Wirtschaft

"Möglichst viele Jobs retten" Insolvente Blaupunkt findet Investor

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Blaupunkt kennen die meisten noch aus dem Auto. Doch das Unternehmen stellt nicht nur Autoradios her.

(Foto: picture alliance / dpa)

Radios, Verstärker, Lautsprecher: Das ist jahrelang das Kerngeschäft von Blaupunkt. Vor sieben Jahren wechselt das deutsche Unternehmen den Besitzer. Es folgt die Insolvenz und die Suche nach neuen Geldgebern. Die findet nun wohl ein positives Ende.

Für den insolventen Elektronik-Hersteller Blaupunkt mit Hauptsitz im niedersächsischen Hildesheim bahnt sich der Einstieg eines Investors an. Ein Sprecher bestätigte entsprechende Kontakte und sagte: "Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten."

Die Blaupunkt Technology Group mit 450 Mitarbeitern in sechs Ländern restrukturiert sich seit September über ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Die Geschäftsleitung bleibt dabei im Amt, ihr wird allerdings ein sogenannter Sachwalter von außen zur Seite gestellt. Der bei Blaupunkt bestellte Sachwalter Rainer Eckert hatte zuvor der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" gesagt: "Wir sind in entscheidenden Gesprächen mit zwei Investoren." Dabei handle es sich um einen strategischen - also am Blaupunkt-Geschäft selbst interessierten - Investor sowie um einen Finanzinvestor. Beide wollten die Gruppe zusammenhalten.

Das Unternehmen, zu dessen ursprünglichem Kerngeschäft Radios, Verstärker oder Lautsprecher zählten, war vor gut sieben Jahren vom Technikkonzern Bosch an den Investor Aurelius verkauft worden. In den 1980er Jahren hatte die damalige Bosch-Tochter Blaupunkt das nach Firmenangaben weltweit erste Navigationssystem entwickelt.

Quelle: ntv.de, bad/AFP

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