Und die Geschonten gaben dem Team neue Stabilität.

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Sebastian Rudy ließ hinten rechts nichts anbrennen.

(Foto: dpa)

Manuel Neuer: Der Münchner kehrte nach seiner Schleimbeutelentzündung im Knie zurück. Selten gefordert. Wenn, dann aufmerksam, als er eine Ecke verhinderte, einen Freistoß sicher aufnahm oder weit vor dem Tor klärte.

Sebastian Rudy: Auf der rechten Abwehrseite defensiv nicht gefordert, nutzte seine Freiheiten für Vorstöße. Dabei nicht immer genau genug.

Jérôme Boateng: Einer von sechs zurückgekehrten Weltmeistern. War immer da, wenn es einen der wenigen Brandherde zu löschen galt. Schnell und bissig wie zu WM-Zeiten. Als Spieleröffner mit gutem Auge.

Mats Hummels: Hatte es in der Abwehrzentrale meist mit Georgiens einziger Spitze zu tun. Stets aufmerksam. Im Spielaufbau aber weniger engagiert als Nebenmann Boateng.

Jonas Hector: Gegen Australien noch im linken Mittelfeld, nun wieder auf der gewohnten Linksverteidigerposition. Dort mit manchem Wackler, ermöglichte Georgiens erste Chance (52.). Kaum Initiative nach vorne.

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Hier, ich hab auch mitgespielt und sogar getroffen - Thomas Müller war ein Aktivposten in der deutschen Offensive.

(Foto: REUTERS)

Bastian Schweinsteiger: Erstmals seit dem WM-Finale dabei, erstmals offiziell Kapitän. Warf sich als Anführer leidenschaftlich in die Duelle, machte die Mitte zu. Nach vorne mit zunehmender Dauer der erhoffte Lenker.

Toni Kroos: Erhielt erwartungsgemäß den Vorzug vor dem defensiveren Sami Khedira. Wie immer stets anspielbar, hätte seine Rolle insgesamt aber mutiger interpretieren können. Zeigte zu wenige seiner gefürchteten, chirurgisch genauen Pässe.

Thomas Müller: Zunächst auffälligste deutsche Offensivkraft. Auch als Balldieb stark, hatte Ideen - obwohl nicht immer alles klappte. Mit seinem fünften Quali-Tor (44.). Nach der Pause glücklos. André Schürrle: Kam in der 87. Minute, konnte aber nicht mehr auf sich aufmerksam machen.

Mesut Özil: Durfte auf seiner Lieblingsposition als "Zehn" ran. Immer mal unkonzentriert, zu wenig Tempo. Als Regisseur ohne große Akzente, ließ sich aber nicht hängen und bereitete das 2:0 vor. In der zweiten Halbzeit besser im Spiel.

Marco Reus: Nach seinem Tor gegen Australien auch im 25. Länderspiel gleich gefährlich, als er die Latte traf (5.). Danach mit kleinem Durchhänger, erzielte dann aber das befreiende 0:1 (39.). Mitunter zu lässig im Abschluss - so etwa, als er erneut an die Latte schoss (60.).

Mario Götze: Die Sturmspitze steigerte sich nach unauffälligem Beginn. Wühlte sich vor dem 0:1 geschickt durch und legte für Kumpel Reus auf. Des Öfteren zu verspielt. Lukas Podolski: Kam ebenfalls in der 87. Minute und somit schon auf 123 Länderspieleinsätze.

Quelle: ntv.de, Marco Mader und Holger Schmidt, sid