Wirtschaft

Liveticker zur Griechenland-Krise +++ 23:05 Tsipras: "Wir entscheiden über Leben in Europa und Würde" +++

Mit eindringlichen Worten ruft Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras sein Volk erneut dazu auf, die Forderungen der Gläubiger bei dem anstehenden Referendum abzulehnen. "Wir entscheiden am Sonntag nicht nur darüber, in Europa zu bleiben", sagt er vor rund 25.000 Menschen in Athen, die ebenfalls für ein Nein bei der Volksabstimmung demonstrierten. "Wir entscheiden über ein Leben in Europa in Würde."

+++ 22:17 Fast 50.000 Menschen demonstrieren in Athen +++
Nach aktuellen Schätzungen demonstrieren in der griechischen Hauptstadt rund 25.000 Menschen vor dem Parlament für ein "Nein" bei dem Referendum. Nur wenige hundert Meter entfernt ging am Freitagabend auch das Gegenlager auf die Straße. Mehr als 22.000 Menschen demonstrierten für ein Ja bei der Volksabstimmung.

+++ 21:45 Tausende demonstrieren in Brüssel für "Nein" +++
Mehrere tausend Menschen haben in Brüssel gegen die Sparvorgaben für Griechenland demonstriert. Aufgerufen hatte die Organisation "Mit den Griechen", die für ein "Nein" beim Referendum eintritt. Laut Veranstalter gingen 5000 Menschen auf die Straße. Die Polizei zählte 3000 Teilnehmer.

+++ 21:15 Tusk: Fall Griechenland kann sich wiederholen +++
Die Euro-Zone muss sich nach den Worten von EU-Ratspräsident Donald Tusk möglicherweise daran gewöhnen, künftig ein zahlungsunfähiges Mitglied in ihren Reihen zu haben. Die EU suche nach Wegen, Griechenland im Euro zu halten, sagte Tusk dem Nachrichtenportal Politico.

Bei dem Referendum gehe es ganz eindeutig nicht um die Euro-Zone. Sollten die Griechen am Sonntag mit "Ja" stimmen, bestehe die Chance, ein neues Kapitel bei den Verhandlungen aufzuschlagen. Sollten sie sich für "Nein" entscheiden, werde der Verhandlungsspielraum natürlich kleiner, sagte Tusk.

+++ 20:52 Proteste in deutschen Städten gegen Sparpolitik +++
Aus Solidarität mit Griechenland sind hunderte Menschen in verschiedenen deutschen Städten auf die Straße gegangen. Der Protest richtete sich gegen die Sparauflagen der Geldgeber.

In Berlin versammelten sich nach Polizeiangaben zunächst rund 300 der erwarteten 3000 Teilnehmer. In Frankfurt zogen ebenfalls 300 zur Europäischen Zentralbank. In Stuttgart kamen nach Veranstalterangaben rund 500 Menschen zu einer Kundgebung, in Freiburg 200.

+++ 20:36 IWF-Bericht sollte nicht veröffentlicht werden +++
Vertreter der Euro-Zone beim IWF haben offenbar versucht, die Veröffentlichung eines Berichts über die Schuldensituation Griechenlands drei Tage vor dem dort geplanten Referendum zu verhindern. Die Europäer hätten Einwände gegen den Zeitpunkt der Publikation vorgebracht, hieß es in mit dem Vorgang vertrauten Kreisen. Sie hätten sich allerdings nicht gegen die anderen Länder, insbesondere gegen die USA, durchsetzen können.

+++ 19:54 Mazedonien fürchtet Ansteckung durch Krise +++
Die mazedonische Zentralbank erklärte gegenüber der EZB, sie würde es begrüßen, im Notfall Zugang zu Refinanzierungshilfen der EZB zu bekommen, um die heimische Wirtschaft gegen eine Ansteckung durch die Griechenland-Krise zu schützen.

+++ 19:30 Linke wollen EU-weites Referendum +++
Die Linkspartei will eine EU-weite Volksabstimmung über die Sparpolitik in Europa auf den Weg bringen. Der Parteivorstand werde voraussichtlich am Samstag über diese Initiative für ein "demokratisches Europa" entscheiden, sagten die Linke-Vorsitzenden Bernd Riexinger und Katja Kipping dem "Tagesspiegel".

+++ 19:04 Tausende demonstrieren für und gegen Sparpolitik +++

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Die Demonstration für ein "Nein" im Referendum vor dem Parlamentsgebäude.

(Foto: REUTERS)

Große Demonstrationen für und gegen die Sparpolitik finden derzeit in Athen statt.

Tausende griechische Bürger haben am Freitag vor dem Parlamentsgebäude in Athen gegen die Sparpolitik und für eine harte Haltung der links-geführten Regierung gegenüber den Gläubigern des pleitebedrohten Landes demonstriert.

Gleichzeitig versammelten sich Tausende vor dem alten Olympiastadion von Athen, "Panathinaikon", und demonstrierten unter dem Motto "Wir bleiben in Europa" für den Verbleib in der Eurozone.

