Technik

Zusammen mit neuem iPad miniIn Kürze stellt Apple ein Gerät vor, das Steve Jobs nie wollte

19.10.2026, 14:17 Uhr imageVon Klaus Wedekind
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Etliche Jahre nach der Windows-Konkurrenz bringt Apple seinen ersten Laptop mit Touchscreen heraus. (Foto: kwe)

Ende Oktober stellt Apple rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft noch einmal Neuheiten vor. Voraussichtlich sind darunter ein Gerät, das Steve Jobs als "ergonomisch furchtbar" ablehnte - und ein zeitgemäßes iPad Mini.

Am 20. Oktober 2010 sagte Steve Jobs bei einer Presseveranstaltung deutlich, was er von einem möglichen MacBook mit Touchscreen hält. Ein solches Gerät sei "ergonomisch furchtbar". Apple habe "unzählige Benutzertests durchgeführt und es hat sich herausgestellt, dass es nicht funktioniert. Touch-Oberflächen wollen nicht vertikal ausgerichtet sein", so Jobs. Schon nach kurzer Zeit schmerze der ausgestreckte Arm so, "als würde er abfallen". Das Syndrom ist auch als "Gorilla-Arm" bekannt.

16 Jahre später kommt jetzt doch das erste MacBook Pro mit Touchscreen auf den Markt. Laut "Bloomberg"-Autor Mark Gurman stellt es Apple am 28. Oktober mit 14- und 16-Zoll-Bildschirmen vor, Marktstart soll am 6. November sein.

Völlig überraschend kommt das Gerät nicht. Schon im September 2025 hatte der bekannteste Apple-Analyst den Start der Massenproduktion des Touchscreen-MacBook-Pro für das vierte Quartal 2026 vorausgesagt. Das Umdenken im Unternehmen sei offenbar auf Erfahrungen mit dem iPad zurückzuführen, schrieb er. Sie deuteten darauf hin, dass Touch-Bedienelemente in bestimmten Szenarien sowohl die Produktivität als auch das gesamte Nutzererlebnis verbessern können.

Vom iPad gelernt

Gurman nennt in seinem Beitrag Beispiele: Wenn Benutzer eine Taste oder ein Bedienelement berühre, öffne sich ein neues Menü um ihren Finger herum, das relevantere Optionen für Berührungsbefehle biete. Die Software passe die angezeigten Steuerelemente dynamisch an die vorherigen Interaktionen des Nutzers an. Tippe dieser auf ein Element in der Menüleiste am oberen Bildschirmrand, würden die verfügbaren Bedienelemente vergrößert dargestellt und ließen sich dadurch leichter mit dem Finger auswählen.

Der Touchscreen nutzt vermutlich die On-Cell-Touch-Technologie, die bei modernen Smartphones Standard ist. Das heißt, die Sensoren, die Berührungen wahrnehmen, sind nicht in einer zusätzlichen Schicht untergebracht, sondern in der obersten Schicht (Dünnschichtverkapselung) des OLED-Displays integriert. Außerdem dürfte es sich wie beim iPad Pro um ein sogenanntes Tandem-OLED handeln. Dabei liegen mehrere Leuchtschichten übereinander, was unter anderem höhere Helligkeit, bessere Energieeffizienz und eine längere Lebensdauer als bei herkömmlichen OLEDs ermöglicht.

Dynamic Island statt Notch

Das grundlegende MacBook-Design wird Apple voraussichtlich beibehalten. Der möglicherweise "Ultra" getaufte Laptop könnte Gerüchten nach aber etwas schlanker und leichter als die aktuellen Pros sein. Überdies wird schon länger gemunkelt, das Display habe keine Notch mehr, sondern ähnlich wie bei jüngeren iPhones ein Dynamic Island. Das Touchscreen-MacBook-Pro könnte allerdings keine Gesichtserkennung (Face ID) unterstützen, sondern einen Fingerabdrucksensor (Touch ID) haben.

"9to5Mac" zufolge wird es das Gerät wie die aktuellen Pros in Varianten mit M5 Pro oder M5 Max geben. Zuvor hieß es in Gerüchten, Apple werde die Touchscreen-Premiere mit M6-Pro- und M6-Max-Chips ausstatten.

iPad mini mit OLED-Display

Neben den neuen Macs stellt Apple voraussichtlich auch ein überarbeitetes iPad mini vor. Es soll ein OLED-Display haben und mit dem A20 Pro so stark wie das iPhone-18-Pro-Duo sein. Außerdem wird erwartet, dass seine Frontkamera wie bei anderen aktuellen iPads in einer Längsseite untergebracht ist, um besser für Videochats geeignet zu sein.

Schließlich präsentiert Apple voraussichtlich auch ein herkömmliches 14-Zoll-MacBook Pros sowie einen neuen iMac mit M6-Chip am 28. Oktober. Ansonsten sollen die Geräte mit unverändertem Design an den Start gehen.

Quelle: ntv.de

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