Wirtschaft

Höchststand seit Wiedervereinigung Erwerbstätigkeit erreicht Rekordniveau

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Auch im Baugewerbe gibt es mehr Jobs.

dpa

In Deutschland sind so viele Menschen in Arbeit wie seit 26 Jahren nicht mehr: Neue Jobs entstanden vor allem bei Dienstleistern - aber auch im Baugewerbe legte die Beschäftigung weiter zu. Doch der Aufwärtstrend erfasst nicht jede Branche.

Die gute Konjunktur treibt die Beschäftigung in Deutschland auf ein Rekordniveau. Im zweiten Quartal hatten 43,5 Millionen Frauen und Männer ihren Arbeitsort in der Bundesrepublik, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Berechnungen bekanntgab. "Das ist der höchste Stand seit der Wiedervereinigung", sagte ein Statistiker. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahm die Zahl um 529.000 oder 1,2 Prozent zu.

Ein Zuwachs im zweiten Quartal ist üblich, die Belebung fiel aber dieses Jahr stärker aus als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Saisonbereinigt - also nach der rechnerischen Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen - verzeichneten die Statistiker zum Vorquartal ein Plus von 122.000 Personen oder 0,3 Prozent. Grund für den Aufwärtstrend ist die robuste wirtschaftliche Entwicklung im Land. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von April bis Juni um 0,4 Prozent zum Vorquartal, am Jahresbeginn waren es sogar 0,7 Prozent.

Neue Jobs entstanden vor allem durch Dienstleister. Den größten Beschäftigungszuwachs gab es im Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit mit einem Plus von 207.000 Jobs, gefolgt von den Unternehmensdienstleistern mit 169.000 sowie dem Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit 141.000 neuen Stellen.

Im Produzierenden Gewerbe stieg die Zahl um 17.000, im Baugewerbe um 30.000. In der Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei gab es gegen den Trend einen Rückgang um 17.000.

Quelle: n-tv.de, jug/rts/dpa

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