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+++ 18:25 Gericht: Referendum in Griechenland kann stattfinden +++
Das Referendum in Griechenland über den künftigen Kurs in der Schuldenkrise kann wie geplant am Sonntag stattfinden. Das Oberste Verwaltungsgericht wies eine Klage gegen die Volksabstimmung zurück. "Das Referendum findet statt", sagte Richter Nikolaos Sakellariou. Die Kläger hatten den knappen Zeitraum zur Vorbereitung und eine unklare und zu komplexe Fragestellung moniert.

Zur Erinnerung:

Ein "Ja" bedeutet, dass Griechenland mit den Forderungen der Gläubiger einverstanden ist.

Ein "Nein" bedeutet, dass neue Konditionen ausgehandelt werden müssen.

 

+++ 17:54 Kartensperren: Griechen im Ausland in Not +++
Griechen, die auf Reisen sind durchleben schwierige Zeiten. Viele konnten nach der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen ihre Hotels nicht bezahlen und waren auf Leihgaben angewiesen. Auch Griechen, die ins Ausland wollten, konnten teilweise ihre Flug- oder Fährtickets nicht via Karte kaufen.

Der griechische Nachrichtensender Skai fährt seit Tagen eine Kampagne unter dem Motto "Wir alle können es zusammen schaffen - ich kehre zurück". Griechen, die im Ausland stecken geblieben sind, können sich hier melden. Privatleute und andere griechische Unternehmen helfen ihnen dann, in die Heimat zurückzureisen.

+++ 17:30 Griechenlands Banken haben noch Geld bis Montag +++
Nach aktuellen Angaben des Branchenverbandes der griechischen Banken reicht der Finanzpuffer von einer Milliarde Euro noch bis Montag.

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Einer der Abstimmungszettel, mit denen das griechische Volk am Sonntag abstimmen soll.

(Foto: AP)

+++ 17:18 Tsipras will erneuten Schuldenschnitt - was hieße das? +++
Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras will einen erneuten Schuldenschnitt von 30 Prozent. Schon 2012 wurden Schulden erlassen. Fragen und Antworten rund um das Thema:

Wie haben sich die griechischen Schulden entwickelt?
Griechenlands Schulden liegen inzwischen bei über 300 Milliarden Euro. Noch im Jahr 2008 lag die Staatsverschuldung nach Angaben der Ratingagentur Standard & Poor's nur bei 109,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Für dieses Jahr rechnet sie mit 177,7 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Wie viel Geld haben die Euro-Staaten Griechenland bisher in der Krise geliehen?
183,8 Milliarden Euro.

Was umfasste der Schuldenschnitt von 2012?
Im März 2012 wurden Griechenland 53,5 Prozent der Schulden vor allem bei privaten Gläubigern wie Banken erlassen. Dies entsprach einer Verringerung um etwa 107 Milliarden Euro.

Braucht Griechenland einen weiteren Schuldenschnitt?
Nicht nur die griechische Regierung, auch der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass Griechenland seine Schuldenlast tragen kann. Tsipras forderte nun einen Schuldenerlass von 30 Prozent und eine Aussetzung des übrigen Schuldendiensts über 20 Jahre.

Wie stark wäre Deutschland betroffen?
Die Bundesregierung ist in beiden Hilfspaketen mit jeweils rund 29 Prozent der Summe dabei. Nach dem IWF-Szenario müsste Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) gut 15 Milliarden abschreiben - seine schwarze Null im Haushalt wäre dann futsch, wenn er nicht an anderer Stelle spart.

+++ 17:01 Banken haben noch Puffer von einer Milliarde Euro +++
Die griechischen Banken haben nach Angaben ihres Branchenverbandes bis Montag Liquiditätspuffer in Höhe von einer Milliarde Euro. Danach hänge die Lage von der Europäischen Zentralbank ab, erklärt der Verband.

+++ 16:50 Krise bringt Bulgariens Banken nicht in Gefahr +++
Bulgarien sieht sein Bankensystem durch die Schuldenkrise des Nachbarn Griechenland nicht in Gefahr. Die Geldhäuser des Landes seien liquide und würden mit allen Situationen zurechtkommen, erklärte Präsident Rossen Plewneliew. "Was auch immer in Griechenland passiert, Bulgarien ist gut vorbereitet."

Handel und Finanzwirtschaft beider Länder sind eng mit Griechenland vernetzt. Griechenland ist der drittgrößte Investor in Bulgarien.

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Menschen stehen Schlange vor einem Lebensmittelgeschäft in Athen. Dem Handel geht allmählich das Wechselgeld aus.

