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Vernünftiger geht's kaum Google packt das Pixel 5 aus

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Das Google Pixel 5 (Mitte) mit seinen günstigeren Brüdern Pixel 4a und Pixel 4a 5G.

(Foto: Google)

Mit dem Pixel 5 gibt Google ein Statement ab: Das 5G-Smartphone bietet zu einem vernünftigen Preis eine vernünftige Hardware an. Doppel-Kamera und Software sind top, der Rest guter Standard. Außerdem präsentiert Google das Pixel 4a 5G, einen neuen Lautsprecher und einen verbesserten Chromecast.

Damit könnte Google einen Nerv treffen: Statt weitere hochgerüstete Smartphones zu viel zu hohen Preisen auf den Markt zu werfen, hat sich das Unternehmen dazu entschlossen, bei seinem großen Herbst-Event ganz einfach vernünftige Geräte zu veröffentlichen. Das Pixel 5 und das Pixel 4a 5G könnten genau das sein, was sich viele Nutzer wünschen: kompakte, langlebige Geräte mit guter, aber nicht übertriebener Hardware zum fairen Preis. Dazu gibt's ein immer aktuelles Betriebssystem, das mindestens vier Jahre lang aktuell bleibt. Und die Geräte kommen bereits mit Android 11.

Kompakt und leicht

Das Google Pixel 5 hat ein sechs Zoll großes OLED-Display mit einer scharfen Pixeldichte von 432 ppi. Es bietet eine Bildwiederholfrequenz von 90 Hertz (Hz) und wird von Gorilla Glass 6 geschützt. Im Gegensatz zu den Vorgängern füllt der Bildschirm fast die gesamte Front ein. Dafür hat Google auf die Sensoren für eine 3D-Gesichtserkennung und den letztendlich nutzlosen Radar-Chip verzichtet.

Stattdessen fotografiert die Frontkamera jetzt wie bei vielen Androiden durch ein kleines Loch im Display und das Pixel 5 hat auf der Rückseite einen Fingerabdrucksensor. Das ist zwar wenig aufsehenerregend, aber Gesichtserkennung ist in Zeiten der Corona-Maskerade nicht so sexy und ein Sensor auf der Rückseite finden nicht wenige Nutzer sogar praktischer.

Durch das relativ kleine Display mit schmalen Rändern ist das Smartphone sehr kompakt. Trotzdem hat Google wieder Stereo-Lautsprecher untergebracht. Angenehm ist das geringe Gewicht von 151 Gramm. Nicht so schön: Es fehlt eine Klinkenbuchse. Nicht gespart hat Google bei den Dichtungen, das Pixel 5 ist nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.

Viel Arbeitsspeicher

Das Innenleben des Pixel 5 ist gehobene Mittelklasse, die zwar keine Benchmark-Rekorde verspricht, aber sonst wenig vermissen lässt. Angetrieben wird das Gerät von Qualcomms 5G-Chip Snapdragon 765G. Der ist sparsam im Verbrauch, aber leistungsfähig genug, um alle Aufgaben flüssig zu erledigen. Wichtiger als dicke Muckis sind die großzügigen 8 Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher, auf die der Prozessor zugreifen kann. Der wieder einmal nicht erweiterbare Flash-Speicher ist mit 128 GB groß genug.

Das Pixel 4 ist kein echter Ausdauerläufer, der Nachfolger verspricht mit einem Akku, der 4080 Milliamperestunden fasst, länger durchzuhalten. Das Smartphone kann induktiv geladen werden, dient aber auch als kabellose Tankstelle für andere Geräte, beispielsweise die Pixel Buds 2.

Zwei Kameras müssen genügen

Bei der Kameraausstattung hat Google immer schon auf Qualität statt Quantität gesetzt. So hat auch das Pixel 5 nur zwei Knipsen. Die Hauptkamera hat einen 12,2-Megapixel-Sensor mit Blende f/1.7 und ist optisch stabilisiert. Videos nimmt sie in Full-HD-Auflösung mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde (FPS) auf, 4K-Aufnahmen macht sie mit 30 oder 60 FPS. Dazu kommt eine Superweitwinkel-Kamera mit 16 Megapixeln und Blende f/2.2. Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf, die Blende beträgt f/2.0.

Die Erfahrung mit den bisherigen Pixel-Smartphones zeigt, dass Googles Kameras jedes Jahr zu den besten gehören. Das liegt vor allem an der Software, in die das Unternehmen viel von seiner KI-Kompetenz einfließen lässt. Zu den Neuheiten gehören bei Videos ein Kinoeffekt-Modus und Porträts im Nachtmodus.

Das Pixel 5 kommt am 15. Oktober in Schwarz oder Minzgrün für 613,15 Euro auf den Markt. Der Preis ist vernünftig, aber nicht wirklich günstig. Wer weniger ausgeben möchte, kann auch zum Pixel 4a greifen, das Google bereits vor einigen Wochen vorgestellt hat, aber erst jetzt verkauft. Es kostet nur 340 Euro, hat aber im Test überzeugt.

Günstigere Alternative: Pixel 4a 5G

Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet vielleicht das ebenfalls neue Pixel 4a 5G. Es hat den gleichen Chip und die gleiche Kameraausstattung wie das Pixel 5, ist aber wie das einfache Pixel 4a nicht wasserdicht und kann nicht induktiv geladen werden. Es hat ein 6,2 Zoll großes Display mit 413 ppi, bietet aber keine höhere Bildwiederholfrequenz als 60 Hz.

Wie das einfache 4a hat die 5G-Variante ein Kunststoffgehäuse mit Klinkenbuchse, 6 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Flash-Speicher. Sein Akku hat mit 3885 Milliamperestunden aber eine deutlich höhere Kapazität und das Gerät hat Stereo-Lautsprecher. Das Pixel 4a 5G ist ab November für 486,40 Euro zu haben.

Außerdem hat Google noch einen verbesserten 4K-Chromecast mit integriertem Google TV plus Fernbedienung (68,23 Euro) und den kompakten WLAN-Lautsprecher Nest Audio (97,47 Euro) vorgestellt.

Quelle: ntv.de, kwe