Wirtschaft

Showdown in der Griechenland-Krise +++ 22:24 Soli-Demos für Griechenland in ganz Europa +++

+++ 21:29 Spaniens Polit-Star solidarisiert sich mit Tsipras +++
Moralischer Beistand aus Spanien: Vor dem Referendum in Griechenland solidarisiert sich der Chef der aufstrebenden spanischen Protest-Partei Podemos, Pablo Iglesias, mit der Regierung in Athen. Diese antworte mit Demokratie auf die "Tyrannei" der Gläubiger, sagte Iglesias bei einer Veranstaltung im nordwestspanischen Vigo. Ministerpräsident Alexis Tsipras habe "viel Mut gezeigt".

+++ 20:44 Schulz bringt Notstandskredite ins Spiel +++
Der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, bringt "Notstandskredite" zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgung in Griechenland ins Spiel. "Dafür wären kurzfristig Gelder in Brüssel abrufbar", sagte der SPD-Politiker der "Welt am Sonntag". Man werde "die Menschen in Griechenland nicht im Stich lassen". Besonders schwierig werde die Lage, wenn Athen nach einem "Nein" der Griechen beim Referendum zu den Forderungen der Geldgeber das Geld ausgehe. "Ohne neues Geld können die Gehälter nicht ausgezahlt werden, das Gesundheitssystem funktioniert nicht mehr, die Stromversorgung und der öffentliche Transport versagen", sagte er.

+++ 20:06 Rot-Grüne üben Schulterschluss mit Griechen +++
Die Griechenland-Krise sorgt für einen ungewöhnlichen Schulterschluss zwischen rot-grünen Bundestagsabgeordneten: 51 Politiker beider Parteien schalteten in der griechischen Zeitung  "Kathimerini" eine Anzeige, in dem sie ihre Solidarität mit dem  schuldengeplagten Land betonten. Eine klare Aufforderung, beim Referendum mit "Ja" oder "Nein" zu stimmen, enthält die Anzeige jedoch nicht. Ungewöhnlich ist aber, dass Mitglieder der SPD-Regierungsfraktion gemeinsam mit einer Oppositionspartei den Aufruf initiiert haben.

+++ 19:22 Ehemalige EU-Politiker legen Drei-Stufen-Plan vor +++
Sie kennen sich mit der EU aus: Jacques Delors, Pascal Lamy und Antonio Vitorino. Nun legen die drei ehemaligen Top-Politiker der EU einen Drei-Stufen-Plan vor, den sie im "Handelsblatt" erläutern.

  • Demnach soll Griechenlands Zahlungsfähigkeit mittels Finanzhilfen wieder hergestellt werden,
  • die griechische Wirtschaft unter anderem mit Hilfe des Struktur- und Kohäsionsfonds wieder angekurbelt werden
  • und die griechische Schuldenlast "erörtert" werden, unter der Bedingung dass Reformverpflichtungen eingehalten würden.

Delors war jahrelang Präsident der EG- und später der EU-Kommission, Lamy war EU-Außenhandelskommissar, Vitorino war Vizepremierminister Portugals.

+++ 18:25 Immenses Interesse an Referendum +++
Das Interesse am Referendum der Griechen ist enorm. Wie das staatliche Presseamt mitteilt, haben sich bereits 700 Medienvertreter angemeldet, darunter 21 Nachrichtenagenturen, 81 TV-Sender und 58 Zeitungen.

+++ 17:28 Steinmeier warnt vor Grexit +++
Falls Varoufakis Recht hat und Schäuble den Grexit will, gibt es ein Problem: Bundesaußenminister Steinmeier ist dagegen. Er warnt vor den Folgen eines Austritts Griechenlands aus der Eurozone. "Selbst wenn wir eine solche Entwicklung finanz- und währungspolitisch bewältigen können, wäre das Signal eines 'Grexit' an die Länder außerhalb der EU verheerend", sagte Steinmeier dem "Tagesspiegel am Sonntag". Europa würde dann "in Teilen der Welt an Ansehen verlieren und Glaubwürdigkeit einbüßen".

