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+ Fußball, Transfers, Gerüchte + Schwuler Schiri schmeißt frustriert hin

Schalke 04 will André Breitenreiter schnell loswerden. Kevin Kuranyi gibt nicht auf. In Tschechien sorgen zwei betrunkene Schiedsrichter für einen Skandal und HSV-Keeper Drobny fehlt die Motivation für einen Einsatz. Spanische Fans sorgen indes für Ärger.

Der Spanier Jesús Tomillero, homosexueller Fußballschiedsrichter, hat aufgrund von Anfeindungen aus dem Publikum sein Hobby aufgegeben. "Ich habe die Beleidigungen einfach nicht mehr ausgehalten", berichtete der 21-Jährige, der Spiele von Jugend- und Amateurmannschaften in der südspanischen Region Andalusien gepfiffen hatte. Wie die Zeitung "El País" berichtete, war Tomillero der einzige Referee im spanischen Fußball, der sich offen zu seiner Homosexualität bekannt hatte.

"Das Schlimmste waren nicht die Beleidigungen, sondern dass andere Zuschauer auch noch darüber gelacht haben", sagte er. "Die Schiedsrichterei war mein Leben. Nun weiß ich auch nicht, was ich machen soll." Tomillero ist von Beruf Kellner und Mitglied der Jugendorganisation der konservativen Volkspartei des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. Im März habe er den Zeugwart eines Vereins wegen homophober Äußerungen angezeigt, berichtete er der Zeitung. Daraufhin habe er aufmunternde Zuschriften von Rajoy und vom Chef der Linkspartei Podemos (Wir können), Pablo Iglesias, erhalten. (jgu)

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HSV: Lustloser Drobny will nicht mehr spielen
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Jaroslav Drobny steht dem Hamburger SV auf eigenen Wunsch gegen Augsburg nicht zur Verfügung.

(Foto: imago/MIS)

Torhüter Jaroslav Drobny vom Hamburger SV wird seinem Klub am letzten Spieltag auf eigenen Wunsch nicht zur Verfügung stehen. Der Tscheche, der die Vereinsverantwortlichen zuletzt scharf kritisiert hatte, verzichtet auf einen Einsatz beim FC Augsburg. Drobny, dessen im Sommer auslaufender Vertrag beim HSV nach sechs Jahren nicht verlängert wird, habe laut Trainer Bruno Labbadia nicht "die Spannung", um aufzulaufen. Der 36-Jährige hatte Labbadia und der Klubführung in einem Interview im Zusammenhang mit seinem bevorstehenden Abgang Lügen und Eierlosigkeit vorgeworfen. "Drobo hat einen Kodex verletzt, den wir bislang gut gelebt haben. Keiner greift den anderen an", sagte Labbadia bei der Pressekonferenz am Donnerstag. Man werde "nie jemanden zwingen, für den HSV zu spielen". Für Drobny wird in Augsburg Tom Mickel aus dem Regionalliga-Team der Hanseaten im Hamburger Kasten stehen. Stammkeeper René Adler ist noch verletzt. (tno)

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Schiri pinkelt auf Rasen und wird suspendiert

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(Foto: imago/MiS)

Weil sie bei der Leitung eines Erstligaspiels betrunken waren, sind zwei Schiedsrichter in Tschechien suspendiert worden. Das teilte der Fußballverband FACR mit. Während der Partie zwischen Pribram und Slavia Prag, die live im Fernsehen gezeigt wurde, torkelte der Vierte Offizielle vom Anpfiff an am Spielfeldrand entlang. Er musste von einem Ordner ruhiggestellt werden, weil er nach Angaben eines Vereinssprechers "die Sicherheit der übrigen am Spiel Beteiligten" gefährdet habe. Der Hauptschiedsrichter soll auf den Rasen uriniert haben. Das Spiel endete mit einem 3:1-Sieg für die Gäste von Slavia Prag. (tno)

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Kuranyi geht - und will nicht aufhören

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"Das war es noch nicht": Kevin Kuranyi.