(Foto: REUTERS)

+++ 16:45 Swiss-Re-Chef: Grexit kein Szenario wie Lehman-Pleite +++
Die Finanzmärkte dürften ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone nach Einschätzung des Rückversicherungskonzerns Swiss Re verkraften. Ein Grexit könnte zwar zu Kursausschlägen führen, nicht aber zu gefährlichen Turbulenzen, sagte Guido Fürer, der die Investitionsentscheidungen bei dem wichtigen institutionellen Anleger verantwortet. "Unsere Einschätzung ist, dass ein Grexit die Finanzmarktstabilität nicht gefährden würde", erklärte der Manager. "Wir glauben nicht an einen Lehman-Fall, einen Kollaps der Finanzmärkte."

+++ 16:22 Spaniens Linke werben für "Nein" bei Referendum +++
Vertreter von sechs spanischen Linksparteien und Plattformen haben die Griechen zu einem Nein bei dem anstehenden Referendum. "Wir glauben, dass das griechische Volk mutig sein und auf ein Nein setzen wird", sagte Rommy Arce von der Bürgerplattform Ahora Madrid. Eine Ablehnung der Forderungen bedeute nicht nur, dass "wir die Sparpolitik ablehnen, sondern auch alle Regierungen in Europa, die diese anwenden", fügte sie hinzu.

+++ 16:09 Mehrheit der Griechen will mit "Nein" stimmen +++
Laut einer aktuellen Umfrage wollen 43 Prozent der Griechen bei dem anstehenden Referendum mit "Nein" stimmen, 42,5 Prozent mit "Ja".

+++ 15:57 Tsipras fordert 30-prozentigen Schuldenschnitt +++
Regierungschef Tsipras hat in seiner Fernsehansprache die Forderung an die internationalen Geldgeber nach einem Schuldenschnitt erneuert. Die Verbindlichkeiten sollten um 30 Prozent reduziert werden, sagte er. Zudem verlangte der Linkspolitiker für den übrigen Schuldendienst eine "Gnadenfrist von 20 Jahren".

+++ 15:51 ESM fordert vorerst keine Milliardenkredite zurück +++
Der Eurorettungsfonds EFSF/ESM wird vorerst keine Milliardenkredite an Griechenland sofort zurückfordern. Der Verwaltungsrat bewertete die jüngst ausgebliebene Überweisung einer Kreditrate an den Internationalen Währungsfonds zwar als offiziellen Fall von Zahlungsausfall. Auf mögliche scharfe Sanktionen wie die sofortige Rückforderung aller Verbindlichkeiten wurde allerdings verzichtet.

"Dieser Zahlungsausfall gibt Anlass zu großer Sorge", kommentierte Präsident Klaus Regling. Griechenland breche damit seine Verpflichtungen und riskiere ernsthafte Konsequenzen für Wirtschaft und Bevölkerung.

Der EFSF könnte der aktuellen Mitteilung zufolge theoretisch Gelder in Höhe von insgesamt knapp 145 Milliarden Euro sofort zurückfordern.

+++ 15:40 Varoufakis erwartet hundertprozentigen Erfolg der Verhandlungen +++
Zu "100 Prozent erfolgreich" werden die Verhandlungen Athens mit der Eurogruppe ausgehen - davon geht der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis aus. "Die interessantesten Angebote haben uns erst erreicht, nachdem wir die Banken in Griechenland geschlossen haben", sagte er der BBC.

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+++ 15:33 Tsipras: "Nein" wäre kein Ende der Verhandlungen +++
Alexis Tspiras sieht in dem Referendum zum Sparkurs seines Landes keine Entscheidung über einen Abschied aus der Eurozone. Dabei gehe es vielmehr um die Frage, ob sein Volk weiter verarme und verelende, sagte er in einer Fernsehansprache. Die Griechen würden am Sonntag ihre Zukunft in die "eigene Hand nehmen" und gegen die Sparprogramme der Gläubiger stimmen.

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+++ 15:15 Tsipras: "Nein" bei Referendum stärkt griechische Position +++
Alexis Tsipras macht in einer Ansprache Stimmung für ein "Nein" bei dem Referendum. Damit würde Athen das Angebot der Gläubiger ausschlagen (das laut Schäuble ohnehin nicht mehr gilt - siehe unten). Zudem sieht Tsipras Griechenlands Position in Europa nicht in Frage gestellt.

Bei einem "Nein" stellte Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem die Mitgliedschaft des Landes in der Währungsunion infrage.

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Wolfgang Schäuble

(Foto: imago/Metodi Popow)

+++ 15:05 Schäuble: Angebot der Gläubiger nicht mehr gültig +++
Seine Kritik an dem griechischen Referendum am Sonntag hat der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble erneuert: "Der Vorschlag, über den die Regierung abstimmen lassen will, liegt nicht mehr auf dem Tisch", sagt er "Bild". Käme es zu neuen Verhandlungen, würden diese sehr schwierig. "Denn die Lage in Griechenland hat sich in den letzten Wochen dramatisch verschlechtert."