+++ 16:56 Varoufakis: Schäuble wollte Grexit schon 2012 +++
Der griechische Finanzminister Varoufakis wirft seinem deutschen Kollegen Schäuble vor, schon seit Jahren an einem Euro-Austritt Griechenlands zu arbeiten. "Schon 2012 hat Herr Schäuble deutlich gemacht, dass er einen Grexit bevorzugen würde", sagte Varoufakis der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Die Schuld, dass die Banken in Griechenland geschlossen sind, schob er den Geldgebern zu. "Europa hat beschlossen, uns zu erpressen, damit wir einen Vertrag unterschreiben, der für niemanden gut ist", sagte er.

+++ 16:25 Varoufakis wirft Berlin Goebbels-Methoden vor +++
  Die Griechen haben jahrelang mit beiden Händen Geld ausgegeben, jetzt sollen die restlichen Europäer die Rechnung zahlen - dieses Bild bestimmt in Deutschland die Sicht auf die Krise. Für den griechischen Finanzminister Varoufakis ist das reine Propaganda der Gläubiger und Berlins. Proganda im Stile der Nazis: "Goebbels sagte, der beste Weg eine Lüge zu verbreiten sei, diese ohne Unterlass zu wiederholen. Das ist es, was sie mit uns machen", sagte er der spanischen Zeitung "El Mundo". Er fordert ein Ende der Austeritätspolitik, damit die Wirtschaft wieder in Schwung komme und das Land damit in die Lage gerate, seine Schulden zu bezahlen. Griechenland wolle diese begleichen, versicherte er mehrfach.

+++ 15:55 Varoufakis: Banken öffnen Dienstag in jedem Fall wieder +++
Der griechische Finanzminister Varoufakis geht fest davon aus, dass die griechischen Banken am Dienstag wieder öffnen können. Im Interview, das er der spanischen Zeitung "El Mundo" gab, sagte er: "Wenn das 'Nein' gewinnt, (...) geht Tsipras am Montag nach Brüssel, schließt ein Abkommen ab und die Banken öffnen wieder." Setze sich das 'Ja' durch, werde die die EZB sofort Notfallkredite (ELA) gewähren, sodass die Banken ebenfalls wieder öffnen könnten. Er geht davon aus, dass ein neues Abkommen in einem Tag ausgehandelt werden könnte, weil zu viel auf dem Spiel stünde - seinen Angaben zufolge könnten eine Billion Euro verloren gehen, wenn Griechenland zusammenbreche.

+++ 15:08 Tausende Iren demonstrieren für Syriza +++

Tausende Iren solidarisieren sich mit den Griechen. In Dublin versammeln sie sich und halten Plakate mit "Oxi" (Nein) in die Höhe. Damit stellen sie sich auf die Seite von Syriza. Das ist bemerkenswert, da Irland stets als Beispiel herhalten muss, dass die Austeritätspolitik funktioniert. Nicht nur die Demonstranten, auch ein irischer Wirtschaftswissenschaftler äußert im Interview mit n-tv.de große Zweifel daran.

+++ 14:35 Der Weg zum #Grexit/ #NoGrexit auf einem Blick +++
Wie geht morgen das Referendum aus? Was kommt danach? Wird Griechenland in der Eurozone bleiben oder nicht? All die möglichen Szenarien hat CNBC World jetzt in einer sehenswerten Grafik zusammengefasst:

 

Fehlt nur noch: Am Ende kommt sowieso alles anders, als man denkt.

+++ 14:10 Renzi: Italien muss keine Angst haben +++
Vor dem Referendum in Griechenland versucht die italienische Regierung, die eigene Bevölkerung zu beruhigen. "Die Italiener müssen keine Angst haben", sagt Ministerpräsident Matteo Renzi. Auch wenn Griechenland und Italien vor drei, vier Jahren noch beide Problemländer gewesen seien: "Jetzt ist das nicht mehr so." Er fügte hinzu: "Wir sind diejenigen, die versuchen, das Problem zu lösen, wir sind nicht das Problem."

