Fußball

Wechsel oder wieder mit Zidane? Um Ronaldos Zukunft wird es jetzt spannend

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Cristiano Ronaldo und Zinedine Zidane haben große gemeinsame Zeiten hinter sich. Ob beide auch eine große Zukunft verbindet?

(Foto: imago/Revierfoto)

Die Champions-League-Saison ist für Cristiano Ronaldo schon wieder beendet, der Superstar schiebt Frust. Sein ungeliebter Trainer muss seinen Hut nehmen, italienische Medien skizzieren schon ganz große Lösungen. Es wird spannend, wie es für Ronaldo weitergehen wird.

Als die Titelmission in der Königsklasse gescheitert war, platzte der ganze Frust aus Cristiano Ronaldo heraus. Erst riss sich der portugiesische Superstar das Trikot vom Leib, dann stürmte er ernüchtert in die Kabine. Sein Doppelpack im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League genügte Juventus Turin nicht für den Sprung ins Finalturnier in Lissabon, Trainer Maurizio Sarri kostete das Aus den Job, doch das bestimmende Thema war zunächst ein anderes.

Die Zukunft des fünfmaligen Weltfußballers scheint nach dem erneuten Ausscheiden des italienischen Serienmeisters offener denn je. "Wenn man von Ronaldo absieht, was bleibt von Juve übrig? Eine langsame und ungenaue Mannschaft, die nie wirklich gefährlich wird", schrieb der "Corriere della Sera" nach dem 2:1 (1:1) gegen Olympique Lyon. Und womöglich ist genau das der Grund, weshalb sich die Wege nach zwei Jahren bereits wieder trennen könnten.

Klar ist: Titel auf der europäischen Bühne stehen für Ronaldo, der 2018 mit großen Erwartungen in Turin empfangen wurde, über allem. Weil der Traum mit Juventus nach dem Viertelfinalaus im vergangenen Jahr nun erneut geplatzt ist, wird in italienischen Medien über einen vorzeitigen Abschied spekuliert. Ronaldo steht im Herbst seiner Karriere am Scheideweg, sein Vertrag läuft noch bis 2022.

Zu Tuchel oder wieder mit Zidane?

Wie schon vor zwei Jahren wird wieder Paris St. Germain mit Thomas Tuchel als neuer Arbeitgeber gehandelt. Wie Ronaldos Gedanken dazu aussehen, bleibt aber offen. Nach der Enttäuschung am Freitagabend sprachen nur die anderen. Juve-Präsident Andrea Agnelli wollte von den Spekulationen jedenfalls nichts wissen und beteuerte, er sei überzeugt, "dass Ronaldo bleiben will. Er ist ein Eckpfeiler unserer Mannschaft."

Wie wichtig der fünfmalige Champions-League-Gewinner selbst im Alter von 35 Jahren noch ist, zeigte er auch gegen Lyon. Per Handelfmeter (43.) und Traumtor (60.) hielt er die Hoffnungen der Alten Dame lange am Leben. Doch ein "Phänomen wie Ronaldo genügt Juve nicht", schrieb die "Gazzetta dello Sport". "Es ist, als ob Ronaldos Kraft die Energie der Teamkollegen geschluckt hätte", kommentierte "La Repubblica". Ein vom deutschen Schiedsrichter Felix Zwayer gegebener umstrittener Foulelfmeter brachte Lyon das wichtige Auswärtstor. Memphis Depay verwandelte (12.) - und hinterließ damit zahlreiche Fragen in Turin.

Eine davon beantwortete der Klub bereits am Samstagmittag. Juventus gab die Trennung bekannt und dankte Sarri in einem knappen Statement für die Zusammenarbeit. Als mögliche Nachfolger nennt die Gazzetta dello Sport Zinedine Zidane, Mauricio Pochettino und Simone Inzaghi. Auch eine Rückkehr von Massimiliano Allegri soll im Gespräch sein. Zidane war am Freitag mit Real Madrid ebenfalls aus der Königsklasse ausgeschieden.

Für Juventus fällt das Saisonfazit trotz der neunten nationalen Meisterschaft in Folge enttäuschend aus. Unabhängig von der neuen Person auf der Trainerbank wird Juventus im nächsten Jahr einen neuen Anlauf in der Champions League nehmen - dann aber womöglich ohne Ronaldo.

Quelle: ntv.de, Jonas Wagner, sid