(Foto: dpa)

Ex-Nationalspieler Kevin Kuranyi, 34 Jahre alt, verlässt die TSG Hoffenheim. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, verlängert der Verein seinen Vertrag nicht. Damit ist nach nur einem Jahr Schluss im Kraichgau. Kuranyi war nach fünf Jahren bei Dynamo Moskau nach Hoffenheim gewechselt, setzte sich aber nicht durch. 13 Mal kam er zum Einsatz, erzielte jedoch kein Tor. Dennoch gelte: "Das war es noch nicht. Mit so einer Saison will ich meine Karriere nicht beenden." Er wolle "zeigen, dass ich es noch kann. In der Bundesliga, im Ausland - mal schauen, ob es einen Verein gibt, der passt. Ich habe vor einem starken Jahr noch eine gute Europa-League-Saison gespielt. Und innerhalb von 14 Monaten sicherlich nicht alles verlernt." Unter dem Strich bleibe 2015/16 für ihn persönlich aber eine "sehr enttäuschende Saison". Aber: "Trotz meiner großen Enttäuschung wollte ich nicht für Unruhe sorgen. Also habe ich die Faust nur in der Tasche geballt. Obwohl ich sicher Gründe gehabt hätte, meine Enttäuschung auch öffentlich zu machen." Wichtiger sei, dass Hoffenheim auch in der nächsten Saison in der Bundesliga spiele: "Darüber freue ich mich aufrichtig." (sgi)

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Österreich setzt bei EM auf Bundesliga-Power

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Marcel Koller nominierte 15 Bundesliga-Profis für den österreichischen EM-Kader.

(Foto: REUTERS)

Mit 15 Deutschland-Legionären geht Österreich die Vorbereitung auf die Europameisterschaft in Frankreich an. Nationaltrainer Marcel Koller nominierte in Wien insgesamt 24 Spieler für das erste Trainingslager, das am 22. Mai im schweizerischen Laax beginnt. Angeführt wird das Aufgebot von Bayern-Star David Alaba. "Wir haben auf Altbewährtes gesetzt", sagte Koller im Wiener Urania bei einer Pressekonferenz. Einzige Überraschung ist der erst 20 Jahre alte Valentino Lazaro von RB Salzburg In der Vorrunde treffen die Österreicher auf Ungarn, Portugal und Island.

Die Deutschland-Legionäre im Österreich-Kader: Heinz Lindner (Eintracht Frankfurt), Ramazan Özcan (FC Ingolstadt), György Garics (SV Darmstadt 98), Martin Hinteregger (Borussia Mönchengladbach), Florian Klein (VfB Stuttgart), Markus Suttner (FC Ingolstadt), David Alaba (Bayern München), Julian Baumgartlinger (FSV Mainz 05), Martin Harnik (VfB Stuttgart), Stefan Ilsanker (RB Leipzig), Zlatko Junuzovic (Werder Bremen), Marcel Sabitzer (RB Leipzig), Alessandro Schöpf (FC Schalke 04), Lukas Hinterseer (FC Ingolstadt), Rubin Okotie (TSV 1860 München). Außerdem dabei: Robert Almer (FK Austria Wien), Aleksandar Dragović (Dynamo Kiew), Christian Fuchs (Leicester City), Sebastian Prödl (FC Watford), Kevin Wimmer (Tottenham Hotspur), Marko Arnautović (Stoke City), Jakob Jantscher (FC Luzern), Valentino Lazaro (FC Salzburg), Marc Janko (FC Basel); (tno)

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Frank de Boer schmeißt bei Ajax hin

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Nach sechs Jahren als Trainer von Ajax verlässt Frank de Boer den Klub aus Amsterdam.