+++ 13:26 Angst vor leeren Supermarktregalen +++
Supermarktketten und die Ernährungsindustrie Griechenlands fürchten die kommende Woche. Denn da könnte es mit der Versorgung knapp werden. Besonders frisches Fleisch, Fisch und Milchprodukte könnte in den Regalen fehlen, denn hier ist das Land auf Importe angewiesen. Bei Produkten wie Pasta, Reis und Bohnen machen sich die Hamsterkäufe der vergangenen Tage bemerkbar. Die fleischverarbeitende Industrie hat bereits die Produktion gedrosselt.

+++ 12:45 Protest-Aktion bei Merkel-Auftritt +++
Bei einem Auftritt von CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel beim Tag der offenen Tür in der Berliner Parteizentrale protestieren mehrere Aktivisten gegen die Sparauflagen für Griechenland. Sie tragen kleine Plakate mit der Aufschrift " Όχι" ("Nein") und machen lautstark ihrer Abneigung gegen die Sparpolitik Luft. Nach wenigen Minuten geleiten Ordner die kleine Gruppe aus dem Konrad-Adenauer-Haus. Merkel reagiert gelassen. Sie stelle dem Protest ein "Nai" ("Ja") entgegen.

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Mehrere hundert Menschen demonstrieren derweil auf Berlins Straßen.

(Foto: dpa)

+++ 11:57 Banker erwarten lange Nacht +++
Banker in ganz Europa stellen sich nach dem Referendum am Sonntag auf eine lange Nacht ein. Bei der Deutschen Bank etwa ist gegen 22.00 Uhr eine Telefonkonferenz geplant, um über die Folgen der Volksabstimmung zu beraten. Die Wahllokale in Griechenland schließen um 18.00 Uhr Ortszeit - sowohl ein "Ja" wie ein "Nein" könnte weitreichende Auswirkungen auf die europäischen Finanzmärkten haben.

+++ 11:15 Schäuble dämpft Hoffnung auf schnelle Hilfe +++

Erst Referendum, dann schnelle finanzielle Hilfe für Griechenland? So wird das nicht funktionieren, macht Bundesfinanzminister Schäuble deutlich. "Der Vorschlag, über den die Regierung abstimmen lassen will, liegt nicht mehr auf dem Tisch", sagt Schäuble in einem "Bild"-Interview. "Wir müssen abwarten, wie die Regierung in Athen mit dem Ergebnis umgeht. Und dann können die Griechen die Aufnahme von Verhandlungen beantragen." Schäuble betonte, dass solche Verhandlungen "auf einer völlig neuen Basis" stattfinden würden. Die Verhandlungen dürften schwer werden, weil sich die Situation in Griechenland "dramatisch verschlechtert" habe.

+++ 10:22 Varoufakis spricht von "Terror" +++
Der griechische Finanzminister Varoufakis gibt zum Wochenende der spanischen Zeitung "El Mundo" ein wortgewaltiges Interview dazu, wie er die Rolle der europäischen Institutionen und Gläubiger sieht:

Yanis Varoufakis: "Was sie mit Griechenland machen, hat einen Namen: Terror."

El Mundo: "Glauben Sie das wirklich?"

Varoufakis: "Ja, das glaube ich. Das ist Terror. Warum haben sie uns dazu gezwungen, die Banken zu schließen? Um den Menschen Angst einzuflößen. Und wenn solch ein Schrecken verbreitet wird, dann nennt man dieses Phänomen "Terror". Aber ich vertraue darauf, dass die Angst nicht siegen wird."

FTSE Athex 20 (UBS)
FTSE Athex 20 (UBS) 1,44

+++ 09:45 Griechische Börse: Anleger-Exodus erwartet +++
Als die Athener Börse wegen der Kapitalkontrollen ihre Pforten schloss, steckten Tausende Anleger fest. "Sie haben, geblendet durch den 16-Prozent-Anstieg des Leitindex Athex in den letzten fünf Handelsitzungen, den Ausstieg verpasst", schreibt die griechische Zeitung "Ekathimerini". Die Investoren hätten daran geglaubt, dass die Regierung und Gläubiger schon bald einen Deal schließen würden. "Sobald die Börse wieder öffnet, wird sich der heimische Aktienmarkt sehr isoliert fühlen. Und mit den stark angeschlagenen Bankensektor wird ein Exodus der heimischen Investoren einsetzen."