+++ 14:59 Griechen-Referendum drückt deutschen Aktienhandel +++
Am deutschen Aktienmarkt halten sich die Anleger vor dem griechischen Referendum weiter zurück. Der Dax büßte bis zum Nachmittag 0,10 Prozent ein. Marktbeobachterin Sarah Brylewski vom Handelshaus Ayondo sah die Dax-Anleger im "Griechen-Streik". Erst nach der Volksabstimmung dürfte wieder Bewegung in die Verhandlungen um die Schulden des Landes kommen.

Mehr zur Lage auf den weltweiten Aktienmärkten lesen Sie in unserem Marktbericht.

+++ 14:47 Dijsselbloem: Äußerung von Varoufakis "komplett falsch"+++
Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem schlägt pessimistische Töne an. Unabhängig vom Ausgang des Referendums stehe Griechenland vor einer "extrem schwierigen Zukunft". Die Hoffnungen auf eine Einigung dämpft er erneut. Die Äußerung seines griechischen Kollegen Yanis Varoufakis, wonach eine Übereinkunft in greifbarer Nähe ist, sei "komplett falsch".

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+++ 14:16 Rettungsfonds erklärt Griechenland offiziell für insolvent +++
Zwei Tage vor dem Referendum in Griechenland erklärt der Euro-Rettungsfonds das Land für insolvent. Es sei offiziell Zahlungsausfall festgestellt worden, meldet AFP. Es sei entschieden worden, von Athen "nicht die unmittelbare Rückzahlung von Krediten zu verlangen".

+++ 14:05 Sonderflüge zum Referendum +++
Zum Referendum über Griechenlands Spar- und Reformkurs am Sonntag bietet eine griechische Airline Sonderflüge nach Athen an. Am Sonntag und Montag sind zusätzliche Flüge ab London-Stansted und Brüssel geplant. Das gibt die Gesellschaft Aegean Air bekannt. Griechische Wähler sollen so die Möglichkeit haben, an der Abstimmung teilzunehmen. Im Ausland lebende Griechen können nicht am Volksentscheid teilnehmen. Wenn sie abstimmen wollten, können sie das nur in Griechenland.

+++ 13:46 Tsipras will sich in Kürze äußern +++
Premier Alexis Tsipras will laut verschiedenen Pressemeldungen in Kürze eine Erklärung abgeben.

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(Foto: REUTERS)

+++ 13:44 In Athen wird wieder demonstriert +++
Vor dem Referendum in Griechenland zieht es viele Menschen auf die Straße. Bisher verlaufen die Kundgebungen friedlich. Nur vereinzelt kommt es zu gewalttätigen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten. Heute demonstrieren die Anhänger der kommunistischen Partei Griechenlands.

+++ 13:27 Die nächsten Termine im Schuldendrama +++
Im griechischen Drama stehen wichtige Termine bevor. Hier ein Überblick:

  • Heute Abend: Das Oberste Verwaltungsgericht in Griechenland, der Staatsrat, entscheidet in einer Sondersitzung über die Rechtmäßigkeit des von der Regierung angesetzten Referendums über die Gläubiger-Forderungen.
     
  • Sonntag, 5. Juli: Die Griechen stimmen in einem Referendum über das Angebot der Gläubiger ab, auch wenn dieses mit dem Auslaufen des Hilfsprogramms eigentlich gegenstandslos geworden ist. Die Abstimmungslokale öffnen um 7 Uhr Ortszeit (6 Uhr MESZ) und schließen um 19 Uhr (18 Uhr MESZ). Erste Ergebnisse soll es ab 20 Uhr geben.
     
  • Montag, 6. Juli: Die internationalen Finanzmärkte können auf den Ausgang der Volksabstimmung reagieren. Geht die Abstimmung mit "Ja" aus, muss die Athener Regierung eine Politik umsetzen, die sie eigentlich ablehnt. Premier Tsipras hat für diesen Fall seinen Rücktritt angedeutet, Finanzminister Yanis Varoufakis will auf jeden Fall sein Amt niederlegen. Eine Neuwahl stünde dann im Raum.
     
  • Dienstag, 7. Juli: Nach dem bisherigen Stand werden die griechischen Banken wieder öffnen. Die Regierung hatte die Kapitalverkehrskontrollen zunächst bis zum 6. Juli verhängt. Wie es für die Banken weitergeht, hängt entscheidend von der EZB ab.
     
  • Zwei Termine in Brüssel sind auch schon gesetzt: Am 7. kommen die Euro-Finanzminister (Eurogruppe) zusammen, einen Tag später, am Mittwoch, den 8. Juli, die Regierungschefs der Euroländer.

+++ 13:16 Juncker warnt Griechen vor "Nein" +++
EU-Kommissionspräsident Jean Claude-Juncker warnt die Griechen eindringlich davor, gegen die von den Geldgebern geforderten Reformen zu stimmen. Ein "Nein" werde die griechische Verhandlungsposition dramatisch schwächen, sagt er bei der Pressekonferenz zum Start der luxemburgischen EU-Ratspräsidentschaft. Ob er in diesem Fall überhaupt noch neue Verhandlungen empfehlen könne, wollte Juncker nicht klar sagen. "Selbst im Fall eines Ja-Votums stehen wir vor schwierigen Verhandlungen."

