Technik

Abzocke im Netz Teure Plätze beim Oktoberfest

Aufregung im Vorfeld des Münchner Oktoberfestes: Beim Internetaktionshaus Ebay sind die begehrten Festzelt-Reservierungen zu überhöhten Preisen angeboten worden. Käufer erlebten dabei ihr weißblaues Wunder. Statt des ohnehin stolzen Preise von 193 Euro für einen Tisch mit zehn Plätzen, sollten sie mindestens 230 Euro zahlen.

Ein findiger Internet-Schwarzhändler hatte für insgesamt sechs Tage Tische in einem großen Festzelt unter falschem Namen reserviert und danach bei einer Online-Auktion mit einem überhöhten Startpreis von 230 Euro angeboten. Wer sich das Bieten sparen wollte, hätte für die Reservierung sogar 319 Euro zahlen sollen - zuzüglich acht Euro Porto.

Wirte fürchten um ihr Image

Das diesjährige Oktoberfest wird vom 21. September bis 6. Oktober gefeiert. Die Wirte sind über die Internet-Affäre entsetzt. "Da will jemand Touristen abzocken und das schnelle Geld machen", sagte ein Sprecher der Wiesn-Wirte in München. Die Wirte fürchten um ihr Image: "Nicht das noch einer denkt, wir Wirte bieten die überteuerten Tische selbst unter falschem Namen an", sagt eine Mitarbeiterin des Festzeltes, in dem Internet-Gauner mit Decknamen "Klamotte" die Tische reserviert hatte.

Den Wirten sind jedoch die Hände gebunden. Denn rechtlich gesehen handelt es sich bei "Klamottes" Abzocke lediglich um Schwarzhandel mit sogenannten "marktfähigen Dingen", der juristisch nicht verfolgt werden kann. Das gleiche gilt beispielsweise auch für schwarz verkaufte Fußball- oder Konzertkarten.

Quelle: ntv.de

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