Lesen Sie hier, wie internationale Anleger trotz geschlossener Börse mit griechischen Wertpapieren zocken.

+++ 08:55 "Lose-Lose"-Situation +++
Die Hoffnung, dass die griechischen Schuldendiskussionen noch ein gutes Ende finden, hat sich bei Beobachtern endgültig verflüchtig - sie können nur noch die tragische Ironie des Ganzen sehen: "Die Gläubiger, die sich auf keine Schuldenerleichterung einlassen wollten, riskieren nun ein riesigen Verlust. Syriza wollte den Lebensstandard erhalten und riskiert nun den Zusammenbruch."

 

+++ 07:35 Athener Presse überschlägt sich: "Rettet das Vaterland!" +++
Das Referendum am Sonntag bestimmt die Titelseiten der griechischen Zeitungen:
"To Vima", ein Blatt der politischen Mitte, titelt: "Ja zum Euro und Europa. Die Bürger halten die Zukunft des Landes in ihrer Hand." Mit einem "Ja" könne die Verelendung der Gesellschaft gestoppt werden.
Ganz anders sieht das "I Avgi", das Sprachrohr von Syriza. "NEIN" titelt die Zeitung. Tsipras werde dadurch gestärkt "binnen zwei Tagen" ein Abkommen mit den Gläubigern abschließen. "
"Ethnos", ein Boulevardblatt, titelt: "Die Griechen wählen Europa". Es sei die wichtigste Entscheidung seit mehr als 40 Jahren für das Land.
Und "RealNews", ebenfalls eine Boulevardzeitung, erscheint mit der dramatischen Schlagzeile: "Rettet das Vaterland!". Griechenland erlebe eine tiefe Spaltung seiner Bevölkerung. Es herrsche Angst vor einer Isolation und geopolitischen Gefahren. Dringend notwendig sei eine Einigung mit den Partnern im Euroland.

 


Schließlich die konservative Zeitung "Eleftheros Typos". Sie beschwört seine Leser: "JA, für den Verbleib im Euro. Wir lehnen die Drachme und das Chaos ab." Ähnlich Kathimerini: "Ja zu Europa, Demokratie und Sicherheit."

 

+++ 06:58 Weinender Rentner bewegt das Netz  +++
Das Foto von Giorgos Chatzifotiadis aus Thessaloniki bewegt in den sozialen Netzwerken Tausende. Ein AFP-Fotograf hat es geschossen und es symbolisiert wie kein zweites Bild die Verzweiflung vieler Griechen. Jetzt wird die Geschichte des 77-jährigen Rentners bekannt. Er sei zuvor bereits bei drei weiteren Banken gewesen, um wenigstens einen Teil der Rente seiner kranken Frau zu ergattern, sagt er. Doch überall nur verschlossene Türen. Die vierte hatte auf, zahlte jedoch nichts aus. "Da bin ich einfach zusammengebrochen." Mehr noch als seine persönlichen Probleme aber habe ihn die Situation seines Landes getroffen, sagt er weiter: "Ich ertrage es nicht, dieses Elend zu sehen". Die Rente hat seine Frau im Übrigen zu einem Teil auch in Deutschland erwirtschaftet, wo das Paar eine Zeit lang gelebt hat.

+++ 05:40 DIHK-Chef: Werden Hilfsmilliarden nicht wiedersehen  +++
Aus Sicht des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) wird es schwer für Griechenland, die bisherigen Hilfsmilliarden der Geldgeber irgendwann zurückzuzahlen. "Ich glaube nicht, dass es eine realistische Chance gibt, dass wir alles Geld wiedersehen", sagt DIHK-Präsident Eric Schweitzer. Aber auch bei einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone müssten weitere Milliarden fließen, um die soziale Not zu begrenzen.