+++ 12:53 Schnelles Ergebnis bei Referendum erwartet +++
Das Ergebnis der griechischen Volksabstimmung soll am Sonntag zügig vorliegen. Griechische Nachrichtensender berichten, aussagekräftige Ergebnisse dürfte bereits zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale gegen 20 Uhr MESZ geben. Bis dahin sollen rund 20 Prozent der Stimmen ausgezählt sein. Wegen Geldknappheit seien keine Meinungsforschungsinstitute mit Prognosen beauftragt, berichten Insider. Es könnte deshalb sein, dass es unmittelbar nach Schließung der Wahllokale noch keine Klarheit über das Ergebnis gebe.

+++ 12:45 Wechselgeld wird knapp +++
In Griechenland werden wegen der Bankenschließungen kleine Geldscheine und Wechselgeld knapper. Vor allem auf Kreta und auf einigen Inseln der Dodekanes sowie auch in Athen geben die Geldautomaten zeitweise nur noch 50-Euro-Scheine aus. Wegen der seit Wochenbeginn geltenden Obergrenze von 60 Euro pro Abhebung sind die 20-Euro-Scheine schnell ausgegangen.

"Das Ergebnis ist, dass jeder hier mit 50-Euro-Scheinen herumläuft und die Geschäfte kein Wechselgeld zurückgeben können", sagte Christos Pilatakis, ein Hotelmanager auf der Touristeninsel Rhodos. In Athen hätten die Banken am frühen Nachmittag begonnen, die Geldautomaten mit 20-Euro-Scheinen zu versorgen, berichtete der griechische Rundfunk.

+++ 12:14 Tui verkauft Beteiligung an griechischer Hotelkette +++
Der Reisekonzern Tui hat sich von seinem 50-Prozent-Anteil an der griechischen Hotelkette Grecotel getrennt. Die Beteiligung sei bereits vor einigen Wochen an den griechischen Partner, die Familie Daskalantonakis, verkauft worden, sagt ein Sprecher. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Der Ausstieg habe nichts mit der aktuellen politischen Lage in Griechenland zu tun.

+++ 12:09 "Nicht weit rausschwimmen" - Abgeordnete sollen sich in der Sommerpause bereithalten +++
Wegen des Griechenland-Dramas stimmt Bundestagspräsident Norbert Lammert die Abgeordneten auf eine mögliche Sondersitzung des Parlaments während der Sommerpause ein. Es sei keineswegs sicher, "dass wir uns erst am 7. September wiedersehen", sagt Lammert. "Ich wiederhole meine frühere Empfehlung: Schwimmen Sie nicht so weit raus." Es "wäre auch zu überlegen, Kurzurlaube in Berlin in fußläufiger Entfernung zum Reichstagsgebäude einzuplanen". Dann wären die Abgeordneten für "alle Eventualitäten" gerüstet.

+++ 11:58 Nowotny: "Parallelwährung wird es nicht geben" +++
Eine Parallelwährung in Griechenland kann es nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny nicht geben. "Wenn ein Land im Euro ist, ist die Währung dieses Landes der Euro", stellt Österreichs Notenbankgouverneur klar. Was gelegentlich diskutiert werde, seien "vielleicht ganz kurzfristige" Mittel in einer Notsituation, wie es etwa in Kalifornien der Fall gewesen sei. "Dort hat die Regierung als Vorgriff auf künftige Steuerverpflichtungen Zahlungsverpflichtungen ausgegeben", so Nowotny weiter. Das könne man vielleicht eine Woche machen. "Mit Geld hat das aber nichts zu tun." Unser Kollege Christoph Herwartz hat sich zuletzt mit dem Thema befasst. Hier mehr

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(Foto: REUTERS)

+++ 11:44 Vorbereitungen für Referendum laufen - Rechtmäßigkeit noch nicht entschieden +++
Heute Abend erst fällt die Entscheidung, ob das Referendum überhaupt verfassungsgemäß ist. Die Wahllokale werden aber trotzdem schon vorbereitet, wie hier in Athen.

+++ 11:30 Gysi auf dem Weg nach Athen +++
Spitzenpolitiker der Linken reisen noch vor dem Referendum am Sonntag in Griechenland nach Athen. Wie die Linke mitteilte, wollen sich Parteichef Bernd Riexinger, Fraktionschef Gregor Gysi und Klaus Ernst heute und morgen über die Lage vor der Abstimmung und über die Pläne der griechischen Regierung informieren.

+++ 11:08 Schäuble will Geld aus Griechenland-Paket zurück +++ Die gescheiterten Verhandlungen über das zweite Griechenland-Paket werden Deutschland und den anderen Euroländern möglicherweise einen warmen Geldregen in den Haushaltskassen bescheren. Allein Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble könnte eine Milliarde Euro zusätzlich verbuchen, wenn das ungenutzte Geld für Athen verteilt werden würde. Konkret handelt es sich um Zinsgewinne der Bundesbank aus griechischen Staatsanleihen, die vom Euro-Rettungsfonds ESM nach Athen überwiesen werden sollten. Schäuble will das Geld zurückfordern.

