Wirtschaft

Knappe Milliarde in sechs Monaten JP Morgan hat immense Anwaltskosten

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Zahlreiche Gerichtsverfahren kommen JP Morgan teuer zu stehen.

(Foto: REUTERS)

Rechtsstreitigkeiten kosten internationale Großbanken viel Geld. Nicht nur Vergleiche und Entschädigungen sind teuer, auch die Anwälte sind nicht ganz billig. Das zeigt ein Blick auf JP Morgan.

Die US-Bank JP Morgan Chase hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 978 Millionen Dollar alleine für Anwälte ausgegeben. Das geht aus dem an die US-Börsenaufsicht SEC übermittelten Quartalsbericht hervor. Der Konzern habe Rückstellungen für mehrere Hundert offene Gerichtsverfahren gebildet, hieß es weiter. JP Morgan werde sich in allen Fällen "energisch verteidigen".

JP Morgan Chase
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Die Kosten für Anwälte lagen im zweiten Quartal deutlich unter denen des ersten Quartals. Beliefen sich die Ausgaben in den ersten drei Monaten noch auf 669 Millionen Dollar, waren es zwischen April und Juni 309 Millionen Dollar. Doch die Summe könnte sich wieder erhöhen. "Neue Gerichtsverfahren könnten von Zeit zu Zeit eingeleitet werden", so JP Morgan.

Wie andere internationale Großbanken auch hat JP Morgan Chase mit den Folgen von Skandalen zu kämpfen. So musste das Unternehmen wegen illegaler Praktiken im Kreditkartengeschäft jüngst 126 Millionen Dollar zahlen. Im Falle des "Wals von London" wurde eine Strafe von rund eine Milliarde Dollar fällig: Im Jahre 2012 hatten waghalsige Geschäfte in der Londoner Investmentabteilung von JP Morgan einen Verlust von 6,2 Milliarden Dollar verursacht.

Angesichts gut laufender Geschäfte kann sich die Bank die Anwaltskosten locker leisten: Das größte Geldhaus der USA steigerte den Gewinn im zweiten Quartal auf unter dem Strich 6,3 Milliarden Dollar.

Quelle: ntv.de, jga

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