+++ 04:50 Gauck soll zur Griechenland-Krise Stellung beziehen +++
Führende Außenpolitiker von Regierung und Opposition fordern Bundespräsident Joachim Gauck auf, zur Griechenlandkrise Stellung zu beziehen. Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour sagt der "Bild", das "Friedensprojekt Europa" stehe auf dem Spiel. "Deshalb wäre es gut, wenn der Bundespräsident seine Autorität nutzen würde, um sich für eine Lösung stark zu machen." "Die Worte des Bundespräsidenten haben Gewicht", sagt auch der CDU-Abgeordnete und Außenexperte Roderich Kiesewetter. "Deshalb sollte seine Botschaft sein: Europa lebt vom Willen zum Zusammenhalt."

+++ 04:00 Fischer und Genscher werben für Griechen-"Ja" +++
Die früheren Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne) und Hans-Dietrich Genscher (FDP) rufen die Griechen auf, mit Ja zu stimmen. "Griechenland gehört zu Europa, ein 'Ja' ist ein 'Ja' zu Europa und zum Euro", sagt Fischer der "Berliner Zeitung". Alles andere - besonders ein "Nein" wäre für alle "ein Desaster". Fischers Vorgänger Hans-Dietrich Genscher sagt, ein "klares pro-europäisches Votum" könnte allen Seiten helfen. Er glaube, dass ein "Ja" zudem eine Einigung über eine gemeinsame Wachstumsstrategie befördern könnte.

+++ 03:20 Schäuble schließt "Grexit" nicht aus +++
Bundesfinanzminister Schäuble schließt ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone nicht aus. "Ob mit Euro oder vorübergehend ohne: Diese Frage können nur die Griechen selbst beantworten", sagt er der "Bild". "Klar ist auch: Wir werden die Menschen in Griechenland nicht im Stich lassen."

+++ 02:20 Banken-Notfallplan "nur im Reich der Fantasie" +++
Banken-Notfallplan? Die Vorsitzende der griechischen Bankenvereinigung, Louka Katseli, sagt dem Sender Skai TV, etwas Derartiges gebe es "nur im Reich der Fantasie". Solche Szenarien fänden sich bei keiner griechischen Bank - "nicht mal als Übung auf dem Papier".

+++ 01:20 Varoufakis: Banken-Notfallplan ist ein "bösartiges Gerücht" +++
Der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis nennt den Bericht über einen Notfallplan der Banken ein "bösartiges Gerücht". Um das griechischen Bankensystem zu stützen, könnten griechische Sparer laut "Financial Times" mindestens 30 Prozent ihrer Guthaben verlieren. Anlegern mit einem Guthaben von mehr als 8000 Euro könnte ähnlich wie auf Zypern im Jahr 2013 eine Zwangsabgabe drohen, berichtete das Blatt unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Banker und Geschäftsleute.

+++ 00:05 Notfallplan: Griechen-Banken wollen auf Kundenkonten zugreifen +++
Die griechischen Banken bereiten einer Zeitung zufolge Notfallpläne vor, um mit einem Zugriff auf Kundenkonten eine Pleite abzuwenden. Wie die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Banker und Geschäftsleute berichtet, sind Abschläge von mindestens 30 Prozent auf Einlagen von mehr als 8000 Euro geplant. Für mindestens eine Bank sei dies ein "zunehmend wahrscheinliches Szenario", heißt es. Ein Insider sagt dem Blatt, die Maßnahme sei Teil einer umfassenden Umstrukturierung des griechischen Bankenwesens, nachdem das Land wieder an einem Hilfsprogramm teilnehme. "Das ist nicht etwas, das sofort passiert", sagt die Person.

+++ 23:05 Tsipras: "Wir entscheiden über Leben in Europa und Würde" +++
Mit eindringlichen Worten ruft Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras sein Volk erneut dazu auf, die Forderungen der Gläubiger bei dem anstehenden Referendum abzulehnen. "Wir entscheiden am Sonntag nicht nur darüber, in Europa zu bleiben", sagt er vor rund 25.000 Menschen in Athen, die ebenfalls für ein Nein bei der Volksabstimmung demonstrierten. "Wir entscheiden über ein Leben in Europa in Würde."

Was bisher in dieser Woche geschah                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          

Quelle: ntv.de, sla/bad/dpa/AFP/rts/DJ