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Zur Orientierung: Hier Schäubles Ausführungen zum Thema Griechenland bei der Pressekonferenz gestern zum Bundeshaushalt: Bitte einmal rechts klicken

+++ 10:44 Athen zahlt Zinsen an Anleihegläubiger +++
Wie blank ist Griechenland? Darüber kann man nur rätseln. Die jüngste Rate an den IWF hat Athen nicht gezahlt. Für die heutige Zinszahlung von 3,8 Millionen Euro für eine von Privatinvestoren gehaltene und in japanischen Yen ausgegebene Staatsanleihe hat der Inhalt der Staatskasse aber offenbar gereicht. Das Papier mit der Wertpapierkennnummer XS0078057725 notiert derzeit bei 51,8 Prozent. Die Anleihe wird am 3. Juli 2017 fällig. Der jährliche Zinssatz beträgt 4,5 Prozent. Zinsen werden im Januar und Juli ausgezahlt.

+++ 10:31 Deutsche mehrheitlich gegen weitere Zugeständnisse +++
Eine deutliche Mehrheit der Deutschen unterstützt den Kurs der EU in der Griechenland-Krise. 85 Prozent der Befragten hätten laut ZDF-"Politbarometer" weitere Zugeständnisse für falsch gehalten. Nur zehn Prozent der Bundesbürger hätten sich mehr Entgegenkommen gewünscht. Gespalten sind die Deutschen in der Frage nach einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone: 52 Prozent sind dagegen, 41 Prozent dafür.

+++ 10:16 Schulz: "Tsipras ist unberechenbar" +++
Der Präsident des Europaparlaments attackiert den Kurs von Alexis Tsipras schwer. "Tsipras ist unberechenbar und manipuliert die Menschen in Griechenland, das hat fast demagogische Züge", sagt Martin Schulz dem "Handelsblatt". Der griechische Premier versuche, die Schuld für das Scheitern der Verhandlungen den Geldgebern zuzuschieben. "Jetzt gibt es eigentlich keine Gesprächsgrundlage mehr."

+++ 10:02 Varoufakis: "IWF gibt Athen recht" +++
Griechenland ist nicht mehr in der Lage, seine Schulden zu schultern.   Zu dieser Einschätzung kommt eine vorläufige Analyse des IWF, die angeblich Grundlage der Gespräche mit Griechenland in den vergangenen Wochen war. Tsipras und Varoufakis wussten das schon früher ...

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(Foto: AP)

+++ 9:45 Böse Überraschung in den Flitterwochen +++
Ein frisch vermähltes Paar aus Griechenland ist in den Flitterwochen in New York (fast) gestrandet. Aufgrund der Kapitalverkehrskontrollen waren die Kreditkarten plötzlich gesperrt und Valasia Limnioti und Konstantinos Patronis standen ohne Geld da. Ein orthodoxer Pfarrer aus Queens hatte Erbarmen. Er sammelte das nötige Geld für sie.

+++ 9:35 Seehofer: "Grexit ist kein Super-Gau" +++
Trotz der scharfen Vorwürfe seiner Partei gegen Griechenland setzt Horst Seehofer weiter auf Verhandlungen. "Man sollte sich so lange wie möglich darum bemühen, dass die Griechen mit vernünftigen Vorschlägen zur Sanierung ihrer Staatsfinanzen an den Verhandlungstisch zurückkehren", sagt der CSU-Chef. Ein Grexit ist für Seehofer kein "Super-Gau". Der CSU-Chef sagt aber auch: "Wenn die Eurozone zusammenbleibt, ist es gut."

+++ 9:07 Deutsch-griechische Medienschlacht +++
So sieht die deutsche Presse die Verhandlungsstategie von Alexis Tsipras?!?! Die jahrelangen Versuche, Hellas vom finanziellen Abgrund fernzuhalten, werden von einer deutsch-griechischen Medienschlacht begleitet.

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+++ 8:51 Tsipras will ein lautes "Nein" +++
Unser Mann vor Ort liefert frische Bilder vom Syntagma-Platz in Athen. Hier laufen Vorbereitungen für heute Abend:

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Tsipras wird ein Brikett drauflegen müssen. Sein undurchsichtiger politischer Kurs sorgt bei der Bevölkerung für wachsende Zustimmung für die Vorschläge aus Brüssel. Die jüngste Umfrage ergibt eine knappe Mehrheit für "Ja".