(Foto: imago/VI Images)

Der frühere niederländische Fußball-Nationalspieler Frank de Boer hört als Trainer von Ajax Amsterdam nach der verpassten Meisterschaft auf. Wie der Verein nun mitteilte, einigten sich de Boer und der Club auf die vorzeitige Auflösung des noch bis zum 1. Juli 2017 laufenden Vertrags. "Ich habe hier eine fantastische Zeit gehabt", wurde der 45-Jährige auf der Ajax-Internetseite zitiert. Ajax hatte am letzten Spieltag noch die Meisterschaft verspielt, stattdessen sicherte sich die PSV Eindhoven den Titel. "Ich habe mehr und mehr gemerkt, dass es Zeit für etwas Anderes ist. Das ist für mich besser und meiner Meinung nach auch für Ajax", sagte de Boer. Einen neuen Verein hat der 45-Jährige noch nicht. In den vergangenen Tagen keimte das Gerücht, dass de Boer künftig den englischen Premier-League-Klub FC Everton trainieren könnte. De Boer sagte, dass er sich aber auch vorstellen könne, ein Jahr Pause zu machen. Er war seit dem 6. Dezember 2010 als Chefcoach bei Ajax tätig und holte mit dem Traditionsclub 2011, 2012, 2013 und 2014 jeweils die Meisterschaft. Wer die Nachfolge von de Boer antritt, steht noch nicht fest. (cri)

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Eintracht angeblich einig mit Bobic

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Fredi Bobic wird offenbar neuer Sportvorstand bei der Eintracht aus Frankfurt.

(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Die Nachfolge von Heribert Bruchhagen bei Eintracht Frankfurt ist offenbar geregelt. Wie das "Kicker"-Magazin berichtet, hat sich der Aufsichtsrat der Fußball AG mit Fredi Bobic auf ein Engagement geeinigt. Demnach soll der ehemalige DFB-Nationalspieler einen Vertrag bis 2019 bei der SGE erhalten und im Mai offiziell vorgestellt werden. Laut "Bild"-Zeitung sind allerdings noch finanzielle Details zu klären.

Bobic soll bei den abstiegsbedrohten Hessen künftig den Posten des Sportvorstands bekleiden, jedoch nicht wie Bruchhagen Vorstandsvorsitzender werden. Bruchhagen hört nach fast 13 Jahren bei der Eintracht auf. Bobic hatte zuletzt beim VfB Stuttgart als Sportdirektor gearbeitet. In Frankfurt soll er eng mit dem derzeitigen Sportdirektor Bruno Hübner zusammenarbeiten, dessen Vertrag ebenfalls bis 2019 läuft. (cri)

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S04-Trainer droht Kündigung vor Saisonfinale

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Die Tage von André Breitenreiter als Schalke-Trainer scheinen gezählt. Nachfolger soll angeblich Markus Weinzierl (r.) werden.

(Foto: imago/Horstmüller)

Der Abschied von André Breitenreiter als Trainer beim FC Schalke 04 nach Saisonende gilt bereits seit Wochen als beschlossene Sache. Eine offizielle Kündigung hat der 41-Jährige, der noch einen gültigen Vertrag bis 2017 bei den Königsblauen besitzt, allerdings noch nicht erhalten. Das könnte sich zügig ändern. Wie die "Bild"-Zeitung erfahren haben will, soll in der Chefetage der Gelsenkirchener vorgeschlagen worden sein, Breitenreiter noch vor dem letzten Saisonspiel bei der TSG Hoffenheim von seiner Kündigung in Kenntnis zu setzen.

Gestern wurde bekannt, dass der derzeitige Mainzer Christian Heidel bereits am Sonntag auf Schalke den Managerposten von Horst Heldt übernimmt. Um die Entlassung von Breitenreiter muss sich Heidel dann möglicherweise gar nicht mehr kümmern. Als Breitenreiters Nachfolger wird der aktuelle Augsburger Trainer Markus Weinzierl gehandelt. Da der 41-Jährige noch bis 2019 beim FCA unter Vertrag steht, müsste Schalke eine Ablöse bezahlen. Im Gespräch sind fünf Millionen Euro. André Breitenreiter fährt derweil unbeirrt mit seiner Arbeit fort. Nach "Bild"-Informationen soll er erst kürzlich veranlasst haben, seiner Mannschaft zwei Wochen Urlaub zu streichen, falls Schalke zum Saisonende auf dem derzeitigen siebten Tabellenplatz hängen bleiben sollte. (cri)

Quelle: ntv.de

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