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Dieses Foto von der Google-Internetseite zeigt, wie Träger mit der Glass Musik hören können.
Dieses Foto von der Google-Internetseite zeigt, wie Träger mit der Glass Musik hören können.(Foto: google.com/glass/start/)
Mittwoch, 13. November 2013

Neue Funktion für Googles Datenbrille: Glass kann Musik abspielen und erkennen

Facebook kann sie, Mails empfangen und den Weg weisen auch - nun packt Google noch einen oben drauf. Die Datenbrille Glass soll auch zum Entertainment-Center werden. Inzwischen können Interessenten sie in den USA vorbestellen.

Mit der künftigen Datenbrille von Google sollen Nutzer auch Musik hören können. Über speziell gefertigte Stereo-Kopfhörer können sie Musik unter anderem aus den Online-Diensten von Google hören. Dies bestätigte eine Sprecherin, außerdem zeigte der Internetkonzern Bilder und ein Video von Glass-Trägern mit Ohrstöpseln auf seiner offiziellen Seite. Google bündelt seine Cloud-Musikdienste derzeit im sogenannten Play Store, auf den die Brille dann Zugriff erhalten wird.

Die Brille soll in verschiedenen farblichen Ausführungen geliefert werden.
Die Brille soll in verschiedenen farblichen Ausführungen geliefert werden.(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Träger der Google Glass sollen auch mit einer Suchfunktion Lieder identifizieren können, deren Namen ihnen nicht bekannt ist. Entsprechende Apps wie etwa Shazam sind schon auf Smartphones sehr beliebt, nun soll das Prinzip auch auf die Brille übertragen werden. Google hat noch keinen Termin für die Markteinführung seiner Google Glass angekündigt. Beobachter rechnen mit Anfang kommenden Jahres.

Testen bald in Deutschland möglich?

Aus der Markteinführung der Brille macht Google eine Art Test-Happening. Mittlerweile ist eine offene Warteliste für Personen freigeschaltet, die das Gerät alsbald auf ihrer Nase ausprobieren wollen. Derzeit ist die Vorbestellung zum Testen nur in den USA möglich. Allerdings kann man in dem Online-Formular auch andere Länder aussuchen, was auf eine geplante internationale Ausweitung des Programms hinweisen dürfte.

In einer ersten Runde hatten rund 10.000 Nutzer den smarten Schnickschnack zur Probe erhalten. Dann wurde jedem von ihnen erlaubt, bis zu drei weitere Leute einzuladen. Die "Glass Explorer" genannten Testnutzer mussten 1500 Dollar für das Gerät bezahlen. Bald wollen die Entwickler eine neue Version der Datenbrille verteilen. Sie soll mit der Zeit auch für Brillenträger geeignet sein, wenn entsprechende Linsen-Aufsätze verfügbar sind.

Erste Apps sind längst verfügbar

Der Konzern hatte die Datenbrille erstmals im April 2012 in einem Video vorgestellt. Sie soll vor allem Smartphones überflüssig machen. E-Mails, Straßenkarten oder Wetterinformationen werden in das Brillenglas eingeblendet. Über eingebaute Mikrofone steuern Nutzer die Datenbrille mit Sprachbefehlen.

Facebook und Twitter stellten bereits Miniprogramme für die Datenbrille vor. Die Facebook-App ermöglicht es, mit Google Glass aufgenommene Fotos in das Netzwerk zu senden und sie - per Sprachsteuerung - mit einer Beschreibung zu versehen. Die Twitter-App für Google Glass hat die gleichen Funktionen wie bei klassischen Smartphones. Nutzer können damit Botschaften und Fotos senden, auf Tweets antworten, sie weiterleiten oder als Favorit markieren. Auch erhalten sie Benachrichtigungen über Interaktionen.

Quelle: n-tv.de

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