+++ 8:41 Versorgungsengpässe auf den Inseln +++
Die Kapitalverkehrskontrollen bereiten den griechischen Tourismusunternehmen offenbar zunehmend Probleme. Wie die englischsprachige griechische Zeitung "Kathimerini" berichtet, haben mehrere Inseln der Kykladen Versorgungprobleme. Die Engpässe betreffen Lebensmittel, wie zum Beispiel Fleisch, aber auch Medikamente. Die lokalen Unternehmen seien nicht in der Lage, ihre ausländischen Lieferanten zu bezahlen, zitiert das Blatt die Handelskammer der Kykladen. Auf den Inseln sind Urlauber aus der ganzen Welt.

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+++ 8:04 Deutsche mehrheitlich für Referendum +++
Das für Sonntag in Griechenland angesetzte Volksabstimmung über die Gläubigerforderungen im Schuldenstreit stößt bei den Deutschen auf große Zustimmung. 60 Prozent der Befragten finden es einer Umfrage zufolge richtig, das griechische Volk abstimmen zu lassen. Die Verantwortung für die jüngste Eskalation der Griechenland-Krise sehen mehr als zwei Drittel der Deutschen bei der griechischen Regierung. Während 68 Prozent der Bundesbürger laut ARD-"Deutschlandtrend" die Hauptverantwortung bei der Regierung von Alexis Tsipras sehen, machen nur vier Prozent die anderen Euro-Länder dafür verantwortlich.

+++ 7:51 Nervosität bei Anlegern steigt +++
Zwei Tage vor dem Griechenland-Referendum steigt die Nervosität der Aktienanleger. Die Investoren dürften sich zum Wochenschluss mit Käufen zurückhalten. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat die Abstimmung zur Schicksalswahl und zur Entscheidung über einen Verbleib Griechenland in der Eurozone erklärt.

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(Foto: picture alliance / dpa)

+++ 7:45 Kunst an der EZB: "Außer Betrieb" +++
Mit einer Lichtinstallation hat der Düsseldorfer Künstler Oliver Bienkowski in der Nacht Kritik an der Europäischen Zantralbank in Frankfurt geübt. Er projizierte den Schriftzug "Außer Betrieb" auf die Fassade. Die Installation auf dem Turm war weithin sichtbar - näher erklären wollte Bienkowski sie nicht. Jeder solle sich seine eigene Meinung bilden.

+++ 7:11 EU-Kommission warnt Griechen vor "Nein" +++
Die EU-Kommission warnt die griechischen Bürger davor, in dem Referendum am Sonntag mit Nein zu stimmen. "Es wäre falsch anzunehmen, dass ein Nein die griechische Verhandlungsposition stärken würde", sagt der für den Euroraum zuständige Vize-Präsident der Kommission, Valdis Dombrovskis, im Interview. "Das Gegenteil ist der Fall." Mehr hier

+++ 7:04 Varoufakis: "Einigung mit Gläubigern kommt in jedem Fall" +++
In einem BBC-Interview spricht Yanis Varaoufakis von einer "hundertprozentigen Chance", dass es zu einer Einigung mit den internationalen Gläubigern kommt. "Eine Einigung wird erzielt, egal ob an den Urnen ein 'Ja' oder ein 'Nein' herauskommt", so der griechische Finanzminister.

+++ 6:59 Dombrovskis: "Situation schlechter als vergangene Woche" +++
Die Ereignisse der vergangenen Tage haben der griechischen Wirtschaft laut Valdis Dombrovskis schwer geschadet. "Nach der Schließung von Banken und der Einführung von Kapitalverkehrskontrollen die Finanzstabilität wieder zu erlangen, ist komplizierter und teurer geworden", sagt der Vizepräsident der EU-Kommission im Interview. Griechenland sei "in einer substantiell schlechteren Situation als noch vergangene Woche". Mehr hier

+++ 6:49 Zahl der "Ja"- und "Nein"-Sager hält sich die Waage +++
In einer Umfrage kurz vor dem Referendum hält sich die Zahl der Befürworter und Ablehner des Reformkurses in etwa die Waage. 44,8 Prozent der Befragten wollen der Befragung des Zeitung "Ethnos" zufolge mit Ja stimmen, 43,4 Prozent mit Nein. Zudem sind 74 Prozent der Umfrageteilnehmer für einen Verbleib in der Eurozone.

+++ 6:43 Varoufakis: "Beispiellose Panikmache der Medien" +++
Yanis Varoufakis meldet sich mit seiner allmorgendlichen Presseschau: Wie Tsipras kritisiert er die Berichterstattung über die Griechenland-Krise: Das sei Panikmache. Sein Appell für ausgewogene Berichterstattung:

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In dem verlinkten Artikel heißt es: "In den letzten Tagen haben die Mainstream-Medien den Bürgern den Krieg erklärt. Sie haben eine Haltung zum Referendum angenommen, die jede Vorstellung von journalistischer Ethik verletzt. Ihre Berichterstattung ist so konzipiert, dass sie terrorisiert und eine Kultur der Angst schafft, ohne jede Spur von Wahrheit oder Gleichgewicht."

