Wirtschaft

Arbeitslosenzahl steigt rapide Krise in Brasilien spitzt sich zu

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Die ärmeren Schichten Brasiliens stehen noch hinter Präsidentin Rousseff.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die brasilianische Wirtschaft wird auch in diesem Jahr kräftig schrumpfen. Während sich das Land auf die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro vorbereitet, verlieren immer mehr Brasilianer ihren Job.

Die Zahl der Arbeitslosen in Brasilien steigt angesichts der tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise rasant. Zum Ende des ersten Quartals waren 11,1 Millionen Menschen in der größten Volkswirtschaft Südamerikas ohne Job, wie das Statistikamt in Brasilia mitteilte.

Die Arbeitslosenquote stieg damit auf 10,9 Prozent, nach neun Prozent Ende 2015 und 6,5 Prozent Ende 2014. Volkswirt Alberto Ramos von Goldman Sachs geht davon aus, dass die Zahl angesichts der Krisen im Land weiter steigt.

Brasiliens Wirtschaft wird 2016 voraussichtlich das zweite Jahr in Folge um rund vier Prozent schrumpfen, das Land steckt in der schwersten Rezession seit mehr als 100 Jahren. Dazu kommt ein Korruptionsskandal bei dem staatlichen Ölkonzern Petrobras.

Zudem droht Präsidentin Dilma Rousseff wegen Verstößen gegen Haushaltsregeln die Amtsenthebung. Sie selbst weist die Vorwürfe zurück und spricht von einem "Komplott".

Viele einfache Leute im Land stehen weiter hinter ihr, schließlich hat die Sozialpolitik ihrer Partei in den vergangenen Jahren Millionen Brasilianer aus der Armut geführt. Allerdings werden wohl bis Mitte dieses Jahres rund zwei Millionen Menschen ihre Arbeitslosenunterstützung verlieren.

Quelle: n-tv.de, wne/rts

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