Wirtschaft

Gewinn geht spürbar zurück, aber … Munich Re schüttet mehr Geld aus

ARCHIV - Der Aktienkurs der Münchener Rück ist am 16.03.2016 in München (Bayern) während der Bilanzpressekonferenz zusammen mit einem Vergleichsindex im Geschäftbericht 2015 zu sehen. Munich Re veröffentlicht am 07.02.2017 die vorläufigen Geschäftszahlen 2016. Foto: Sven Hoppe/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Der Gewinn des weltgrößten Rückversicherers Munich Re schrumpft angesichts vieler Unwetter deutlich. Doch die Anleger profitieren: Die Dividende wird hochgeschraubt.

Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr deutlich weniger verdient als im Vorjahr. Dem Dax-Konzern machen das schwierige Preisumfeld, die niedrigen Zinsen und die Restrukturierung bei der Tochter Ergo zu schaffen. 

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Unter dem Strich stand noch ein Überschuss von 2,6 Milliarden Euro und damit etwa 16 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Aktionäre können sich dennoch über eine Dividende von 8,60 Euro freuen - 35 Cent mehr als im Vorjahr.

Der Gewinn von Munich Re sank 2016 auf 2,6 Milliarden von 3,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Im vierten Quartal erzielte der Konzern einen Gewinn von 0,5 Milliarden nach 0,7 Milliarden Euro zuvor. Analysten hatten für 2016 einen Gewinn von 2,7 Milliarden Euro und für die letzten drei Monate 2016 von 554 Millionen Euro prognostiziert.

Großschäden höher als 2015

Die Schäden durch den Hurrikan "Matthew" und das Erdbeben in Neuseeland hätten im vierten Quartal zusammen mit fast einer halben Milliarde Euro zu Buche geschlagen, hieß es. Auch im Gesamtjahr seien die Großschäden deutlich höher ausgefallen als im Vorjahr.

Bei wichtigen Erneuerungen der Rückversicherungsverträge zum 1. Januar konnte Munich Re die seit Jahren belastenden Preisrückgänge auf ein halbes Prozent eindämmen. Zu Jahresbeginn stand mit einem Prämienvolumen von 9 Milliarden Euro etwa die Hälfte des Nicht-Leben-Rückversicherungsgeschäfts zur Erneuerung an.

Das erneuerte Geschäftsvolumen sank damit um 4,9 Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro. Der Konzern geht nach eigener Aussage davon aus, dass sich das Marktumfeld bei weiteren Vertragserneuerungen nicht wesentlich verändert.

Quelle: n-tv.de, cas/DJ/dpa

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