Fußball

CR7 wird wie Sauerbier angeboten Will denn niemand Cristiano Ronaldo kaufen?

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"Kauft mich", scheint Ronaldo zu rufen.

(Foto: IMAGO/aal.photo)

Sie haben genug von Lustlos-Lewandowski und der heißesten Transfer-Saga des Sommers? Dann lesen Sie doch hier rein. Cristiano Ronaldo will ganz dringend den Verein wechseln. Aber für den mehrfachen Weltfußballer des Jahres findet sich kein Verein mehr.

Es ist nicht so einfach, dieser Tage Cristiano Ronaldo zu sein. Mit 37 Jahren ist ein Großteil der Karriere gespielt, doch noch lange nicht alles Geld dieser Welt verdient, noch lange nicht jeder Traum gelebt. Zum Beispiel der von 20. Champions-League-Teilnahme in Folge. Aktuell noch bei Manchester United unter Vertrag stehend, will der Portugiese noch in diesem Sommer weiterziehen. Nur: Es findet sich bislang kein Verein, der ihn aufnehmen will. Und das, obwohl sein Agent, Jorge Mendes, durch Europa tingelt, an Türen klopft und den Spieler anpreist.

Bayern München hat bereits abgelehnt, die Option Barcelona wirkt bislang kaum glaubwürdig und nun soll mit Paris Saint-Germain ein weiterer Verein aus der Riege der europäischen Superklubs abgesagt haben. Dabei hatten sie sich im Camp Ronaldo so bemüht, wie unter anderem der amerikanische Sportsender ESPN berichtet.

So soll Ronaldos Agent, der umtriebige Mendes, mit seinem Anliegen in Paris auf taube Ohren gestoßen sein. Zu teuer, kein Platz im System und keine sportliche Perspektive, sollen ihm der neue Sportdirektor Luis Campos und Präsident Nasser Al-Khelaifi geantwortet haben. Dabei kennt man sich: Campos, ein Portugiese, war ab 2012 Scout bei Real Madrid, Ronaldo dort ein Spieler. Und Berater Mendes schon vorher bestens bekannt mit Campos, der bereits 2013 nach Monaco weiterzog, dort das Meisterteam von 2017 aufbaute. Al-Khelaifi ist ebenfalls ein Vertrauter von Mendes. Viele seiner Spieler sind irgendwann in Paris gelandet. CR7 aber, das soll deutlich geworden sein, wird das nicht tun.

Die letzte Perspektive Manchester

Auch, weil der neue Trainer Christophe Galtier von den Offensivoptionen erschlagen wird. Immer noch spielen dort ja Neymar, Lionel Messi und Kylian Mbappé. Wo soll da Platz sein für Cristiano, dessen Torstatistiken noch gut sind, der aber schon lange nicht mehr zum Defensivverhalten seiner Mannschaften beiträgt. Das ist schon lange die Schwachstelle der Kataris mit Pariser Trikots, die so gerne die Champions League gewinnen wollen und doch immer wieder scheitern. Meist sehr früh.

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Kein Platz in Paris und auch für den neuen Transferkönig Europas, für Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidžić keine ernsthafte Option. Es wird einsam um Cristiano Ronaldo. Bleiben nicht viele Klubs übrig. Vielleicht Chelsea, die mit ihrem neuen Besitzerkonsortium noch einen neuen Weltstar brauchen? Nicht mit Trainer Thomas Tuchel, der sich öffentlich bislang zurückgehalten hat, aber kein großer Anhänger dieser Idee sein soll. Verständlich.

Ronaldo ist also weiterhin bis 2023 an Manchester United gebunden, aber bekanntlich nicht mit ins Trainingslager seines Noch-Klubs gereist. Die touren momentan durch Asien, machten erst am Dienstag mit einem 4:0 gegen Klopps Liverpool auf sich aufmerksam und bauen, so die offizielle Ansage, weiter auf den Portugiesen. Bedeutet: Er könnte sogar beim verzwergten Premier-League-Riesen bleiben. "Wir planen Cristiano Ronaldo für die neue Saison ein", erklärte der neue Trainer Erik ten Hag erst am Montag: "Ich freue mich wirklich, bald mit ihm zu arbeiten." Immerhin einer freut sich auf Ronaldo: Das sind doch Perspektiven.

Quelle: ntv.de, sue

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