Technik

Zahlen Sie mit Ihrem guten Gesicht Paypal wird zur mobilen Geldbörse

Trio.jpg

Wer bereits Paypal-Kunde ist, könnte beim Check-In gerne Gesicht zeigen.

(Foto: Paypal)

Mit "Check-In" will Paypal in Deutschland dem mobilen Bezahlen per Smartphone zum Durchbruch verhelfen. Es könnte diesmal gelingen, das Prinzip ist einfach genug.

Schon seit Jahren heißt es immer wieder, das mobile Bezahlen mit dem Smartphone werde bald die normalste Sache der Welt sein. Doch bisher kam auch mit dem NFC-Chip zumindest in Deutschland nicht der Durchbruch. Die meisten Systeme sind zu kompliziert, zu undurchsichtig oder benötigen extra Hardware. Jetzt verkündet Paypal, man läute mit "Check-In" den Durchbruch fürs mobile Bezahlen in Deutschland ein.

Die Ebay-Tochter hat zusammen mit Orderbird, einem Anbieter von iPad-Kassensystemen, ein sehr einfaches System entwickelt, das zunächst bei einem Pilotprojekt mit zehn Gastronomiebetrieben im Berliner Bezirk Mitte ausprobiert wird. Um mit Check-In die Börse stecken lassen zu können, muss man natürlich ein Paypal-Konto haben. Da es in Deutschland viele Hunderttausend Ebay-Nutzer mit Smartphone gibt, ist das Kundenpotential grundsätzlich sehr groß.

Erfüllt man diese Voraussetzung, genügt es, die Paypal-App zu installieren, die es für iPhones, iPads und Android-Geräte gibt und in den Einstellungen ein persönliches Foto zu laden, auf dem man gut zu erkennen ist. Danach kann man nach einem Tipper auf den Reiter "Läden" sehen, wo man per Check-In bezahlen kann und wie weit ein Café oder Restaurant entfernt ist. Ist eine Lokalität ausgewählt, meldet man sich an und ist damit eingecheckt.

Kunde bleibt nicht eingecheckt

Im Laden erscheint dann das persönliche Foto plus Namen im iPad-Kassensystem, was dem Personal genügt, um den Kunden zu identifizieren und die Bezahlung mit einem Druck auf das Bild zu akzeptieren. Der Kunde erhält per Push-Nachricht die Info, dass er per Paypal bezahlt hat und bekommt eine E-Mail mit dem Beleg. "Danach ist man automatisch wieder ausgecheckt", sagte Orderbird-Chef Jakob Schreyer bei der Pressekonferenz. Ein Benutzer- oder Bewegungsprofil werde selbstverständlich nicht angelegt. Künftig sei aber geplant, dass Kunden akzeptieren können, dass Daten gespeichert werden, um beispielsweise an Rabattaktionen teilzunehmen. Ohne Einwilligung würde grundsätzlich bei Check-In nichts gespeichert, betonte Schreyer. Um Sicherheitsbedenken auszuräumen, wies Paypal-Sprecher Arnulf Keese außerdem darauf hin, dass die Datenübertragung zum Kassensystem verschlüsselt erfolge. Man könne daher gefahrlos offene WLANs nutzen.

Paypal testet Check-In auch in Großbritannien und den USA. Ist das Berliner Pilotprojekt erfolgreich, soll der Dienst bald deutschlandweit auch in anderen Bereichen, beispielsweise von Einzelhändlern oder Supermärkten angeboten werden.

Quelle: ntv.de, kwe

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen