Wirtschaft

Aus des Verbrennungsmotors Oettinger gegen einheitliche EU-Regeln

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Mit dem Ende des Verbrennungsmotors möchte sich Günther Oettinger noch nicht beschäftigen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ab 2040 wollen Frankreich und Großbritannien keine Diesel und Benziner mehr zulassen. Als Reaktion fordert die Bundesregierung einheitliche EU-Regeln. Doch EU-Kommissar Oettinger sieht dafür in den einzelnen Ländern zu unterschiedliche Ausgangslagen.

EU-Kommissar Günther Oettinger hat sich gegen ein gemeinsames Ausstiegsdatum der EU-Staaten für Autos mit Verbrennungsmotor ausgesprochen. "Ein einheitliches EU-Ausstiegsdatum für den Verbrennungsmotor zum jetzigen Zeitpunkt wäre deutlich verfrüht und falsch", sagte Oettinger der "Rheinischen Post". Die Ausgangslage in den einzelnen Ländern sei dafür zu unterschiedlich. "Viele EU-Staaten wie Polen gewinnen ihren Strom überwiegend aus Kohle. Wenn die zu früh auf Elektromobilität umsteigen würden, wäre dem Klima wegen steigender CO2-Emissionen auch nicht gedient", sagte Oettinger.

Der Verbrennungsmotor habe zudem noch Zukunftspotenzial. "Verbesserungen des Verbrennungsmotors stehen unmittelbar bevor", sagte Oettinger. Neue, CO2-freie Kraftstoffe würden gerade entwickelt.

Großbritannien und Frankreich hatten zuletzt angekündigt, ab 2040 keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr auf den Straßen zulassen zu wollen. Als Reaktion hatte Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries ein festes Datum als "weder sinnvoll noch zielführend" bezeichnet und "einheitliche Regelungen auf EU-Ebene" gefordert.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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