Wirtschaft

Aktie stürzt in die Tiefe Italiens Krisenbank droht Geld auszugehen

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Es läuft ihr die Zeit davon - Monte dei Paschi di Siena, die älteste Bank der Welt.

(Foto: REUTERS)

Die Bank Monte dei Paschi di Siena läuft Gefahr, wesentlich früher als befürchtet nicht mehr flüssig zu sein. Bereits in vier statt elf Monaten kann es soweit sein. Auch die Gegenmaßnahmen laufen schleppend an. Anleger reagieren regelrecht panisch.

Die Lage bei der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena spitzt sich zu. Die Nachricht, dass dem Institut bereits in vier Monaten das Geld ausgehen könnte, hat die Aktie auf Talfahrt geschickt. Das Papier bricht an der Mailänder Börse zunächst um fast 20 Prozent ein, erholt sich später aber wieder. Am Mittag lag der Kurs noch mit 5 Prozent im Minus, womit sich der Abschlag seit Beginn der Kapitalerhöhung am Montag auf mehr als 16 Prozent summiert.

Banco Monte dei Paschi di Siena
Banco Monte dei Paschi di Siena 1,60

Am Sonntag war die Banca Monte dei Paschi di Siena noch davon ausgegangen, dass ihre Liquidität von rund 11 Milliarden Euro noch elf Monate reichen würde. Darüber hinaus berichten italienische Medien, dass der Tausch von Unternehmensanleihen in Aktien bislang nicht zufriedenstellend verläuft.

Das älteste Geldhaus der Welt leidet seit geraumer Zeit unter platzenden Krediten, was die Kapitalbasis ausgehöhlt hat. Ein Rettungsplan sieht die Beschaffung von fünf Milliarden Euro vor. Noch bis zum Donnerstag läuft eine Kapitalerhöhung. Zudem können die Besitzer von Anleihen ihre Schuldpapiere in Aktien umtauschen. Die Vorhaben liefen jedoch schleppend, hieß es übereinstimmend in Medienberichten.

Die italienische Regierung arbeitet derzeit an einem 20 Milliarden Euro schweren Rettungspaket, um im Notfall angeschlagene Banken im Land stützen zu können.

Quelle: n-tv.de, kst/rts/DJ

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