Wirtschaft

Nach Manipulations-Geständnis Mitsubishi soll US-Behörden informieren

bb1b92db6cfd231cc33430e64650eb7e.jpg

(Foto: imago/Belga)

Hat Mitsubishi auch in den USA die Verbrauchswerte geschönt? Nach Bekanntwerden des Skandals in Japan werden nun auch die US-Behörden aktiv. Indes schmiert die Mitsubishi-Aktie weiter ab.

Die US-Verkehrsaufsicht nimmt im Skandal um geschönte Verbrauchswerte den japanischen Autobauer Mitsubishi Motors unter die Lupe. Die Behörde NHTSA teilte mit, den Pkw-Hersteller um Informationen über Fahrzeuge gebeten zu haben, die in den USA verkauft worden seien. Weitere Angaben machte die NHTSA zunächst nicht.

Sieben Monate nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen hatte Mitsubishi am Mittwoch Tricks bei Tests zum Treibstoffverbrauch eingeräumt. Es geht um 625.000 Kleinwagen für den japanischen Markt, die meisten davon wurden für Nissan gebaut.

Mitsubishi hatte bereits angekündigt, auch Modelle zu prüfen, die für die Auslandsmärkte produziert wurden. Der Konzern baut etwa eine Million Autos im Jahr und wirbt unter anderem mit umweltfreundlichen Motoren. Analysten von JP Morgan schätzen, der Skandal könne Mitsubishi mindestens 400 Millionen Euro kosten - zusätzlich zum Vertrauensverlust.

Einem Bericht der Zeitung "Sankei" zufolge könnte Mitsubishi die Verbrauchswerte bei weiteren Modellen wie Elektrofahrzeugen manipuliert haben. Der Autobauer erklärte, den Medienbericht prüfen zu wollen. Das japanische Verkehrsministerium teilte mit, dass Mitsubishi über einen Rückkauf der betroffenen Autos nachdenken sollte.

Die Mitsubishi-Motors-Aktie setzte am Freitag ihre Talfahrt an der Tokioter Börse mit einem Minus von 13 Prozent fort.

Quelle: ntv.de, wne/rts