Wirtschaft

Firmen aus Japan und Schweden EU bestraft Kartell von Autozulieferern

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Airbag-Hersteller Takata ist pleite.

(Foto: picture alliance / dpa)

Erneut verhängt die EU-Kommission eine Millionen-Strafe gegen Unternehmen wegen illegaler Absprachen. Abermals stammen die Übeltäter aus der Autoindustrie. Neu dagegen: Die fünf Zuliefererfirmen büßen in der EU für ein in Japan gebildetes Kartell.

Die europäischen Wettbewerbshüter haben fünf vornehmlich aus Japan stammenden Autozulieferern eine Kartellstrafe von insgesamt 34 Millionen Euro aufgebrummt. Die Unternehmen sprachen im Zeitraum von 2004 bis 2010 Preise ab, teilten Märkte unter sich auf und tauschten sensible Informationen aus, wie die EU-Kommission mitteilte. Dabei ging es um die Lieferung von Sicherheitsgurten, Airbags und Lenkrädern an die japanischen Autobauer Toyota, Suzuki und Honda.

Bei den bestraften Zulieferern handelt es sich um Takata, Toyoda Gosei, Tokai Rika und Marutaka aus Japan sowie den weltgrößten Airbag- und Sitzgurte-Hersteller Autoliv aus Schweden. Nach Angaben der Kommission räumten alle fünf Kartellbeteiligungen ein und stimmten dem Vergleich zu. "Wir stoppen Kartelle, die den europäischen Verbrauchern schaden, auch wenn diese Kartelle außerhalb Europas koordiniert werden", erkärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Im vorliegenden Fall wurde das Kartell demnach in Japan gebildet. Die größte Buße entfällt mit 12,7 Millionen Euro auf Takata. Das Unternehmen erlangte größere Bekanntheit durch einen Skandal um explodierende Airbags, mit dem mehr als ein Dutzend Todesfälle in Verbindung gebracht werden. Die daraus resultierenden Kosten trieben Takata in die Pleite.

Zuletzt hatte die EU ein Kartell von von LKW-Herstellern für Preisabsprachen abgestraft. Medienberichten zufolge ermitteln derzeit deutsche Staatsanwälte gegen hiesige Autohersteller wegen Kartellbildung.

Quelle: n-tv.de, shu/rts

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