+++ 6:21 Tsipras kritisiert Medien +++
Premier Alexis Tsipras wirft den Medien eine Kampagne vor, die die Argumente des Nein-Lagers an den Rand dränge. Ein Nein zu den Gläubiger-Forderungen bedeute "kein Nein zu Europa", sondern eine "realistische Lösung" mit weniger harten Sparauflagen und einer Restrukturierung der griechischen Schulden.

+++ 6:16 Tsipras legt sich nicht auf Rücktritt fest +++
Anders als sein Mitstreiter Yanis Varoufakis legt sich Alexis Tsipras nicht eindeutig auf einen Rücktritt im Falle eines Ja der Griechen zu den Gläubiger-Forderungen fest. Auf die Frage, ob er in diesem Fall seinen Hut nehme, antwortet der griechische Premier dem Fernsehsender ANT1 lediglich, die "Entscheidung des griechischen Volks wird respektiert, ich werde das von der Verfassung vorgesehene Verfahren in die Wege leiten".

+++ 6:11 Oberstes Verwaltungsgericht entscheidet heute über Rechtmäßigkeit des Referendums +++
Was passiert heute? Das Oberste Verwaltungsgericht in Griechenland, der Staatsrat, berät über die Rechtmäßigkeit des von der Regierung angesetzten Referendums. Gegen die für Sonntag geplante Befragung haben zwei Privatpersonen Einspruch eingelegt. Sie fordern die Annullierung. Ihre Begründung: Das Refrendum verstoße gegen die Verfassung, weil nicht über Fragen der 'öffentlichen Finanzen' abgestimmt werden dürfe. Zudem sei die Fragestellung zu kompliziert und 'technisch'. Der Staatsrat will seine Entscheidung am Abend fällen.

+++ 5:25 CDU-Mittelstand fordert Regeln gegen Kapitalflucht +++
Regeln gegen eine Kapitalflucht aus Staaten wie Griechenland fordert der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung, Carsten Linnemann. Wenn ein Land sich nicht mehr selbst finanzieren könne und Schutz unter dem europäischen Rettungsschirm suche, müssten Kapitalverkehrskontrollen den Geldtransfer ins Ausland verhindern, sagt Linnemann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "In Griechenland hat aber die reiche Oberschicht über Jahre ungehindert ihr Vermögen außer Landes gebracht", kritisiert der CDU-Politiker. Er spricht sich zudem für eine Insolvenzordnung aus, die eine Sanierung oder den Austritt eines Eurolandes aus der Währungsunion vorsehe.

+++ 4:40 Schulz will Tsipras' Rücktritt +++
Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz (SPD), hofft, dass es nach der Volksabstimmung in Griechenland zu einem Rücktritt der Regierung Tsipras und zu Neuwahlen kommt. "Neuwahlen wären zwingend, wenn die griechische Bevölkerung für das Reformprogramm und damit den Verbleib in der Eurozone stimmt und Tsipras folgerichtig zurücktritt", sagt Schulz dem "Handelsblatt". Die Zeit bis zur Wahl müsse "mit einer technischen Regierung überbrückt werden, damit wir weiter verhandeln können".

+++ 3:50 Anleger lassen Vorsicht walten +++
Vor dem Referendum in Griechenland bleiben die Anleger an den asiatischen Börsen vorsichtig. Der Euro zeigt sich wenig verändert und notiert im fernöstlichen Devisenhandel mit 1,1086 Dollar.

+++ 3:15 Tsipras wirft Medien Kampagne vor +++
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras wirft den Medien eine Kampagne vor. Diese würde die Argumente des Nein-Lagers an den Rand drängen, sagt er im griechischen Fernsehen. Ein Nein zu den Gläubiger-Forderungen bedeute "kein Nein zu Europa", sondern eine "realistische Lösung" mit weniger harten Sparauflagen und einer Restrukturierung der griechischen Schulden.

+++ 1:55 Tsipras lässt Rücktritt offen +++
Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras legt sich nicht eindeutig auf einen Rücktritt im Falle eines "Ja" der Griechen zu den Gläubiger-Forderungen in dem Referendum am Sonntag fest. Auf die Frage, ob er in diesem Fall seinen Hut nehme, sagt Tsipras in einem Interview mit dem Fernsehsender ANT1 lediglich, die "Entscheidung des griechischen Volks wird respektiert, ich werde das von der Verfassung vorgesehene Verfahren in die Wege leiten". Außerdem werde er seine Partei, die linksgerichtete Syriza, konsultieren.

+++ 23:40 Optimismus bei Anlegern griechischer Aktien wächst +++
Ein kleiner börsennotierter Fonds (ETF) in den USA bildet griechische Titel ab und ermöglicht somit indirekt den Handel griechischer Werte. Der Global X FTSE Greece 20 ETF GREK erholte sich um weitere 1,9 Prozent, nachdem er am Vortag bereits um 5,9 und am Dienstag um 6,0 Prozent zugelegt hatte. Zum Wochenstart war der Fonds jedoch um knapp 20 Prozent eingebrochen.

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Quelle: n-tv.de, bdk/ddi/bad/AFP/rts/dpa